130 Teilnehmer

Das Digitale Zentrum Schwaben nimmt die DSGVO in den Fokus

Dr. Viola Rückert, Andrea Pfundmeier, Wolfgang Schmid und Andrea Henkel. Foto: Secomba/DZ.S
Mit dem 25. Mai tritt die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft. Doch nach wie vor ist nicht allen Unternehmen die Tragweite der neuen Regelungen klar. Dem wirkten das Umwelttechnologische Zentrum in Augsburg (UTG), das Digitale Zentrum Schwaben (DZ.S) und der aitiRaum mit zwei Veranstaltungen zum Thema entgegen.

Knapp 130 Besucher zählten die drei Einrichtungen insgesamt. Konzipiert wurden die Veranstaltungen gemeinsam und auf Initiative des UTG, das für die Gründer und Unternehmen im Haus dringenden Informationsbedarf sah. Deshalb standen deren besondere Anforderungen – kompakte und praxisnahe Informationen – im Vordergrund.

Tipps und Hinweise von zwei Datenschutz-Experten

Netzwerkmanagerin Andrea Henkel konnte für die Vorträge gleich zwei Experten gewinnen: Andrea Pfundmeier, Geschäftsführerin der Secomba GmbH hat sich für die Umsetzung im eigenen Unternehmen intensiv in die Materie eingearbeitet. Sie schilderte, wie sie vorgegangen ist und welche Erfahrungen sie gemacht hat. Auch im Interview mit unserer Redaktion hat die Expertin bereits deutlich gemacht, worauf sich Unternehmer einstellen müssen. Ergänzt wurde ihr Statement durch Wolfgang Schmid von JuS Rechtsanwälte. Er konnte mit seinen Ausführungen die Anforderungen noch detaillierter erläutern, und Tipps sowie Hinweise auf wichtige Infoquellen und Vorlagen geben.

Datenschutz stand lange im Hintergrund

Auf der Veranstaltung wurde deutlich: Trotz umfassender Informationen wird Datenschutz oft als unnötig, anstrengend und zeitraubend empfunden. Gerade in Bereichen wie Vertrieb, Marketing und HR, in denen besonders viele und sensible Daten verarbeitet werden, wird dem Datenschutz oft noch nicht genügend Aufmerksamkeit zuteil. Die vielen Fragen zeigten außerdem, dass das Thema bislang oftmals vernachlässigt wird.

„Jetzt ist Handeln angesagt – und zwar auf oberster Ebene“

Andrea Pfundmeier sieht die Vorbereitungen für die EU-DSGVO bei der Secomba auch als Chance: „Das ist eine gute Gelegenheit den Umgang mit Daten im Unternehmen auf den Prüfstand zu stellen. Ich rate jedem Unternehmen, das Thema Datenschutz ernst zu nehmen. Es nützt nichts, auf die neue Verordnung zu schimpfen. Jetzt ist Handeln angesagt – und zwar auf oberster Ebene. Es müssen wirklich alle Stellen, an denen personenbezogene Daten verarbeitet werden, erkannt und geprüft werden. Sensibilisieren Sie ihre Mitarbeiter und behalten Sie das Thema Datenschutz immer im Blick. Ich bin sicher, dass der Umgang mit Daten künftig noch mehr zu einem Wettbewerbsvorteil oder sogar zum USP werden wird. Für Datenpannen gibt es eigentlich keine Entschuldigung – egal ob das Unternehmen klein oder groß, jung oder alt ist.“

Teilnehmer kamen bis aus München

Die insgesamt 130 Besucher kamen aus dem Großraum Augsburg, aber auch aus dem Allgäu und Teilen Münchens. „Für uns war heute die perfekte Gelegenheit, unsere bisher eher theoretischen Überlegungen auf den neusten Stand zu bringen. Beide Vorträge waren absolut interessant und haben uns ein großes Stück weitergeholfen. Danke für Ihr Engagement“, bedankte sich einer der Teilnehmer.

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Mit dem 25. Mai tritt die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft. Doch nach wie vor ist nicht allen Unternehmen die Tragweite der neuen Regelungen klar. Dem wirkten das Umwelttechnologische Zentrum in Augsburg (UTG), das Digitale Zentrum Schwaben (DZ.S) und der aitiRaum mit zwei Veranstaltungen zum Thema entgegen.

Knapp 130 Besucher zählten die drei Einrichtungen insgesamt. Konzipiert wurden die Veranstaltungen gemeinsam und auf Initiative des UTG, das für die Gründer und Unternehmen im Haus dringenden Informationsbedarf sah. Deshalb standen deren besondere Anforderungen – kompakte und praxisnahe Informationen – im Vordergrund.

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Netzwerkmanagerin Andrea Henkel konnte für die Vorträge gleich zwei Experten gewinnen: Andrea Pfundmeier, Geschäftsführerin der Secomba GmbH hat sich für die Umsetzung im eigenen Unternehmen intensiv in die Materie eingearbeitet. Sie schilderte, wie sie vorgegangen ist und welche Erfahrungen sie gemacht hat. Auch im Interview mit unserer Redaktion hat die Expertin bereits deutlich gemacht, worauf sich Unternehmer einstellen müssen. Ergänzt wurde ihr Statement durch Wolfgang Schmid von JuS Rechtsanwälte. Er konnte mit seinen Ausführungen die Anforderungen noch detaillierter erläutern, und Tipps sowie Hinweise auf wichtige Infoquellen und Vorlagen geben.

Datenschutz stand lange im Hintergrund

Auf der Veranstaltung wurde deutlich: Trotz umfassender Informationen wird Datenschutz oft als unnötig, anstrengend und zeitraubend empfunden. Gerade in Bereichen wie Vertrieb, Marketing und HR, in denen besonders viele und sensible Daten verarbeitet werden, wird dem Datenschutz oft noch nicht genügend Aufmerksamkeit zuteil. Die vielen Fragen zeigten außerdem, dass das Thema bislang oftmals vernachlässigt wird.

„Jetzt ist Handeln angesagt – und zwar auf oberster Ebene“

Andrea Pfundmeier sieht die Vorbereitungen für die EU-DSGVO bei der Secomba auch als Chance: „Das ist eine gute Gelegenheit den Umgang mit Daten im Unternehmen auf den Prüfstand zu stellen. Ich rate jedem Unternehmen, das Thema Datenschutz ernst zu nehmen. Es nützt nichts, auf die neue Verordnung zu schimpfen. Jetzt ist Handeln angesagt – und zwar auf oberster Ebene. Es müssen wirklich alle Stellen, an denen personenbezogene Daten verarbeitet werden, erkannt und geprüft werden. Sensibilisieren Sie ihre Mitarbeiter und behalten Sie das Thema Datenschutz immer im Blick. Ich bin sicher, dass der Umgang mit Daten künftig noch mehr zu einem Wettbewerbsvorteil oder sogar zum USP werden wird. Für Datenpannen gibt es eigentlich keine Entschuldigung – egal ob das Unternehmen klein oder groß, jung oder alt ist.“

Teilnehmer kamen bis aus München

Die insgesamt 130 Besucher kamen aus dem Großraum Augsburg, aber auch aus dem Allgäu und Teilen Münchens. „Für uns war heute die perfekte Gelegenheit, unsere bisher eher theoretischen Überlegungen auf den neusten Stand zu bringen. Beide Vorträge waren absolut interessant und haben uns ein großes Stück weitergeholfen. Danke für Ihr Engagement“, bedankte sich einer der Teilnehmer.

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