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Cybersicherheit für KMU: THA und DZ.S starten Projekt OT-CRAft
Zusammenarbeit

Cybersicherheit für KMU: THA und DZ.S starten Projekt OT-CRAft

Die drei Köpfe hinter dem Projekt „OT-CRAft" (von links): Stefan Schimpfle, Leiter des DZ.S, Prof. Dr. Lothar Braun, Institut für innovative Sicherheit (THA_innos) und Prof. Dr. Dominik Merli, Institut für innovative Sicherheit (THA_innos). Fotos: Digitales Zentrum Schwaben und THA
Die drei Köpfe hinter dem Projekt „OT-CRAft" (von links): Stefan Schimpfle, Leiter des DZ.S, Prof. Dr. Lothar Braun, Institut für innovative Sicherheit (THA_innos) und Prof. Dr. Dominik Merli, Institut für innovative Sicherheit (THA_innos). Fotos: Digitales Zentrum Schwaben und THA

Die Technische Hochschule Augsburg und das Digitale Zentrum Schwaben starten das Projekt OT-CRAft. Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen sowie Start-ups bei der Absicherung industrieller Anlagen gegen Cyberangriffe zu unterstützen.

In Augsburg startet ein neues Projekt zur Cybersicherheit industrieller Anlagen. Das Institut für innovative Sicherheit der Technische Hochschule Augsburg und das Digitale Zentrum Schwaben bauen damit ihre Zusammenarbeit im Bereich Cyber Security aus. Im Rahmen des Projekts OT-CRAft sollen in den kommenden drei Jahren praxisnahe Lösungen und Schulungsangebote für kleine und mittlere Unternehmen sowie Start-ups entstehen.

Unterstützung für KMU und Start-ups

Das Projekt konzentriert sich auf die Sicherheit sogenannter Operational-Technology-Infrastrukturen. Gemeint sind vernetzte Produktionsanlagen und industrielle Systeme. Viele kleinere Unternehmen verfügen laut den Projektpartnern bislang nicht über ausreichend Wissen oder geeignete Werkzeuge, um diese Systeme gegen Cyberbedrohungen zu schützen.

Zudem bereitet OT-CRAft Unternehmen auf neue Vorgaben der Europäischen Union vor. Mit dem Cyber Resilience Act gelten ab 2027 verbindliche Anforderungen für vernetzte Industriekomponenten. Prof. Dr. Dominik Merli verweist auf die Bedeutung sicherer Produktionsanlagen für die Industrie. „Sichere und resiliente Produktionsanlagen sind das Fundament einer wettbewerbsfähigen Industrie. Mit OT-CRAft möchten wir KMU und Start-ups befähigen, sich eine Expertise im Bereich vernetzter Industriekomponenten aufzubauen und sichere Produkte zu entwickeln: mit praxiserprobten Werkzeugen und verständlichen Schulungen", erklärt Merli.

Schulungsangebote für Betreiber industrieller Anlagen

Neben der Entwicklung sicherer Produkte steht auch der sichere Betrieb von Produktionsumgebungen im Fokus des Projekts. Dafür sollen spezielle Schulungsangebote für mittelständische Unternehmen entstehen. Prof. Dr. Lothar Braun betont die Bedeutung von Sicherheitswissen im laufenden Betrieb. „Denn sichere Produkte allein reichen nicht aus, sie müssen auch sicher betrieben werden. Mit OT-CRAft schaffen wir deshalb gezielte Schulungsangebote für Betreiber von OT-Anlagen im Mittelstand. So befähigen wir KMU, ihre Produktionsumgebungen eigenständig abzusichern, Risiken frühzeitig zu erkennen und im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben”, so Braun.

Förderung über Mittelstand-Digital

OT-CRAft gehört zum Fördernetzwerk Mittelstand-Digital. Damit unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Digitalisierungsprojekte in kleinen und mittleren Unternehmen sowie im Handwerk. Das Projekt wird mit knapp einer Million Euro gefördert.

Auch Stefan Schimpfle sieht darin eine wichtige Unterstützung für Unternehmen in der Region. „Cybersicherheit ist kein Luxusthema, es ist eine Voraussetzung für die digitale Transformation im Mittelstand. Durch die Förderung bietet sich die Chance, dass KMU und Start-ups, komplexe Sicherheitsthemen mit einem kostenfreien Angebot umsetzen können. Wir freuen uns, dass Augsburg hier als starker Partner fungieren kann", freut sich Schimpfle.

Online-Plattform mit Zugriff auf Industriesysteme geplant

Zum Start des Projekts sollen zunächst Handlungsempfehlungen und Analysetools entwickelt werden. Diese sollen Unternehmen bei Bedrohungs- und Risikoanalysen sowie beim Schwachstellenmanagement unterstützen. Im weiteren Verlauf ist eine Online-Schulungsplattform geplant. Dort sollen OT-Security-Trainings mit Zugriff auf reale Industriesysteme angeboten werden. Nach Angaben der Projektpartner gab es ein solches Angebot bislang noch nicht.

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