Fußgängersteg

Baustelle am Hochablass Augsburg zu Weihnachten geöffnet

Der Hochablass in Augsburg. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Seit Ende August war der 130 Meter lange Fußgängersteg über den Hochablass wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. Zu Weihnachten wird der Steg nun wieder vorübergehendgeöffnet.

Ab Freitag, den 22. Dezember, ist der Steg für Fußgänger wieder freigegeben. Für Januar und Mai 2018 sind zum Einheben der Walze nochmals Sperrungen von etwa einer Woche vorgesehen. Zusätzlich werden zwei bis drei Wochen zur Herstellung der Beschichtung des Gehweges benötigt. Deshalb wird der Hochablass im Januar und im Mai erneut gesperrt.

Genaue Termine stehen kurzfristig fest

Da diese Arbeiten von der Witterung abhängen und bei winterlichen Temperaturen nicht ausgeführt werden können, werden die genauen Termine kurzfristig festgelegt. Fußgänger und Radfahrer müssen für diese Tage wieder auf die Hochzoller Lechbrücke ausweichen.

3,1 Millionen Euro werden investiert

Im Zuge der Sanierung wurden die alten Betonelemente abgebrochen und erneuert. Die Stadtwerke haben zudem eine neue Wasserleitung auf den Pfeilern verlegt. Parallel zur Erneuerung des Fußgängerstegs wurde auch das marode Walzenwehr ausgebaut und erneuert. Mit der aktuellen Instandsetzung werden auf Jahrzehnte hinaus Wirtschaftlichkeit, sowie Stand- und Verkehrssicherheit des Hochablasses garantiert. Insgesamt werden in die technische Erneuerung des Hochablasses 3,1 Millionen Euro investiert.

20 Meter breite neue Walze gleicht historischem Vorbild

Der Hochablass steht unter Denkmalschutz. Bei der Augsburger  Weltkulturerbe-Bewerbung „Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst“ ist er ein wichtiger Bestandteil. Deshalb ist ein sensibles Vorgehen der Stadt bei den Bauarbeiten unerlässlich. Um das historische Erscheinungsbild des Walzenwehrs zu erhalten, wird der neue Antrieb neben der historischen Mechanik im Glockenturm installiert. Auch wird die neue Walze so aussehen wie das 20 Meter breite historische Vorgänger-Exemplar aus dem Jahr 1911.

Die alte Walze wird aufgehoben und der Öffentlichkeit gezeigt. „Dies ist vor allem deshalb wichtig, um der Idee eines UNESCO-Welterbes gerecht zu werden. Im Fall des Walzenwehres bedeutet dies, dass die technische Entwicklung und Bedeutung des Hochablasses  nachvollzogen werden kann“, sagt Ulrich Müllegger, Beauftragter der Stadt für die Welterbe-Bewerbung.

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