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550 Jahre Hasen-Bräu: "Tradition trifft Moderne"
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HASEN-BRÄU Brauereibetriebsgesellschaft mbH

550 Jahre Hasen-Bräu: "Tradition trifft Moderne"

 Bei Hasen-Bräu erlebten die Besucher von Augsburg Open die Herstellung des „flüssigen Brots“ hautnah. Foto: B4B SCHWABEN

2014 feiert die Augsburger HASEN-BRÄU Brauereibetriebsgesellschaft mbH 550-jähriges Jubiläum. Was sich seit der Gründung getan hat und welche Highlights die Brauerei zum Jubiläum in petto hat, erklärt Max Lenz, Marketingverantwortlicher von HASEN-BRÄU im Interview mit B4B SCHWABEN.

von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

B4B SCHWABEN: Dieses Jahr ist es so weit: 550 Jahre Hasen-Bräu. Herr Lenz, können Sie die Geschichte der Augsburger Brauerei in drei Sätzen erzählen?

Max Lenz: Die anno 1464 gegründete Hasen-Bräu geht auf eine Hausbrauerei zurück – die Schänke „Zu den drey Glass“. Den Namen verdankt sie ihrem Hau-Preu Martin Eberle. Seiner Leidenschaft für die Hasen-Biere fühlen wir uns auch im Jahr unseres 550-jährigen Jubiläums verpflichtet.

B4B SCHWABEN: Matthias Rösch übernahm im Jahre 1815 die Brauerei und führte sie zu großer Bekanntheit. Würde er heute in der Brauerei stehen, was würde er wohl sagen?

Max Lenz: Er wäre sicherlich erstaunt über die vielen Veränderungen des alltäglichen Lebens, aber dann wohl sehr stolz, dass allen Neuerungen zum Trotz etwas so Traditionsreiches wie die Augsburger Hasen-Bräu ihren Weg in die Zukunft gefunden hat.

B4B SCHWABEN: In der Kälberhalle ist die Brauerei erst seit 2011 angesiedelt. Der Neubau kostete einen niedrigen zweistelligen Millionen-Betrag. Wie viele Liter Bier müssen verkauft werden, um diese Investition wieder reinzuholen?

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Max Lenz: Ja, das ist viel Geld für einen Neubau in einem hart umkämpften Markt. Aber ein Brauereineubau ist immer ein Projekt, welches auf mehrere Generationen angelegt ist. Deshalb sind wir uns sicher, dass das Geld gut angelegt ist. Uns ging es weniger um die Frage, wann die Investition wider erwirtschaftet ist, als mehr um den Erhalt unserer Augsburger Brauerei. Wir denken schließlich langfristig.

B4B SCHWABEN: früher war Hasen-Bräu eigenständig und kaufte andere Brauereien auf. Heute gehört Hasen-Bräu zur Oetker-Gruppe. Ist das ein Nachteil für die Brauerei?

Max Lenz: Im Gegenteil: Wir sind stolz, Teil eines Familienunternehmens zu sein, zumal die Brauereien der Oetker-Gruppe grundsätzlich eigenständig sind.

B4B SCHWABEN: Das Augsburger „Haus-Preu“ wurde schon gebraut, bevor Christoph Columbus Amerika entdeckte. Was hat sich seither an der Braukunst verändert? Was hat sich generell bei Hasen-Bräu verändert?

Max Lenz: Bierbrauen ist – damals wie heute – ein Handwerk. Unsere Braumeister werden zwar durch moderne Technik unterstützt, doch keine Zutat kommt in unsere Braukessel, die sie nicht eigenhändig geprüft haben. Neben ihren Händen brauchen sie daher noch viel häufiger ihre Nase und ihre Augen, um die Hasen-Biere zu brauen, die es heute vom Fass und auch in der Flasche gibt.

B4B SCHWABEN: „Einfach, ehrlich echt“ – sagt sich das nur so leicht oder ist es tatsächlich so einfach, geschmackvolles Bier herzustellen? Was steckt hinter diesem Satz?

Max Lenz: Diese drei Worte sollen keinesfalls ausdrücken, dass die „Braukunst“ ein Leichtes wäre. Vielmehr bedeuten sie, dass wir uns der Tradition unserer bodenständigen Biere verschrieben haben, die wir nach dem bayerischen Reinheitsgebot, mit Hingabe und Blick auf das Wesentliche brauen. Wie einst brauen wir die Hasen-Biere auch heute nach der Haus-Preu Tradition. Das heißt nach alt überlieferten Rezepturen, in handwerklicher Manier und mit viel Zeit und Sorgfalt. Zum Brauen verwenden wir ausschließlich ausgewählte und streng kontrollierte Rohstoffe: Kristallklares, weiches Wasser, Malz aus Sommergerste, Hefe aus eigener Reinzucht und Aromahopfen aus der Hallertau.

B4B SCHWABEN: Auch der ursprüngliche „Haus-Preu“ von 1464 war Brauerei und Schankwirtschaft zugleich. Auch heute verbinden sich Gastronomie und Brauerei in der Kälberhalle. Welches Schmankerl empfehlen Sie den Gästen in der Kälberhalle?

Max Lenz: Der Augsburger Tradition des Haus-Preus fühlen wir uns auch nach 550 Jahren verpflichtet. Unsere Heimat ist wie einst Braustätte und Gastwirtschaft in Einem. Die Brauhausküche bietet die gesamte Vielfalt der bayerisch-schwäbischen Küche an. Mir fällt es schwer, nur ein Schmankerl zu empfehlen. Ein Klassiker ist das Treberschnitzel, das in eine Panade aus Malztreber aus unserem Brauprozess gehüllt ist.

B4B SCHWABEN: In diesem Jahr gab es bereits zahlreiche Jubiläums-Aktionen. Was können Besucher, Biergenießer und Fans als Nächstes erwarten?

Max Lenz: Zuletzt haben wir „Wahre Vereinshelden“, die Tag für Tag das Ehrenamt leben und stärken, auf den Herbstplärrer eingeladen. Zu unserem Jubiläum haben wir zudem am 12. September in Kooperation mit hitradio rt1 das Oktoberfest in der Kälberhalle veranstaltet. Ab jetzt gibt es in der teilnehmenden Hasen-Gastronomie den Jubiläumskrug in einer Sonderedition für Hasen-Freunde in einer streng limitierten Auflage, solange der Vorrat reicht.

B4B SCHWABEN: 550 Jahre hat die Brauerei hinter sich: Was wird in den nächsten vielen Jahren bis zur Jahrtausendwende passieren?

Max Lenz: Eine Prognose für die Jahrtausendwende zu geben, wäre sicherlich sehr gewagt, wie ein Blick zurück zeigt. Was seit 1464 bis heute geschah, war für die Menschen damals auch sicherlich jenseits jeglicher Vorstellungskraft. Daher kann ich nur für das sprechen, was in der Verantwortung der Mitarbeiter liegt: Menschen von den Hasen-Bieren zu überzeugen, unsere Traditionsbrauerei in eine gute Zukunft zu führen und somit gut aufgestellt an die nächste Generation zu übergeben. Diesen Aufgaben widmen wir uns Tag für Tag.

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