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Aus für Marktsonntage: Das sagt Stinglwagner zum Gerichtsurteil
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Augsburger Einzelhandel

Aus für Marktsonntage: Das sagt Stinglwagner zum Gerichtsurteil

 Heinz Stinglwagner, Geschäftsführer der City Initiative Augsburg. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat in seiner Entscheidung vom 24. Mai 2017 die Augsburger Shopping-Sonntage gekippt. Was sind nun die weiteren Schritte der Stadt Augsburg? Haben die Marktsonntage überhaupt noch eine Chance? Wir haben bei Heinz Stinglwagner, Geschäftsführer der City Initiative Augsburg, nachgefragt.

Heinz Stinglwagner, Geschäftsführer der City Initiative Augsburg, hatte zuletzt immer wieder die Bedeutung der Marktsonntage für den Einzelhandel hervorgehoben. Nun äußerte er sich zu den jüngsten Ereignissen. „Zunächst einmal muss auf die Begründung des Urteils gewartet werden. Darauf werden sich Reaktionen seitens der Stadt Augsburg als Beklagte ableiten“, so Stinglwagner.

Kommen die Augsburger Marktsonntage zurück?

Spannend ist auch, wie sich die Lage weiterentwickelt beziehungsweise, ob die Shopping-Sonntage künftig wieder stattfinden können. „Ich persönlich glaube ich nicht, dass es Spielraum für weitere Verhandlungen gibt. Das Urteil ist klar. Die Kläger gehen sehr strikt gegen Marktsonntage vor, hier in Bayern und auch in sehr viel liberaleren Bundesländern – meist auch mit Erfolg“, sagt Stinglwagner. Dabei macht er erneut deutlich, wie wichtig diese Events für den Einzelhandel sind: „Ich halte ein Verbot von Marktsonntagen für antiquiert und absolut unzeitgemäß, dies habe ich in früheren Statements auch begründet. Natürlich verbaut man Handel und Gastronomie Chancen. Marktsonntage sind Werbung für Innenstädte, um auch potentielle Gäste und Kunden anzusprechen und um dem Onlinehandel, der 24 Stunden an 365 Tagen verkaufen kann, die Stirn zu bieten.“ Dass der Handel vor massiven Herausforderungen steht, betonte zuletzt auch Eva Weber, Zweite Bürgermeisterin der Stadt Augsburg.

Kritik am Vorgehehen durch Kirche und Gewerkschaften

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Zudem verteidigt Stinglwagner das bisherige Vorgehen der Stadt: „Die bisherige Regelung in Augsburg war absolut nachvollziehbar und planbar. Es räumte den Händlern der Augsburger Innenstadt zweimal im Jahr die Möglichkeit ein, für jeweils fünf Stunden ihre Geschäfte zu öffnen. Eine wirklich unnötige Klage. Ich denke, Gewerkschaften und Kirchen haben andere Themen, die sehr viel dringlicher angegangen werden sollten.“

Hintergrund

Bereits seit einiger Zeit können die Marktsonntage in Augsburg nur im Innenstadt-Bereich durchgesetzt werden. Nun hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entschieden: Die Augsburger Marktsonntage dürfen gar nicht mehr stattfinden. Damit stellte sich das Gericht gegen eine Entscheidung des Augsburger Stadtrats. Dieser wollte eine Verkaufsöffnung am Europatag im Mai und am Turamichele-Fest im September auch für die nächsten fünf Jahre genehmigen.

Bitte beachten Sie: Es handelt sich bei der B4B WIRTSCHAFTSSLEBEN SCHWABEN Umfrage um ein Meinungsbild unserer Leser und deren persönliche Einschätzung. Die Teilnahme erfolgt anonym. Bitte beachten Sie, dass bei Online-Abstimmungen eine Manipulation generell nicht ausgeschlossen werden kann, wenn kein Login zur eindeutigen Identifikation des Users vorgeschaltet ist. Die Redaktion behält sich vor, technische Manipulationen zu korrigieren. Dies ist keine repräsentative Umfrage.

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