Universität Augsburg

Ehemaliger Professor der Uni Augsburg wurde ausgezeichnet

Preis für ehemaligen Professor der Universität Augsburg. Foto: B4BSCHWABEN

Der Biophysiker Prof. Dr. Matthias Schneider, ehemals am Lehrstuhl für Experimentalphysik I in Augsburg tätig, gewann vor kurzem zwei hoch angesehene Forschungspreise. Diese kommen aber nicht nur ihm zur Gute. Auch seine Augsburger Kollegen in der DFG-Forschergruppe SHENC haben Grund zur Freude. Die Gelder fließen nämlich in die Weiterführung der schon jetzt sehr erfolgreichen Forschung zur Blutgerinnung. An dieser sind sie zusammen mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) beteiligt.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Was haben Physik und Blutgerinnung miteinander zu tun? Dieser Frage geht der Biophysiker Prof. Dr. Matthias Schneider derzeit in Boston nach. Ehemals am Augsburger Lehrstuhl für Experimentalphysik I angestellt, forscht er jetzt in den USA zu diesem Thema. Für seine bisherigen Erfolge und vielversprechenden Anhaltpunkte, erhielt er nun zwei hoch angesehene Forschungspreise.

Matthias Schneider weißt nach: Blutgerinnung hat physikalische Ursachen

Seine Anfänge machte Prof. Dr. Matthias Schneider als wissenschaftlicher Assistent und Habilitand in Augsburg. Dort wurde er von Prof. Dr. Achim Wixforth betreut und konnte bei seinen Untersuchungen zur Blutgerinnung bahnbrechende Ergebnisse erzielen. Seine Biophysik-Gruppe konnte erstmals nachzuweisen, dass das Funktionieren eines wesentlichen Blutgerinnungsfaktors rein physikalische Ursachen hat: Schneider konnte für den so genannten von-Willebrand-Faktor (VWF) aufzeigen, dass er eine mechanisch geschaltete Funktion besitzt, die auf der Nanonmeterskala Haftstellen für Blutplättchen exponiert, sobald das Biopolymer einer gewissen Scherkraft ausgesetzt wird. Dem Nachwuchsforscher Matthias Schneider verschaffte diese Entdeckung einen mit 1,3 Millionen Euro dotierten "Starting Grant" des European Research Council (ERC). Er entschied sich jedoch an die Bosten University zu gehen, in deren Department of Mechanical Engineering er seither forscht.

Gründung der Forschergruppe 1543 "Shear Flow Regulation of Hemostasis" durch Schneiders Entdeckung

Diese Entdeckung führte auch zur Gründung der Forschergruppe 1543 "Shear Flow Regulation of Hemostasis". Sie wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und konnte, nach hervorragender Begutachtung, nun verlängert werden. Wissenschaftler aus Augsburg, Berlin, Hamburg, Heidelberg, Jülich, Mannheim, München und Linz (Österreich) arbeiten hier gemeinsam an dieser Thematik.

Baxter und Pfizer Award für Schneider

Bei den beiden Auszeichnungen, die Schneider erhalten hat, handelt es sich zum einen um einen mit 80.000 Dollar dotierten Baxter Bioscience Award zur Förderung neuer therapeutischer Entdeckungen. Der Pfizer Hemophilia Award, dotiert mit 230.000 Dollar, dient der Förderung von Grundlagen- und klinischer Forschung zur Bluterkrankheit. Schneider ist der bislang einzige Physiker, der mit diesem Preis ausgezeichnet wurde. Durch diese Forschungspreise ist es ihm nun möglich, mit seinen Augsburger Partnern (Prof. Dr. Achim Wixforth) seine Forschung zur Blutgerinnung am Standort Augsburg weiter voranzutreiben.

Schneiders Partner Achim Wixforth freut sich auf die weitere künftige Zusammenarbeit

"Um so mehr freuen wir uns, dass uns seine DFG-geförderte Gastprofessur in unserer Augsburger SHENC-Arbeitsgruppe weiterhin die intensive Zusammenarbeit mit Matthias Schneider ermöglicht hat", so Achim Wixforth, "und wir sind überzeugt davon, dass die renommierten Preise, die er erst jüngst wieder in den USA erhalten hat, dazu beitragen, dass wir in Augsburg gemeinsam mit ihm weiterhin Spitzenforschung zur Blutgerinnung mit engstem Bezug zur Medizin werden betreiben können."

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Diese Entdeckung führte auch zur Gründung der Forschergruppe 1543 "Shear Flow Regulation of Hemostasis". Sie wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und konnte, nach hervorragender Begutachtung, nun verlängert werden. Wissenschaftler aus Augsburg, Berlin, Hamburg, Heidelberg, Jülich, Mannheim, München und Linz (Österreich) arbeiten hier gemeinsam an dieser Thematik.

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Bei den beiden Auszeichnungen, die Schneider erhalten hat, handelt es sich zum einen um einen mit 80.000 Dollar dotierten Baxter Bioscience Award zur Förderung neuer therapeutischer Entdeckungen. Der Pfizer Hemophilia Award, dotiert mit 230.000 Dollar, dient der Förderung von Grundlagen- und klinischer Forschung zur Bluterkrankheit. Schneider ist der bislang einzige Physiker, der mit diesem Preis ausgezeichnet wurde. Durch diese Forschungspreise ist es ihm nun möglich, mit seinen Augsburger Partnern (Prof. Dr. Achim Wixforth) seine Forschung zur Blutgerinnung am Standort Augsburg weiter voranzutreiben.

Schneiders Partner Achim Wixforth freut sich auf die weitere künftige Zusammenarbeit

"Um so mehr freuen wir uns, dass uns seine DFG-geförderte Gastprofessur in unserer Augsburger SHENC-Arbeitsgruppe weiterhin die intensive Zusammenarbeit mit Matthias Schneider ermöglicht hat", so Achim Wixforth, "und wir sind überzeugt davon, dass die renommierten Preise, die er erst jüngst wieder in den USA erhalten hat, dazu beitragen, dass wir in Augsburg gemeinsam mit ihm weiterhin Spitzenforschung zur Blutgerinnung mit engstem Bezug zur Medizin werden betreiben können."

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