B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

 / 
B4B Nachrichten  / 
Interview: Hinterhof Bräu zum Logo-Streit mit Münchener Hofbräuhaus
Anzeige

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform
Hinterhof Bräu Aichach

Interview: Hinterhof Bräu zum Logo-Streit mit Münchener Hofbräuhaus

 Symbolbild. Foto: pixplosion  / pixelio.de

Die Aichacher Brauerei Hinterhof Bräu geriet jüngst mit dem Münchner Hofbräuhaus bezüglich des Flaschen-Etiketts in Konflikt. Nun konnte der Streit außergerichtlich beigelegt werden. Warum es für kleine und mittlere Brauereien auch wegen des Reinheitsgebots schwierig ist, zu bestehen, verriet Geschäftsführer und Braumeister Norbert Zandtner.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Sie haben Hinterhof Bräu Aichach 2011 gegründet. Wie kamen Sie auf die Idee, sich mit einer Brauerei selbstständig zu machen?

Norbert Zandtner: Es kamen mehrere Sachen zusammen. Eigentlich hatte ich geplant, ins Ausland zu gehen. Dann habe ich jedoch meine Lebenspartnerin kennengelernt, die Aufgrund ihres Beamtenstatus nicht mit kommen konnte. 2011 wurde ich außerdem Vater. Da in großen Brauereien zudem kaum noch Leute gebraucht werden und kleine und mittlere Brauereien sehr oft pleitegehen, blieb mir nur noch die Selbstständigkeit.

Ist es schwer, sich gerade in Bayern mit einer neuen Brauerei zu etablieren?

Teils teils: Das Standardbier kann man sehr gut verkaufen. Bei besonderen Bieren gestaltet sich der Markt schon schwieriger. Wobei die Menschen in der Großstadt experimentierfreudiger sind, und gerne mal etwas Neues probieren. Auf dem Land sind die Leute etwas „eingefahren“. Daher biete ich monatlich wechselnde Specials in meiner Kneipe an, wie zum Beispiel ein Roggenbier mit Rauchweizen. Den einen gefällt das, andere bleiben beim Altbekannten.

Vertreiben Sie Ihre Produkte auch über das Internet oder externe Händler?

Auf das Internet verzichte ich vollkommen. Naturtrübe Biere wie meine sind nämlich nicht sehr lagerfähig, was den Versand schwierig gestaltet. Auch bei Händlern gibt es das Problem, dass die aller Wenigsten das Bier bei null bis ein Grad lagern können. Steht es zulange im Warmen, kippt es und dabei haftet dann immer der Brauer. Einen Getränkemarkt in Aichach gibt es, den ich hin und wieder beliefere. Ansonsten vertreibe ich das Bier in meinem Lokal.

Erst kürzlich standen Sie mit dem Münchner Hofbräuhaus in Konflikt. Wie kam es dazu?

Das erste Mal hatte ich schon vor ein paar Jahren mit dem Hofbräuhaus zu tun. Damals hat mich die Brauerei wegen meines alten Logos angeschrieben. Mein Grafiker hatte das Etikett oval statt rund gezogen, was das Hofbräuhaus als zu ähnlich empfand. Das Problem hatte sich damals aber mit einigen Vereinbarungen schnell und unkompliziert lösen lassen.

Das Hofbräuhaus hat nun jedoch eine neue Justiziarin, die nichts von meiner Absprache wusste und diese auch nicht anerkannte. Mein neues Logo war für sie ebenfalls noch zu ähnlich. Es hat sich dann hochgeschaukelt, bis zur Klage.

Vor Gericht soll der Streit nun aber doch nicht gehen. Wie haben Sie sich geeinigt?

Momentan ist noch nichts unterschrieben und die Klage noch nicht zurückgezogen. Dieser Umstand ist jedoch eher den Ferienmonaten geschuldet. Mein Anwalt prüft das Ganze auch noch. Geeinigt haben wir uns aber.

Anzeige

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform

Bayern feiert heuer 500 Jahre Reinheitsgebot. Wie stehen Sie dazu?

Das ist schön und gut, für mich ist das jedoch Unfug. Das Reinheitsgebot in der Form wie wir es jetzt haben, ist für mich mehr ein Mediengag und eine Werbemaßnahme. Dort steht beispielsweise Gerste, Wasser und Hopfen als Zutaten. Die Hefe ist nicht erwähnt, jedoch für das Brauen elementar wichtig. Zudem ist dort nur vermerkt was rein darf, aber nicht was wieder rausgenommen werden darf. Wenn die Hefe wieder entfernt wird, wird das Bier beispielsweise stabiler bei der Lagerung. Die jetzt verwendeten Filterstoffe sind künstlich. Daher bin ich eher für ein Natürlichkeitsgebot. So wird das Reinheitsgebot von den meisten Kunden auch eigentlich aufgefasst. Dadurch würden rein natürliche Rohstoffe gewährleistet werden.

Natürlichkeitsgebot – Können Sie ein Beispiel nennen?

Nehmen wir an, plötzlich würde Erdbeerweizen zum Sommergetränk schlechthin werden. Dann würde eine große Brauerei wohl kaum LKW-Ladungen voller Erdbeeren anliefern lassen sondern auf Geschmacksverstärker zurückgreifen. Hier hätten dann kleine Brauereien einen Vorteil, denn diese könnten viel eher natürliche Produkte verwenden.

Artikel zum gleichen Thema