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Deutscher Gewerkschaftsbund Ausbildungsstart
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Deutscher Gewerkschaftsbund

Deutscher Gewerkschaftsbund Ausbildungsstart

Für die ersten Jugendlichen hat es schon am 1. August angefangen, für den Großteil beginnt es in wenigen Wochen: das neue Ausbildungsjahr. Die häufigsten Fragen, die mit dem Ausbildungsstart verbunden sind, hat Dr. Azubi in einem Katalog zusammengefasst.

Dr. Azubi, der kostenlose Online-Beratungsservice der DGB-Jugend, gibt unter www.dr-azubi.de Antworten. „Gleich von Anfang an seine Rechte und Pflichten zu kennen – dabei wollen wir Jugendliche unterstützen“, sagt René Rudolf, DGB-Bundesjugend-Sekretär. „Ratsuchende können sich anonym und barrierefrei an Dr. Azubi wenden und erhalten innerhalb von 24 Stunden eine kompetente Antwort.“ Dieses Angebot haben im vergangenen Jahr über 5.000 Jugendliche genutzt.

Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Was gilt es beim Abschluss des Ausbildungsvertrages zu beachten?

Der Ausbildungsvertrag muss noch vor Beginn der Ausbildung schriftlich geschlossen werden. Er wird vom Azubi und vom Ausbilder/in unterschrieben. Ist der Azubi nicht volljährig muss er zusätzlich von den gesetzlichen Vertretern, in der Regel den Eltern, unterschrieben werden. Im Ausbildungs-Vertrag sind wichtige Punkte wie z.B. die sachliche und zeitliche Gliederung der Berufs-Ausbildung, der Ausbildungsort und die Ausbildungs-Maßnahmen außerhalb der Ausbildungs-Stätte geregelt. Auch die Arbeitszeiten, die Probezeit und die Höhe der Ausbildungs-Vergütung werden in dem Vertrag festgehalten.

Tipp: Den Vertrag vor der Unterzeichnung gut durchlesen und bei Unklarheiten sofort nachfragen. Es lohnt sich, den Vertrag von der Gewerkschaft prüfen zu lassen.

Was bedeutet die Probezeit?

Die Probezeit dauert ein bis maximal vier Monate und dient zum gegenseitigen Kennenlernen. Während dieser Zeit können sowohl Azubi als auch Betrieb von heute auf morgen und ohne Begründung das Ausbildungs-Verhältnis beenden. Die Kündigung muss aber schriftlich erfolgen.

Können Azubis den Ausbildungsplatz wechseln?

Auszubildende können kündigen oder einen Aufhebungs-Vertrag mit dem Betrieb vereinbaren und ihre Ausbildung in einem anderen Betrieb fortsetzen. Wenn der Betrieb mit ihrem Weggang nicht einverstanden ist, brauchen Azubis aber einen gravierenden Grund für eine fristlose Kündigung.

Tipp: Azubis sollten erst kündigen, wenn sie einen neuen Betrieb gefunden haben, der sie übernimmt.

Müssen Azubis Überstunden machen?

Überstunden sind in der Ausbildung eigentlich nicht vorgesehen, da Azubis im Betrieb ist, um einen Beruf zu erlernen. Dazu reicht die vertraglich festgelegte Ausbildungszeit aus. Wenn Überstunden geleistet werden, müssen die Regeln des Jugendarbeitsschutz-Gesetzes und des Arbeitszeit-Gesetzes eingehalten werden. Alle Überstunden müssen dem Azubi mit entsprechendem Überstunden-Zuschlag bezahlt oder in Freizeit ausgeglichen werden.

Wann dürfen Azubis in Urlaub gehen?

Wie viel Urlaub Azubis pro Jahr zusteht, kann man im Ausbildungs-Vertrag nachlesen. Azubis dürfen ihren Jahresurlaub im laufenden Kalenderjahr nehmen, mindestens zwei Wochen des Urlaubs müssen am Stück gewährt werden.

Tipp: Der Azubi sollte frühzeitig einen schriftlichen Urlaubsantrag stellen, der Ausbilder muss dann innerhalb eines Monats darauf reagieren.

Wie viel Ausbildungs-Vergütung steht Azubis zu?

Die Ausbildungs-Vergütung ist für viele Azubis in Tarifverträgen festgelegt. Aber auch wenn kein Tarifvertrag gilt, muss die Vergütung angemessen sein. Azubis in einer normalen dualen Ausbildung haben deshalb auf jeden Fall Anspruch auf mindestens 80 Prozent – Azubis in einer überbetrieblichen Ausbildung auf 55 Prozent – der üblichen tariflichen Vergütung.

Wie reagiert man bei einer Abmahnung?

Mit einer Abmahnung gibt der Ausbilder dem Azubi zu verstehen, dass er mit der Leistung oder dem Verhalten nicht zufrieden ist. Eine Faustregel besagt, dass der Kündigung eines Azubis mindestens zwei Abmahnungen vorausgehen müssen.

Tipp: Die Abmahnungen genau prüfen und bei einer unberechtigten Abmahnung eine Gegen-Darstellung verfassen. Außerdem den Betriebsrat oder die Gewerkschaft einschalten.

Welche finanziellen Hilfen gibt es?

Auszubildende können bei der Arbeitsagentur Berufsausbildungsbeihilfe beantragen, wenn das Geld nicht reicht. Eltern von Azubis unter 25 Jahren erhalten außerdem weiterhin Kindergeld, solange ihr Kind eine Ausbildung absolviert. Wenn der Azubi nicht mehr zu Hause wohnt und den Eltern keine Kosten durch ihn entstehen, müssen die Eltern dem Azubi das Kindergeld auszahlen.

www.dgb-jugend.de.

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