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Als Grund für die Eröffnung des Insolvenzverfahrens nennt das Amtsgericht Augsburg Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung von Eberle und Greiffenberger. Anfang Mai hatten die J.N. Eberle & Cie. GmbH sowie deren Muttergesellschaft, die Greiffenberger AG, beim Amtsgericht Augsburg einen Insolvenzantrag gestellt.
Die Gläubiger der Greiffenberger AG können ihre Insolvenzforderungen bis 26. Oktober anmelden. Die Gläubiger von Eberle haben bis 29. Oktober Zeit.
Als Insolvenzverwalter von Eberle wurde Georg Stemshorn von der Pluta Rechtsanwalts GmbH bestellt. Stemshorn war bereits für Eberle und Greiffenberger vorläufiger Insolvenzverwalter während der vergangenen Monate. Stemshorns Schwerpunkte sind Eigenverwaltungs- und Schutzschirmverfahren. Insolvenzverwalter von Greiffenberger ist der Wirtschaftsjurist Maximilian König, ebenfalls von Pluta. König betreut Insolvenzverfahren mit dem Schwerpunkt der Betriebsfortführung.
Parallel zum eröffneten Insolvenzverfahren läuft die Investorensuche weiter. Während Mitte Juli noch mehrere unverbindliche Angebote vorlagen, ist man nun einen Schritt weiter. „Es gibt drei bindende Angebote und fortgeschrittene Verhandlungen mit einem Investor, aber noch keinen unterschriebenen Kaufvertrag“, teilt Insolvenzverwalter Stemshorn mit. Weitere Details können wegen Vertraulichkeitserklärungen derzeit nicht genannt werden.
Allerdings hat die Analyse der wirtschaftlichen Situation von Eberle laut Stemshorn ergeben, „dass ein deutlicher Personalabbau erforderlich ist, um die Kostenbasis an die Geschäftsentwicklung anzupassen“. Wie viel Stellen abgebaut werden müssen, könne derzeit noch nicht gesagt werden. Eberle beschäftigt rund 250 Mitarbeitende und produziert am Standort Augsburg Präzisionsbandstahl, Bimetall und Bandsägen.
Das Augsburger Traditionsunternehmen Eberle ist schon länger angeschlagen. So hatte Eberle Ende 2024 angekündigt, in Augsburg bis zu 90 Stellen abzubauen – wegen einer steigenden Kostenbelastung in Deutschland und der sinkende Nachfrage seiner Kunden aus der Bau- und Autoindustrie.
Diese haben auch zur aktuellen Situation von Eberle beigetragen. „Geopolitische Konflikte, hohe Energiepreise sowie Unsicherheiten im internationalen Umfeld belasten die Branche und auch die Industrie insgesamt“, teilte das Unternehmen im Zuge seines Insolvenzantrags Anfang Mai mit. „Gleichzeitig sehen sich auch viele Kunden wirtschaftlichen Herausforderungen gegenüber, was sich dämpfend auf die Nachfrage des Betriebs ausgewirkt hat.“