Kriminalität

Corona Betrüger schaden schwäbischem Mittelstand

Corona Soforthilfen sollen derzeit den Mittelstand entlasten. Doch auch einige Betrüger nutzen bisweilen die Hilfsmaßnahmen aus. Auf was Unternehmer deswegen jetzt achten müssen.

Für viele Unternehmen sind Corona Soforthilfen ein wichtiger Schritt der Krise entgegen zu treten. Auf schnelles Geld sind jedoch augenscheinlich einige Betrüger aus. Das Landeskriminalamt in München warnt deshalb derzeit vor neuen Maschen, welche direkt auf Unternehmer abzielen: Eine E-Mail vom Absender corona-zuschuss@stmwi-bayern.de.com möchte die Empfänger dazu bringen diverse Formulare für das Finanzamt auszufüllen. Der Absender gibt sich unterdessen als Wirtschaftsministerium aus. Das echte Wirtschaftsministerium teilte dazu mit, dass eventuelle Rückfragen über die Bezirksregierungen oder die Landeshauptstadt München abgewickelt werden.

LKA rät: Mails ignorieren und Anzeige erstatten

Außerdem fordern weitere E-Mails Firmen der Region dazu auffordern, Soforthilfebeträge zurückzuüberweisen, so die Ermittlerbehörde. Bisher seien glücklicherweise noch wenige Firmen auf den Betrug hereingefallen, erklärt das LKA auf Anfrage, der Schaden belaufe sich dennoch auf rund 50.000 Euro. Ein Verdächtiger wurde zwischenzeitlich festgenommen und man arbeite mit Hochdruck an den weiteren Ermittlungen. Sollten Unternehmer eine solche Mail erhalten, erklärte die Polizei das richtige Verhalten: Den Mailanhang nicht öffnen und Anzeige erstatten.

Bayernweit viele Betrugsfälle

Doch Betrugsfälle in die andere Richtung sind in besonders hoher Anzahl in Bayern bekannt geworden. In knapp 1.000 Fällen besteht der Tatverdacht, dass Anfragen auf Corona Hilfen bewusst gefälscht wurden. 370 dieser Fälle meldeten Behörden, bei rund 600 Fällen wandten sich Banken an die Ermittler. Den Schaden schätzt das Landeskriminalamt auf rund 1,3 Millionen Euro. Bei den meisten Fällen wären Anfragen für nicht-existente Scheinfirmen eingereicht worden, aber auch doppelte Aufforderungen zu Soforthilfen gingen ein, erklärt ein Sprecher des LKA. Dennoch seien alle Fälle individual und tatortgebunden, sodass die Ermittlungen über die regionalen Kriminalpolizeiinspektionen liefen. Für Bayerisch-Schwaben bedeutet dies, dass die Vernehmungen in Augsburg und Kempten stattfinden.

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