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Familie und Arbeit – im Landkreis kein Problem Landratsamt Augsburg
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Landratsamt Augsburg

Familie und Arbeit – im Landkreis kein Problem Landratsamt Augsburg

 Symbolbild Kindertagesstätte, © Kaarsten - Fotolia.com

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird in der heutigen Zeit immer wichtiger. Viele Familien können es sich nicht leisten, dass ein Elternteil zuhause bleibt. Im Landkreis Augsburg ist dies kein Problem, denn bei der Kleinkinderbetreuung ist der Landkreis Augsburg gut aufgestellt.

Ab dem 01. August 2013 hat jedes Kind ab dem ersten Geburtstag Anspruch auf einen Kindertagesbetreuung. Im Landkreis Augsburg rüstet man sich bereits. 1.316 Kinder unter drei Jahren wurden zum 1. Januar 2012 in einer Kindertageseinrichtung oder bei einer Tagesmutter betreut. Dies entspricht 23,5 Prozent der Kinder in dieser Altersgruppe. Bis 2013 soll das Ziel erreicht werden, ein bedarfsgerechtes Angebot zur Verfügung zu stellen. Zum kommenden Herbst will der Landkreis daher 360 weitere Plätze geschaffen werden. Es würden dann Plätze für etwa ein Drittel aller Kinder unter drei Jahren zur Verfügung stehen.

Bedarf wurde ermittelt

Das Landratsamt hat die Bedürfnisse der Eltern von Kindern unter drei Jahren im Januar 2012 mit einer umfangreichen Elternbefragung ermittelt. Im Rahmen einer Vollerhebung wurden im ganzen Landkreis 5.745 Fragebögen ausgegeben. Die Rücklaufquote lag bei 60,2 Prozent. Abgefragt wurde nicht nur, ob die Eltern vorhaben, ihr Kind in eine Betreuung zu geben, sondern auch in welchen Zeiten, in was für eine Betreuungsform, an welchem Ort etc.

Eltern wollen Kinder in Betreuung geben

Im Ergebnis gaben rund 56 Prozent der Eltern, die sich an der Befragung beteiligten, an, dass sie ihr Kind voraussichtlich in Betreuung geben möchten noch bevor dieses drei Jahre alt wird. Der vom Bundesfamilienministerium für Westdeutschland ermittelte Durchschnittsbedarf liegt bei 36 Prozent. Für viele Eltern ist aber noch nicht genau vorhersagbar, ob oder ab wann sie ihr Kind in Betreuung geben möchten. Je jünger das Kind ist, desto weniger haben sich die Eltern mit der Betreuungsfrage auseinandergesetzt. Auch die geplante Einführung des Betreuungsgeldes ist für die Entscheidung der Eltern maßgeblich: Etwa 10 Prozent der Eltern, die momentan planen ein Betreuungsangebot in Anspruch zu nehmen, würden ihr Kind lieber zu Hause behalten, wenn sie dafür ein Betreuungsgeld erhalten würden.

Bedarfsgerechtes Angebot im Landkreis

Das Erreichen einer bestimmten Betreuungsquote kann deswegen nicht Ziel der Ausbaubemühungen der Gemeinden sein. Vielmehr geht es darum, eine bedarfsgerechte Angebotslandschaft zu gestalten. Neue Plätze sind dort notwendig, wo Eltern einen Bedarf nach wohnortnaher Betreuung haben. Dieser Bedarf kann in den verschiedenen Gemeinden des Landkreises je nach Struktur auch unterschiedlich ausfallen. Kleinräumige Planung und Beratung auf kommunaler Ebene sind deswegen die Strategien des Landratsamtes.

Auswertung nach Kommunen

Für jede der 46 Gemeinden des Landkreises wurde eine eigene Auswertung der Elternbefragung erstellt, sodass deutlich wird, in welchen Kommunen noch Handlungsbedarf besteht. Ausbauhürden sind insbesondere die finanzielle Situation vieler Kommunen, der Arbeitskräftemangel bei qualifizierten Fachkräften sowie die Frage der Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung.

Verschiedenste Betreuung der Kinder

Der Bau neuer Krippen ist nicht die einzige Möglichkeit, wie Betreuungsplätze für unter Dreijährige bereitgestellt werden können. Auch in vielen Kindergartengruppen werden Kinder in dieser Altersgruppe betreut. Durch Altersöffnung können bereits zweijährige Kinder in den normalen Kindergarten aufgenommen werden. Bei dieser Altersgruppe ist die Nachfrage nach einer Betreuung besonders groß. Zeitlich flexibler als eine Betreuung in einer Einrichtung ist die Kindertagespflege. Diese ist vor allem auch bei Eltern jüngerer Kinder beliebt. Derzeit werden im Landkreis Augsburg 116 Kinder unter drei Jahren von Tagesmüttern betreut. Es stehen noch freie Plätze zur Verfügung.

Es gibt noch viel zu tun

Insgesamt befinden sich die Gemeinden im Landkreis Augsburg auf einem guten Weg, ab August 2013 allen Eltern, die einen Betreuungsbedarf für ihre Kinder haben, einen Platz anbieten zu können. In den kommenden Monaten werden noch Investitionen getätigt, sodass ab nächsten Sommer Eltern vor Absagen oder Wartelisten verschont bleiben.

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