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LEDVANCE Augsburg: Schließung ist noch nicht beschlossen
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LEDVANCE Augsburg: Schließung ist noch nicht beschlossen

Auf der Kundgebung bei LEDVANCE. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Seit bekannt wurde, dass LEDVANCE die Schließung des Augsburger Werks beabsichtigt, meldeten sich verschiedene Stimmen gegen diesen Schritt zu Wort. So besuchte Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner am Donnerstag-Vormittag persönlich den Standort und sicherte ihre Hilfe zu. Sie ist nicht die einzige.

Wieder versammelten sich die Mitarbeiter von LEDVANCE zu einer gemeinsamen Versammlung in den Hallen an der Berliner Allee. Bei der von Betriebsrat und Werksleitung einberufenen Betriebsversammlung ging es um die Zukunft des Standorts. Knapp eine halbe Stunde später wurde eine Kundgebung vor Tor 1 gegeben. Unterstützt wurden die Beschäftigten dabei von Augsburgs Zweiter Bürgermeisterin Eva Weber, dem Landtagsabgeordnete Harald Güller und der Bundestagsabgeordneten Ulrike Bahr.

Werks-Aus bisher nur eine „vorläufige Planungsentscheidung“

Bei der angekündigten Werksschließung handelt es sich laut Roberto Armellini, Zweite Bevollmächtigter IG Metall Augsburg, um eine „vorläufige Planungsentscheidung“. Dies stimmte ihn positiv, die Schließung noch zu verhindern. „Ich kann nicht versprechen, den Standort oder die Arbeitsplätze zu erhalten“, erklärte Weber derweil. Gleichzeitig versicherte sie, weitere Gespräche mit der Unternehmensführung zu führen, um diese vielleicht doch noch zu einem Umdenken zu bewegen. Sie würde die getroffene Entscheidung „nicht akzeptieren“. LEDVANCE gehöre zur DNS des Wirtschaftsstandorts. Aus ihrer Sicht gibt es zur Werksschließung Alternativen.

Die Mitarbeiter von LEDVANCE versammelten sich vor Tor 1 zu einer gemeinsamen Kundgebung. Unterstützt von Augsburgs Zweiter Bürgermeisterin Eva Weber, dem Landtagsabgeordnete Harald Güller und der Bundestagsabgeordneten Ulrike Bahr forderten sie den Erhalt des Werks.

Fotos: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

„Wir sind nicht angewiesen auf die traditionellen Produkte“

Der Betriebsratsvorsitzende Andreas Jakob erklärte, es fehle dem Standort keinesfalls an Innovationskraft. „Wir sind nicht angewiesen auf die traditionellen Produkte. Wir haben Alternativen, die wir umsetzten können“, betonte Jakob. Er zählte dazu moderne Sondermaschinen, ein Photovoltaik-Projekt und vielseitige Fertigungslinien auf. „Unser Ziel ist es, diese Produkte am Standort zu produzieren.“ Bisher sei dies von der Unternehmensführung abgelehnt worden.

Ilse Aigner informiert sich über LEDVANCE

Ein Besuch der Wirtschaftsministerin am Vormittag sollte an die Beschäftigten vor Ort ebenfalls ein positives Signal senden. Ilse Aigner informiert sich über den aktuellen Sachstand und warf einen Blick auf die angesprochenen innovativen Produkte. Schon auf dem 15. Forum Zukunft Schwaben bei der Handwerkskammer hatte sie ihren Besuch angekündigt und die Veranstaltung nach ihrer Rede in Richtung Berliner Allee verlassen.

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