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Hans-Peter Rauch, Präsidenten der Handwerkskammer für Schwaben, und Josefine Steiger, Leiterin Fachbereich Ausbildung bei der Industrie- und Handelskammer Schwaben, kennen sich bestens mit den Nachwuchskräften der Unternehmen aus. Aus beiden Kammern konnten sie verkünden: Es gibt mehr Azubis als im Vorjahr.
Neun und knapp 20 Prozent Abiturienten
„Zum Stichtag 31. August 2018 sind im schwäbischen Handwerk 3.364 Ausbildungsstellen neu besetzt worden. Im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres bedeutet dies eine Steigerung von 5,5 Prozent. Allerdings sind erst 70 Prozent der Ausbildungsverträge bei der HWK Schwaben eingegangen, so dass sich die Zahl noch steigern wird“, verkündete Rauch. Neun Prozent von ihnen verfügen über ein Abitur (Fachabitur oder gleichwertige Vorbildung, allgemeine Hochschulreife). „Wir haben wieder ein Plus von 3,5 Prozent in Schwaben, das heißt 8.227 Ausbildungsverträge sind geschlossen. Im Vorjahr waren es 7.949“, konnte Steiger melden. Hier liegt die Abiturquote bei knapp 20 Prozent dieses Jahr. „Allerdings hat der hohe Anteil an Abiturienten nicht nur mit Schulabgängern, sondern auch mit Studienabbrechern und Hochschule Dual (Ausbildung und Studium) zu tun.“
Rund 1.600 offene Ausbildungsstellen
Trotz dieser steigenden Zahlen, gibt es noch zahlreiche offene Stellen. In der Ausbildungsplatzbörse der HWK sind derzeit 839 freie Ausbildungsplätze eingetragen. Rauch wies jedoch darauf hin, dass Firmen nicht verpflichtet sind, offene Plätze zu melden. Die stärkste Nachfrage bestehe im Bau, der sehr guten Konjunktur geschuldet. Die IHK hat noch rund 750 freie Stellen auf der Liste.
„Firmen müssen in der Öffentlichkeit“
Um junge Menschen für eine Ausbildung zu begeistern sei es wichtig, aktiv zu werden. „Die Qualität in der Ausbildung spricht sich unter Jugendlichen schnell herum – und wer gut ausbildet, wer sich um seine Nachwuchskräfte bemüht, hat zumindest die Aussicht, Azubis zu bekommen und diese später auch im Betrieb zu halten“, bekräftigt Rauch. „Klappern gehört auch hier zum Handwerk – das heißt, Firmen müssen in der Öffentlichkeit und bei den Jugendlichen als Topbetriebe wahrgenommen werden.“ Das heißt auch, das Azubis ins Azubimarketing mit eingebunden werden, bestätigt Steiger.
Persönlichen Kontakt nicht unterschätzen
Die Industrie- und Handelskammer leitete und unterstützte dazu im vergangenen Jahr verschiedene Aktionen. Beim Azubi-Scout-Projekt besuchten Auszubildende ihre früheren Schulen und stellen Beruf und Ausbildungsbetrieb vor. Hinzu kommt die Darstellung des Ausbildungsangebots im Internet und den sozialen Medien. „Nur Stellen, die sichtbar sind, können besetzt werden“, so Steiger. Das ersetzt jedoch nicht den persönlichen Kontakt. Eigenveranstaltungen wie Tage der offenen Tür unterstreichen die Ausbildungskompetenz. Im Juli fand ein Speed-Datings in Kempten, Günzburg und Augsburg zwischen jungen Menschen und Unternehmen statt. Aber auch die zwölf Berufsinformationsmessen in ganz Schwaben seien ein wichtiges Instrument. Die Fit for Job-Messe in Augsburg mit circa 13.000 Besuchern wird beispielsweise von der HWK und IHK gemeinsam organisiert. Gemeinsam agieren die Partner auch bei der Kampagne Elternstolz, die vom Bayerischen Wirtschaftsministerium mitgetragen wird.