erdgas schwaben gmbh

Erster Energiekongress mit Bürgerbeteiligung in Augsburg

Klaus-Peter Dietmayer und Dr. Kurt Gribl waren sehr zufrieden mit dem Energiekongress. Foto: erdgas schwaben
Dr. Kurt Gribl und Eva Weber diskutierten bereits vor Ort die Umsetzbarkeit vieler innovativer Ideen. Foto: erdgas schwaben
Klaus-Peter Dietmayer freute sich über zahlreiche Impulse für die künftige Energieversorgung der Region. Foto: erdgas schwaben
Ein Querschnitt der Zivilgesellschaft diskutierte einen ganzen Tag im Augsburger Rathaus. Foto: erdgas schwaben
Dr. Christian Blümm im Gespräch mit Augsburgs Bürgermeisterin Eva Weber. Foto: erdgas schwaben

Innovationsschub für Energieversorger mit Bürgerbeteiligung: Der einzigartige Energiekongress in Augsburg setzte 1.000 wichtige Impulse. Dies war der Höhepunkt eines dreistufigen, partizipativen Innovationsprozesses. Er fand am 21. März 2015 im Rathaus Augsburg mit namhaften Teilnehmern aus Politik und Wirtschaft statt.

von Alexandra Hetmann, Online-Redaktion

Große Herausforderungen wie die Energiewende bedürfen vieler kluger Leute. Diese müssen sich ihnen gemeinsam stellen. Dazu gehören neben Fachleuten auch Bürgerinnen und Bürger. Die Anwohner bringen oft exzellente Ideen ein. Vorläufiger Höhepunkt eines dreistufigen, partizipativen Innovationsprozesses war der Energiekongress am 21. März im Rathaus Augsburg mit 175 Zukunftsdenkern und über 1.000 Ideen für zukünftige Energieleitlinien. Der Öffentlichkeit vorgestellt werden diese Empfehlungen für Energieleitlinien voraussichtlich ab Mitte April.

swa und erdgas schwaben wollen Bürgerbeteiligung bei Energieleitlinien

Seit dem Sommer 2014 denken der Energiebereich der Stadtwerke Augsburg (swa) und der regionale Energieversorger erdgas schwaben über eine Fusion nach. Welche Verantwortung ein gemeinsames Energieunternehmen in einer Stadt und Region übernehmen soll, wurde jetzt in einem intensiven Beteiligungsprozess in drei Stufen abgefragt. Die swa und erdgas schwaben befragten zunächst ihre Mitarbeiter. Sie sammelten dann zwischen dem 21. Februar und dem 21. März über 100 Vorschläge auf einer Facebook-Seite. Dabei ging es um Vorschläge rund um die künftige Energieversorgung. Vorläufiger Höhepunkt war nun der Energiekongress am 21. März im Rathaus Augsburg mit 175 Zukunftsdenkern und über 1.000 Ideen für zukünftige Energieleitlinien. „Bei den politisch geforderten Energieleitlinien geht es um die Erwartungshaltung an ein neues Unternehmen für die nächsten 10 bis 20 Jahre. Das sollten wir als Gesellschaft gemeinsam beantworten. Deshalb wollen wir alte Entscheidungswege verlassen und hierarchiefreies Denken fördern“, so Klaus-Peter Dietmayer, Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg und von erdgas schwaben.

