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Der Augsburger Einzelhandel demonstriert für höhere Löhne
Streik

Der Augsburger Einzelhandel demonstriert für höhere Löhne

Ein großes Banner der Streikenden führt den Protestzug in Augsburg an. Foto: Michael Arnold / B4BSCHWABEN.de
Ein großes Banner der Streikenden führt den Protestzug in Augsburg an. Foto: Michael Arnold / B4BSCHWABEN.de

Verdi trommelt in Augsburg seine Mitglieder aus dem Einzelhandel zusammen. Welche Forderungen die Gewerkschaft im Konkreten stellt.

Nach der ergebnislosen 2. Tarifverhandlung im bayerischen Einzelhandel und wegen der anstehenden Tarifverhandlung im bayerischen Groß- und Außenhandel, sowie im genossenschaftlichen Großhandel rief die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten aus einzelnen Betrieben diese Woche, zu Streiks auf. Betroffen waren die Beschäftigten von Amazon in Graben, der Zentralläger von Edeka in Kempten, und Marktredwitz, das Zentrallager von Lekkerland, die Zentralläger von Lidl in Anzing und Graben, die Zentralläger von Rewe in Buttenheim und Eitting. Aufgerufen waren auch die Beschäftigten der Edeka Filialen in Dillingen, Harburg, Monheim, München, Untergriesbach und Wemding, Galeria Karstadt Kaufhof in Augsburg, von Hoffmann Supply Chain in München, h&m in Ansbach, Augsburg, Donauwörth, Erlangen, Fürth und Nürnberg, Ikea Gersthofen, Metro Neu-Ulm, Saturn Friedberg und Augsburg, Selgros Augsburg und Zara Augsburg.

Streiks sorgen für Versorgungsengpässe

Einzelne Betriebe sind schon seit mehreren Tagen im Streik. Durch die Streikaktionen, vor allem in den Zentrallägern kann es in den folgenden Tagen zu Versorgungsengpässen in den Filialen kommen. Die Streikenden aus dem Landkreis Augsburg trafen sich vormittags zu einer Demonstration am Plärrergelände und versammelten sich danch zu einer Kundgebung auf dem Königsplatz in Augsburg.

„Auch in der zweiten Tarifverhandlung hat sich gezeigt, dass die Arbeitgeber die ernste Lage der Beschäftigten durch die dramatischen Preissteigerungen und die massive Gefahr der Altersarmut nicht ernst nehmen. Deshalb bleibt den Beschäftigten nur die Ausweitung ihrer Streikaktionen“, erklärt Hubert Thiermeyer, ver.di Verhandlungsführer im bayerischen Einzelhandel. „Die Beschäftigten im Groß- und Außenhandel halten nicht nur die Betriebe am Laufen, sie sind das Rückgrat der bayerischen Wirtschaft. Bei den Tarifverhandlungen in dieser Woche wird sich zeigen, ob die Arbeitgeber Respekt und Wertschätzung auch beim Gehalt zeigen“, sagte Thomas Gürlebeck, ver.di Verhandlungsführer im bayerischen Groß- und Außenhandel.

Im Juli wird weiterverhandelt

Die Tarifverhandlungen im bayerischen Einzelhandel werden am04. Juli fortgesetzt. Die Tarifverhandlungen im bayerischen Groß- und Außenhandel gehen am 16. Juni und im genossenschaftlichen Großhandel am 10. Juli in die dritte Runde.

Seit April finden eigenständige Tarifverhandlungen in Bayern für die Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel, im Groß- und Außenhandel und im genossenschaftlichen Großhandel statt. Die Angebote der Arbeitgeberverbände bewegten sich zwischen drei und vier Prozent Entgelterhöhung in 2023. Zum Teil ergänzt wurden die Angebote um Inflationsausgleichsprämien weit unter 1.000 Euro. Für das zweite Jahr boten die Arbeitgeber Erhöhungen zwischen 2 und 2,4 Prozent. Alle Angebote hatten eine Laufzeit von 24 Monaten.

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