EADS

EADS heißt bald Airbus Airbus Group

EADS-Chef Thomas Enders gab jetzt die Umstrukturierung des Konzerns bekannt - ab 2014 dann unter dem Namen "Airbus", Foto: EADS

Mit einer Neu-Ordnung will sich Europas größter Luft- und Raumfahrt-Konzern EADS für die Zukunft wappnen. Damit wird der Name EADS ab kommendem Jahr Geschichte sein. Unter der Dachmarke „Airbus“ präsentiert sich das Unternehmen künftig mit drei Sparten – und bekennt sich mit der Wahl des Hauptsitzes einer der Divisionen klar zum Standort Bayern.

Die European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) heißt bald Airbus. Nach einer eingehenden Überprüfung der Firmen-Strategie fielen bei Europas größtem Luft- und Raumfahrt- sowie zweitgrößter Rüstungskonzern, der in Augsburg mit Premium AEROTEC und in Donauwörth mit Eurocopter vertreten ist, zwei wichtige Entscheidungen: Der Konzern will einerseits Airbus Military, Astrium und Cassidian in einer neuen Verteidigungs- und Raumfahrt-Division zusammenführen. Andererseits sollen der Konzern sowie seine Divisionen einen neuen Namen bekommen – und laufen künftig unter der weltweit renommierten Marke Airbus. Auf diese Weise sollen Zusammenhalt und Integration im Konzern weiter gestärkt werden.

Airbus Group wird aus drei Divisionen bestehen

Mit der Entscheidung des EADS-Verwaltungsrats setzt sich die Airbus Group künftig aus drei Divisionen zusammen: Airbus, Airbus Defence & Space und Airbus Helicopters. Dabei wird Airbus verantwortlich für das gesamte Zivilflugzeug-Geschäft sein. Airbus Defence & Space wird hingegen alle Verteidigungs- und Raumfahrt-Aktivitäten des Konzerns, einschließlich des Bereichs militärische Transport-Flugzeuge, vereinen. Die Division Airbus Helicopters wird für das gesamte zivile und militärische Hubschraubergeschäft zuständig sein.

EADS-Neustrukturierung als Reaktion auf schwieriges Marktumfeld

Der Zusammenschluss der Verteidigungs- und Raumfahrt-Sparten Airbus Military, Astrium und Cassidian ist eine Reaktion des Konzerns auf das veränderte Marktumfeld, das derzeit mit stagnierenden oder rückläufigen Verteidigungsbudgets in der westlichen Welt zu kämpfen hat. Mit der strukturellen Neuausrichtung erhofft sich der Konzern einen optimierten Marktzugang, Kosten- und Marktsynergien sowie die Stärkung der allgemeinen Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig wird das Profil des europaweit führenden Raumfahrt- und Verteidigungsunternehmens durch die Veränderung gestärkt.

Division Airbus Helicopters von den Änderungsmaßnahmen nicht betroffen

Unverändert bleibt die Division Airbus Helicopters mit ihrem zivilen und militärischen Bereich. Aufgrund der sehr speziellen Hubschrauber-Technologie ist es wichtig, Synergien zwischen zivilen und militärischen Produkten am Leben zu erhalten.

EADS-Neuausrichtung schrittweise bis Ende 2014 geplant

Der Start der schrittweisen Umsetzung der EADS-Neuausrichtung ist für 1. Januar 2014 vorgesehen und im zweiten Halbjahr desselben Jahres abgeschlossen sein. Die modernisierte Struktur soll den konzernübergreifenden „Flightpath 2015“ zur Optimierung der Rendite für die Aktionäre unterstützen. Vorab müssen jedoch noch einige regulatorische Voraussetzungen erfüllt werden, bevor die Veränderungen in vollem Umfang in Kraft treten können. Auch ein Absprache mit dem Betriebsrat sowie weitere Genehmigungsverfahren müssen noch erfolgreich abgeschlossen werden.

Airbus Group bekennt sich zum Wirtschaftsraum Bayern

Als Hauptsitz für die Division Airbus Defence & Space ist München vorgesehen. Die Airbus-Sparte wird rund 45.000 Mitarbeiter beschäftigen und voraussichtlich einen Jahresumsatz von etwa 14 Mrd. Euro erwirtschaften. Der Chief Executive Officer von Airbus Defence & Space wird Bernhard Gerwert sein. Insgesamt soll die Division vier Geschäftsbereiche umfassen: Military Aircraft, Space Systems, Communication, Intelligence & Security Systems sowie Equipment.

EADS präsentiert Evolution, nicht Revolution

Thomas Enders, Chief Executive Officer der EADS, legt offen: „Was wir heute präsentieren, ist eine Evolution, keine Revolution. Es ist der nächste logische Schritt in der Entwicklung unseres Unternehmens. Wir bekräftigen damit die Bedeutung unseres zivilen Flugzeug-Geschäfts innerhalb unserer Gruppe.“ Die Verteidigungs- und Raumfahrtaktivitäten des Konzerns würden auf diese Weise reorganisiert. Der Fokus liege dabei auf Kostenreduzierung, Steigerung der Profitabilität und einer Verbesserung der Marktposition. „Die Umbenennung führt schlichtweg das ganze Unternehmen unter der besten Marke zusammen, die wir haben – eine Marke, die für Internationalisierung, Innovation und Integration steht sowie für rund zwei Drittel unseres Umsatzes. Damit verstärken wir unsere Botschaft: ,We make things fly´“, so der CEO weiter. Im vierten Quartal will EADS weitere Informationen und Details zur Konzern-Umstrukturierung ab 2014 bekanntgeben.

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Wirtschaftsminister Zeil begrüßt EADS Neustrukturierung und Ausrichtung nach Bayern

Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil weiß bereits heute: „Die Entscheidung für eine Konzentration der Verteidigungs- und Raumfahrt-Aktivitäten in München begrüße ich sehr.“ Durch die Reorganisation käme dem Luft- und Raumfahrt-Standort Bayern im internationalen Umfeld eine noch größere Aufmerksamkeit zu Gute. Zeil erwartet sich von dem Zusammenschluss eine mögliche Erstarkung des militärischen EADS-Bereichs. Damit könne sich der Konzern in Zeiten knapper Verteidigungshaushalte in Europa besser positionieren. Das klare Bekenntnis zum Standort Bayern mit der Wahl des Hauptsitzes für die Division Airbus Defence & Space in München begrüßt der bayerische Wirtschaftsminister sehr: „Mit der Entscheidung für den Standort München als Hauptsitz der neuen Division setzt der Airbus-Konzern ein klares Signal, welche Bedeutung er dem Luft- und Raumfahrt-Standort Bayern mit seiner vielfältigen Industrie- und Forschungsstruktur beimisst.“

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Die European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) heißt bald Airbus. Nach einer eingehenden Überprüfung der Firmen-Strategie fielen bei Europas größtem Luft- und Raumfahrt- sowie zweitgrößter Rüstungskonzern, der in Augsburg mit Premium AEROTEC und in Donauwörth mit Eurocopter vertreten ist, zwei wichtige Entscheidungen: Der Konzern will einerseits Airbus Military, Astrium und Cassidian in einer neuen Verteidigungs- und Raumfahrt-Division zusammenführen. Andererseits sollen der Konzern sowie seine Divisionen einen neuen Namen bekommen – und laufen künftig unter der weltweit renommierten Marke Airbus. Auf diese Weise sollen Zusammenhalt und Integration im Konzern weiter gestärkt werden.

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