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Energiedenker“ – „Energiewender“ – „Stadt-Land-Vernetzer“ – „Energiebürger“

Als deutschlandweit erster Kongress seiner Art spiegelte der Augsburger Energiekongress das starke Engagement in Bayerisch-Schwaben wider. Ausgewählte Onlinedenker diskutierten gemeinsam mit Bürgen sowie Mitarbeitern der Energieunternehmen und Fachleuten aus verschiedensten Bereichen. Grundsteine für künftige Energieleitlinien der beiden Energieversorger sollten so gelegt werden. Die Ideen und Vorschläge der Teilnehmer widmeten sich jeweils einem der vier Themenfelder: „Energiedenker“, „Energiewender“, „Stadt-Land-Vernetzer“ und „Energiebürger“. Im Themenfeld „Energiedenker“ ging um die Frage, was Schwaben beziehungsweise die Region Augsburg attraktiv macht für Start-Ups, Technologieunternehmen und für Fachkräfte der Branche. „Energiewender“ besprachen Einflussfaktoren bei einer Wende zu nachhaltiger Energieerzeugung. „Wie organisiert man den effizienten Energietransport vom Produktionsstandort auf dem Land zu den größten Verbrauchern in der Stadt?“ – dieser Frage widmeten sich Kongressteilnehmer, die sich über „Stadt-Land-Vernetzung“ Gedanken gemacht haben. Der letzte Themenbereich, „Energiebürger“, beschäftigte sich mit der Frage, welche Verantwortung Bürger beim Thema Energie übernehmen können.

Energiebranche auf neuen Wegen

Erklärtes Ziel des arbeitsreichen Tages war ein Ergebnispapier, mit dem nun weiter gearbeitet werden kann. Zum Kongress wurden zudem vier renommierte Denker eingeladen, die jeweils durch einen kurzen Vortrag die verschiedenen Facetten des Begriffes „Energiewende“ präzisierten: Lars Thomsen (Zukunftsforscher / future matters AG), Patrick Mijnals (Zukunftsdesigner), Dr. Daniel Dettling (Zukunftsinstitut) und Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joachim Schellnhuber (Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung).

Reichhaltiger Ideenpool

Der Energiekongress hatte Spitzenniveau. Das komplett offene Konzept mit der Einbindung von Mitarbeitern, Bürger und Energieexpert hat sich hervorragend bewährt“, erklärte Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, „das Ergebnis ist ein ungeheuer reichhaltiger Ideenpool, wie unsere Energieversorgung in Zukunft aussehen könnte. Ich habe den Goldenen Saal noch nie in einer so kreativen und zugleich konzentrierten Atmosphäre erlebt. Es war beeindruckend, wie professionell und intensiv an den Tischen gearbeitet wurde. Für die Stadt Augsburg bin ich stolz, dass hier ein bundesweit einmaliger und vorbildlicher Partizipationsprozess entstanden ist. Jetzt gilt es diese Ideen zu verdichten und in nachvollziehbare Energieleitlinien zu formulieren. Nur so entsteht eine ganzheitliche Betrachtung und eine klare Orientierung für zukünftige unternehmerische Entscheidungen.“

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Ein Querschnitt der Zivilgesellschaft diskutierte einen ganzen Tag im Augsburger Rathaus. Foto: erdgas schwaben
Dr. Christian Blümm im Gespräch mit Augsburgs Bürgermeisterin Eva Weber. Foto: erdgas schwaben

Innovationsschub für Energieversorger mit Bürgerbeteiligung: Der einzigartige Energiekongress in Augsburg setzte 1.000 wichtige Impulse. Dies war der Höhepunkt eines dreistufigen, partizipativen Innovationsprozesses. Er fand am 21. März 2015 im Rathaus Augsburg mit namhaften Teilnehmern aus Politik und Wirtschaft statt.

von Alexandra Hetmann, Online-Redaktion

Große Herausforderungen wie die Energiewende bedürfen vieler kluger Leute. Diese müssen sich ihnen gemeinsam stellen. Dazu gehören neben Fachleuten auch Bürgerinnen und Bürger. Die Anwohner bringen oft exzellente Ideen ein. Vorläufiger Höhepunkt eines dreistufigen, partizipativen Innovationsprozesses war der Energiekongress am 21. März im Rathaus Augsburg mit 175 Zukunftsdenkern und über 1.000 Ideen für zukünftige Energieleitlinien. Der Öffentlichkeit vorgestellt werden diese Empfehlungen für Energieleitlinien voraussichtlich ab Mitte April.

