Impulsvortrag bei der FORUM MEDIA GROUP

FCA-Cheftrainer Manuel Baum über Höchstleistungen in Spitzenteams

Ronald Herkert, Manuel Baum, Norbert Bietsch. Foto: Lisa Zöls/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Wie man Teams zu Spitzenleistungen führt“ – das weiß Manuel Baum, Cheftrainer des FC Augsburg. Und warum es manchmal wichtig ist, aus einem Elefanten wieder eine Mücke zu machen, ebenfalls. Die FORUM MEDIA GROUP lud zu seinem Impulsvortrag ihre Führungskräfte und Geschäftspartner nach Merching ein.

Manuel Baum, seit Dezember 2016 Cheftrainer des FC Augsburgs, „plauderte“ bei der FORUM MEDIA GROUP aus dem Nähkästchen des Profisports: In seinem Vortrag erklärte er, wie man Teams leitet, nachhaltig motiviert und zu Erfolgen führt. „Wir beim FC Augsburg verfolgen eine etwas andere Art der Teamführung, als es bei anderen Vereinen manchmal der Fall ist“, erklärte Baum. „Uns kommt es nicht nur auf den Trainer selbst an, sondern auch auf die Werte und die Identität des Vereins.“ Denn Einfluss auf die Leistung eines Teams habe eben nicht nur der Trainer als Person, sondern auch der Verein als System. Deshalb sei es ganz wichtig, dass ein Spieler ins Team und zum Verein selbst passe und sich damit identifizieren könne.

Individuelle Kommunikation

Um das zu schaffen, stünde eines sehr im Fokus: der einzelne Mensch. „Als Trainer darf ich nicht voraussetzen, dass alles, was ich mir in der Theorie zurecht lege, in der Praxis auch von anderen umgesetzt werden kann – geschweige denn soll“, betonte der FCA-Cheftrainer. Außerdem spiele die Persönlichkeit der Spieler eine wichtige Rolle. „In unserem Team sind viele verschiedene Nationen vertreten. Da lernt man einiges über die Kommunikation in anderen Ländern. Manche können zum Beispiel nicht damit umgehen, wenn man sie offen vor allen anderen kritisiert. Dann nehme ich mir die betreffende Person zum Gespräch eben in einer ruhigeren Situation zur Seite und erkläre ihr, wo ich Verbesserungs-Potenzial sehe“, erklärte Baum.

Ein Ziel, viele Etappen

Außerdem lege er sehr viel Wert drauf, dass ein gemeinsames Ziel erarbeitet wird. Dieses wird wiederum in mehrere Etappen aufgeteilt. So erfährt jeder Beteiligte immer, wo das Team gerade steht, welche Teilziele bereits erreicht wurden und was der ganz persönliche Beitrag dazu war. „Das zeigt, dass wir offen miteinander umgehen und motiviert nachhaltig. Nur jemand, der genau weiß, worauf er hinarbeitet und dass seine Meinung eine Relevanz für das Team darstellt, bleibt auch am Ball.“ Selbst Rückschläge haben ab und zu einen positiven Nebeneffekt. Sie motivieren laut Baum noch zusätzlich: „Das Schlimmste für mich persönlich ist Stillstand. Ich möchte das Team und natürlich den ganzen Verein weiterbringen.“

Stressbewältigung

Auf die Frage, wie man mit dem vielen emotionalen Stress umgehe, den man als Trainer erlebt, ohne in aller Öffentlichkeit einmal Dampf abzulassen, reagierte Manuel Baum gelassen: „Natürlich staut sich da manchmal viel an, aber da braucht man eben einen guten Ausgleich. Für mich ist das meine Familie und mein Freundes- und Bekanntenkreis. Da kann ich sehr gut abschalten.“ Ab und an sei es auch ganz einfach hilfreich, Krisensituationen auf sich beruhen zu lassen. Oder wie Manuel Baum dazu schmunzelnd sagt: „Manchmal muss man eben auch mal aus dem Elefanten eine Mücke machen.“

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Stressbewältigung

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