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Nach Wochen der Corona-bedingten Zwangspause dürfen Hotels ab 30. Mai in Bayern wieder öffnen – unter strengen Auflagen. Die gesamte Branche muss sich, wie auch Gastronomie und Handel, auf weniger Gäste und weniger Umsatz einstellen. Viele bangen daher weiterhin um ihre Existenz.
Verlustgeschäft wegen Hygieneauflagen
Das Übernacht-Hostel in der Augsburger Innenstadt ist ein Opfer der Corona-Krise. „Als ich mir die Hygieneauflagen durchlas, hat mich der Schlag getroffen“, berichtet Dr. Dr. Philipp Sturz, Besitzer des Übernacht-Hostels, unserer Redaktion. Der letzte Hoffnungsschimmer sei in dem Moment für ihn erloschen. Er dürfte nach den Auflagen nur 38 Prozent seiner 216 Betten belegen. Denn die meisten seiner Zimmer verfügen über Gemeinschaftsbäder. Auch wenn Sturz sein Hostel also öffnet, bleibt es für ihn ein Verlustgeschäft.
„Keinerlei Handlungssicherheit“
Er hat wenig Verständnis für die Maßnahmen, ein Punkt trifft ihn besonders hart: „In Restaurants ist es erlaubt, dass Gäste dieselbe Toilette benutzen, in Hotels aber nicht.“ Was ihm zusätzlich zu schaffen macht, ist die ungewisse Zukunft. „Ich habe keinerlei Handlungssicherheit. Wir wissen nicht, wann sich die Corona-Situation ändert“, kritisiert er. Außerdem fragt er sich, wer von seinen üblichen Gästen überhaupt noch bei ihm übernachten wird. Denn darunter sind viele Messegäste, Plärrer- und Oktoberfestbesucher oder auch Fußball- und Eishockeyfans. Großveranstaltungen sind bis in den Herbst hinein abgesagt. Ihm bliebe daher nichts anderes übrig, als nun die Bremse zu ziehen. „Das ist für mich finanziell einfach nicht mehr zu stemmen. Ich habe bereits eine sechsstellige Summe durch die Zwangspause verbrannt“, erzählt er.
Sturz musste 20 Mitarbeiter entlassen
Nach 11 Jahren schließt der Zahnarzt daher schweren Herzens sein „Baby“- für immer. Die Entscheidung ist ihm alles andere als leichtgefallen. 20 Mitarbeiter musste Sturz entlassen. „Ich bin froh, dass ich durch meinen Job als Zahnarzt meine Familie ernähren kann.“ Sein Traum, am Ende seiner Zeit als Zahnarzt Gäste aus der ganzen Welt begrüßen zu können und „all die spannenden Geschichten“ seiner Gäste anzuhören, ist wegen Corona geplatzt. Für seine Immobilie sucht er nun einen Mieter.