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Seit dem Sommer 2014 denken der Energiebereich der Stadtwerke Augsburg (swa) und der regionale Energieversorger erdgas schwaben über eine Fusion nach. Welche Verantwortung ein gemeinsames Energieunternehmen in einer Stadt und Region übernehmen soll, wurde jetzt in einem intensiven Beteiligungsprozess in drei Stufen abgefragt. Die swa und erdgas schwaben befragten zunächst ihre Mitarbeiter. Sie sammelten dann zwischen dem 21. Februar und dem 21. März über 100 Vorschläge auf einer Facebook-Seite. Dabei ging es um Vorschläge rund um die künftige Energieversorgung. Vorläufiger Höhepunkt war nun der Energiekongress am 21. März im Rathaus Augsburg mit 175 Zukunftsdenkern und über 1.000 Ideen für zukünftige Energieleitlinien. „Bei den politisch geforderten Energieleitlinien geht es um die Erwartungshaltung an ein neues Unternehmen für die nächsten 10 bis 20 Jahre. Das sollten wir als Gesellschaft gemeinsam beantworten. Deshalb wollen wir alte Entscheidungswege verlassen und hierarchiefreies Denken fördern“, so Klaus-Peter Dietmayer, Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg und von erdgas schwaben.

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Energiedenker“ – „Energiewender“ – „Stadt-Land-Vernetzer“ – „Energiebürger“

Als deutschlandweit erster Kongress seiner Art spiegelte der Augsburger Energiekongress das starke Engagement in Bayerisch-Schwaben wider. Ausgewählte Onlinedenker diskutierten gemeinsam mit Bürgen sowie Mitarbeitern der Energieunternehmen und Fachleuten aus verschiedensten Bereichen. Grundsteine für künftige Energieleitlinien der beiden Energieversorger sollten so gelegt werden. Die Ideen und Vorschläge der Teilnehmer widmeten sich jeweils einem der vier Themenfelder: „Energiedenker“, „Energiewender“, „Stadt-Land-Vernetzer“ und „Energiebürger“. Im Themenfeld „Energiedenker“ ging um die Frage, was Schwaben beziehungsweise die Region Augsburg attraktiv macht für Start-Ups, Technologieunternehmen und für Fachkräfte der Branche. „Energiewender“ besprachen Einflussfaktoren bei einer Wende zu nachhaltiger Energieerzeugung. „Wie organisiert man den effizienten Energietransport vom Produktionsstandort auf dem Land zu den größten Verbrauchern in der Stadt?“ – dieser Frage widmeten sich Kongressteilnehmer, die sich über „Stadt-Land-Vernetzung“ Gedanken gemacht haben. Der letzte Themenbereich, „Energiebürger“, beschäftigte sich mit der Frage, welche Verantwortung Bürger beim Thema Energie übernehmen können.

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Der Energiekongress hatte Spitzenniveau. Das komplett offene Konzept mit der Einbindung von Mitarbeitern, Bürger und Energieexpert hat sich hervorragend bewährt“, erklärte Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, „das Ergebnis ist ein ungeheuer reichhaltiger Ideenpool, wie unsere Energieversorgung in Zukunft aussehen könnte. Ich habe den Goldenen Saal noch nie in einer so kreativen und zugleich konzentrierten Atmosphäre erlebt. Es war beeindruckend, wie professionell und intensiv an den Tischen gearbeitet wurde. Für die Stadt Augsburg bin ich stolz, dass hier ein bundesweit einmaliger und vorbildlicher Partizipationsprozess entstanden ist. Jetzt gilt es diese Ideen zu verdichten und in nachvollziehbare Energieleitlinien zu formulieren. Nur so entsteht eine ganzheitliche Betrachtung und eine klare Orientierung für zukünftige unternehmerische Entscheidungen.“

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