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Für die Kinder des Feuerbacher Kinderhauses ging ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Die Mädchen und Jungen im Vorschulalter können jetzt bei fast jeder Witterung auf dem grünen Wiesenplan spielen. Direkt vor dem Gebäude können sie sich nach Herzenslust austoben. Ein neuer Kunstrasen macht es möglich. „Für uns eine Premiere“, berichtet Christian Steib vom technischen Marketing der Clariant-Geschäftseinheit Additive in Gersthofen. „Denn wir haben im Kinderhaus den weltweit ersten zu 100 Prozent wiederverwertbaren Kunstrasen verlegt.“
Schmelz-Klebstoff Licocene für Kunstrasen von Clariant in Gersthofen entwickelt
Dafür sorgt unter anderem ein quasi unsichtbares Hochleistungs-Produkt von Clariant. „Auf der Unterseite des Rasens hält eine Schicht Licocene Performance Polymers den Rasen zusammen und verhindert, daß die Grashalme selbst bei großer Belastung nicht ausreißen“, schildert der Chemie-Ingenieur die Struktur des verblüffend natürlich wirkenden Belags. Der Schmelz-Klebstoff ist in Gersthofen entwickelt worden, die Produktionsanlage dafür steht im Industriepark Höchst. Der Rasenplatz hat eine Lebensdauer von etwa 15 Jahren. Danach wird der Kunstrasen nicht wie bisher verbrannt. Der Kunstrasen wird gemäß dem Grundgedanken der Nachhaltigkeit in seine Bestandteile zerteilt und komplett in den Wertstoff-Kreislauf zurückgeführt. Im Gegensatz zum bisher verwandten Latex-Klebstoff lassen sich Licocene nämlich vollständig vom Rasen lösen und erneut verwerten.
Schmelz-Klebstoff Licocene ist günstiger und kann schneller produziert werden
Ein weiterer Vorteil der Licocene-Beschichtung: Licocene kann schneller und damit kostengünstiger produziert werden. „Die Beschichtung muß nicht langwierig trocknen, sondern bindet physikalisch ab. Das spart in der Produktion etwa 80 Prozent Energie“, führt Steib aus. „Wir haben das Projekt bewußt für Kinder gemacht, denn die Nachhaltigkeit wird für kommende Generationen immer wichtiger werden. Die Ressourcen auf Erden sind begrenzt.“
Kunstrasen für das Kinderhaus durch Zufall entwickelt worden
Wie es dazu kam? „Ein glücklicher Zufall“, berichtet Dirk Weirich, stellvertretender Leiter des Kinderhauses in diesem Stuttgarter Stadtteil. Während seines Griechenland-Urlaubs lernte er einen Mitarbeiter eines Maschinenherstellers kennen. Dessen Firma arbeitete mit dem Clariant bei der Entwicklung des Kunstrasens zusammen. Diesem erzählte er, dass die Einrichtung dringend einen Bolzplatz braucht. Daraus entstand die Idee: Clariant spendiert die Beschichtung und zusätzlich 3000 Euro für das Anlegen. Dank Geld- und Sachspenden ließen sich die Gesamtkostenfür das Kinderhaus deutlich reduzieren. Von den insgesamt 40000 Euro musste das Kinderhaus nur 12000 Euro finanzieren. Die Anstrengungen von gut einem halben Jahr haben sich sehr gelohnt. Dies machten beim Fußball-Blitzturnier am Eröffnungswochenende viele freudig glänzende Kinderaugen deutlich