Neue Technologie-Plattform

CosiMo vereint Luft- & Raumfahrt mit Automotiv in Augsburg

Premium AEROTEC, Faurecia, Solvay und ENGEL eröffneten am 28. September eine neue Technologie-Plattform zur Entwicklung thermoplastischer Verbundwerkstoffe in Augsburg. Es ist die erste rein industriell finanzierte Leichtbau-Entwicklungsinitiative für die Automobil und Luftfahrtbranche.

Konkret geht es um neue Schlüsseltechnologien für die Großserien-Fertigung thermoplastischer Verbundwerkstoffe, sprich: schnell leichte und robuste Bauteile in hoher Stückzahl fertigen zu können. Die neue Infrastruktur wurde in weniger als zwei Monaten nach Gründung der IRG CosiMo (Industry Research Group: Composites for sustainable Mobility) aufgebaut. Rund um das Herzstück der Anlage, einer 1.000 Tonnen Presse, werden unterschiedliche Technologien und Konzepte der thermoplastischen Prozessroute als Teil dieser zukünftigen Produktionslinie realisiert.

Unternehmen arbeiten entlang der gesamten Prozesskette

Angestoßen wurde CosiMo durch den steigenden Kostendruck im internationalen Wettbewerb. Leichtbau, Digitalisierung der Produktion und höhere Stückzahlen im Automobil- und Luftfahrtbereich fordern neue Lösungen, neue Materialien. Deshalb schlossen sich in der IRG CosiMo Unternehmen entlang der gesamten Prozesskette zusammen: Beginnend beim eingesetzten Material und den entsprechenden Halbzeugen (Solvay), über die Anlagentechnik (Engel) bis hin zum Anwender in Luftfahrt (Premium AEROTEC) und Automotive (Faurecia). Das Projektmanagement hat das ITA Augsburg inne.

Luftfahrt will von Automobile lernen

„Dies Projekt ist der Schlüssel für den nächsten Technologieschritt in Konstruktion und Fertigung moderner Primärstrukturen. Wir werden in diesem Projekt nicht nur die Anwendung des Materials untersuchen, sondern auch erarbeiten wie die moderne digitalisierte Fabrik der Zukunft aussehen wird“, ist Dr. Thomas Ehm, CEO von Premium AEROTEC, überzeugt. „Automobile hat es gelernt, eine hohe Stückzahl zu produzieren. Das brauchen wir im Flugzeugbau künftig auch.“ Herausragend ist für ihn auch die Zusammenstellung der Partner. „Es gelingt hier ein amerikanisches, ein französisches und ein bayerisches Unternehmen zusammen zu bringen um gemeinsam an einem Thema zu arbeiten.“

„Immer wieder geträumter Traum, der jetzt wahr werden kann“

„Synergien aus Automotive und Luftfahrt waren ein immer wieder geträumter Traum, der jetzt wahr werden kann“, berichtete Prof. Dr. Stefan Schlichter, Geschäftsführer des ITA Augsburg, Ende September bei der Einweihung der neuen Anlage. Dem stimmte Dr. Norbert Müller, Leiter des Technologiezentrums für Leichtbau-Composites von ENGEL, zu. „Lange war die Nähe zum Automobilbau für die Luftfahrt undenkbar.“ Jetzt könnten die Partner voneinander lernen.

Augsburg forscht an „Schlüsselmaterial der Zukunft“

„Ich bin fest überzeugt, dass Ihr Projekt den Wirtschaftsstandort Bayern weiterentwickeln wird“, zeigte sich Franz Josef Pschierer, Bayerischer Staatsministers für Wirtschaft, Energie und Technologie überzeugt. „Verbundwerkstoffe versprechen ein enormes Potenzial. Dieses wollen wir in Bayern heben.“ Hassine Sioud, General Manager bei Faurecia Clean Mobility, bezeichnete die thermoplastischen Verbundwerkstoffe sogar als „Schlüsselmaterial der Zukunft“.

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