Equal Pay Day

Augsburg: Hohe Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen

Der Equal Pay Day am 17. März markiert symbolisch den Tag im Jahr, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer ab dem 1. Januar für ihre Arbeit voll bezahlt werden. Wie das zustande kommt und wie damit umgegangen werden soll.

Frauen verdienen in Deutschland durchschnittlich 21 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. In Bayern sind es sogar 25 Prozent. Damit liegt der Freistaat im bundesweiten Vergleich an vorletzter Stelle, lediglich gefolgt von Baden-Württemberg. Beim Gender Pay Gap handelt es sich um die „unbereinigte“ Lohn-Differenz, bei der Qualifikation, Beruf, Branche und Region nicht berücksichtigt sind.

Besonders hohe Gehaltslücke in Augsburg

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Mit 29,3 Prozent ist die Gehaltslücke in Augsburg besonders hoch. Damit liegt die Stadt nicht nur über dem bayernweiten und bundesweiten Durchschnitt, sondern auch über dem Schnitt vieler Landkreise und kreisfreier Städte im Regierungsbezirk Schwaben. Was auffällt: Im nicht weit entfernten München und Umland liegt die Gehaltslücke teilweise bei weit unter 25 Prozent. Der IAB-REGIONAL Report des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, auf den diese Zahlen zu den „Geschlechtsspezifischen Lohnunterschieden in Bayern“ zurückgehen, kommt zu dem Schluss: „Die regionalen Unterschiede in der Höhe des Gender Pay Gap scheinen vor allem durch die Variation in den Löhnen der Männer getrieben zu sein. Die Spannweite der durchschnittlichen Tagesentgelte bei Männern ist deutlich breiter als bei Frauen.“ So sei in Ingolstadt zum Beispiel mit 39,4 Prozent der Gender Pay Gap mit am höchsten, was auf die gut bezahlten „Männerberufe“ in der Automobilbranche zurückzuführen sei.

Forderung einer besseren Bezahlung „frauentypischer“ Berufe

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Landtagsabgeordnete Simone Strohmayr kommt daher zu dem Schluss: „Frauen müssen dazu motiviert und Anreize geschaffen werden, in gut bezahlten, technologieaffinen Bereichen zu arbeiten. Und wir müssen die Rahmenbedingungen schaffen, dass mehr Frauen in Führungspositionen vertreten sind, zum Beispiel durch Führen in Teilzeit sowie eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.“ Zudem sei es wichtig, für eine bessere Bezahlung von „frauentypischen“ Berufen einzutreten, wie beispielsweise im sozialen Sektor.

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