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Augsburg erhält zehn Millionen für europaweit wichtige Forschung
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Produktion der Zukunft

Augsburg erhält zehn Millionen für europaweit wichtige Forschung

 Der Förderbescheid für das Projekt wurde am 8. Dezember 2017 übergeben. Foto: Weingarten / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Die additive Fertigung spielt in der Produktion eine immer wichtigere Rolle. Das Multimaterialzentrum Augsburg der Fraunhofer-Einrichtung IGCV will diese Schlüssel-Technologie und ihre Anwendungs-Möglichkeiten näher erforschen. Möglich macht dies ein Förderbescheid vom Freistaat in Höhe von zehn Millionen Euro.

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner überreichte diesen am 8. Dezember 2017 in Augsburg an die Fraunhofer-Einrichtung für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik (IGCV). Neben der Staatsministerin waren auch weitere hochrangige Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zu diesem Anlass vor Ort. „Bayern ist einer der führenden Hightech-Standorte der Welt“, sagte Aigner bei der Übergabe. Das gelte insbesondere für den Bereich Produktion. Um diese Spitzenposition zu fördern, investiere der Freistaat in das Multimaterialzentrum Augsburg.

Forschungsprojekt mit besonderem Stellenwert

Das Multimaterialzentrum Augsburg ist eines der größten Projekte zur additiven Fertigung in Deutschland und Europa. Die Laufzeit startete am 1. Juli 2017 und endet zum 30. Juni 2022. Mit dem Budget von zehn Millionen Euro sollen in den nächsten fünf Jahren zehn Technologie-Projekte umgesetzt werden. Dem Projektbeirat gehören namhafte Unternehmen wie Federal Mogul, MT Aerospace, MAN Diesel & Turbo und Siemens an. Laut Dr. Andreas Kopton, Präsident der IHK Schwaben, unterstreicht dies den Stellenwert der Forschung auf diesem Gebiet zusätzlich.

Die Fraunhofer-Einrichtung für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik (IGCV) hat am 8. Dezember 2017 einen Förderbescheid in Höhe von zehn Millionen Euro erhalten. Übergeben wurde er von der Bayerischen Staatsministerin Ilse Aigner. Das Geld fließt in das Multimaterialzentrum Augsburg und damit in eines der größten Projekte zur additiven Fertigung in Deutschland und Europa.

Fotos: Rebecca Weingarten / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Strahlkraft der „Forschungsstadt Augsburg“ ausweiten

Prof. Dr.-Ing. Gunther Reinhart, geschäftsführender Leiter des Fraunhofer IGCV, ging in seiner Rede auf die Historie der additiven Fertigung in Augsburg ein. Diese startete bereits vor über 20 Jahren. Nun will Fraunhofer in Augsburg weitere technologische Grundlagen schaffen. Sie sollen die Basis für einen signifikanten Marktvorsprung  für bayerische Unternehmen sein. Nicht zuletzt soll Augsburg damit als Top-Forschungsstandort gefestigt werden. Als „Forschungsstadt“ bezeichnet auch Staatsministerin Aigner die Fuggerstadt bei ihrem Besuch.

Neue Synergien durch Fraunhofer-Einrichtung IGCV

Die Augsburger Einrichtung betreibt Forschung auf den Gebieten der Produktions- und Verarbeitungstechnik. Besonderer Fokus liegt auf dem Leichtbau. Der Automobilbau, der Flugzeugbau sowie der Maschinen- und Anlagenbau sind die wichtigsten Anwendungsbranchen. Der Hauptsitz befindet sich in Augsburg. Leitung, Verwaltung sowie die Forschungsbereiche Automatisierung, Verarbeitung und Composites sind an zwei Standorten angesiedelt. Im 2013 fertiggestellten Gebäude im Augsburg Innovationspark werden die Themen des Composites-Bereichs gebündelt. Im Augsburger martini-Park befinden sich die verarbeitungstechnischen Themen. Ein zweites Gebäude wird derzeit im Augsburg Innovationspark errichtet. Es soll 2019 bezogen werden. Eva Weber, Zweite Bürgermeisterin, Wirtschafts- und Finanzreferentin der Stadt, verspricht sich davon weitere Synergien.

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Am Standort Garching wird hingegen eine Abteilung Gießereitechnik neu aufgebaut. Diese soll bis 2021 bezugsfertig sein. Die Fraunhofer-Einrichtung arbeitet zudem eng mit der Augsburger Hochschullandschaft zusammen. Hier steht besonders der Aufbau eines europäischen Zentrums für Ressourceneffizienz im Fokus.

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