Neues Konzept

Bewirtung „Max-Kreitmayr-Halle“: Friedberg ziehen Konsequenzen

Blick aufs Stadtbad Friedberg. Foto: Archiv/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Die Stadtwerke Friedberg einigten sich mit der Pächterin der Gaststätte im Stadtbad und deren Unterpächter. Nach den Problemen bei der Bewirtung am Ball der Margerite war der Aufschrei nach neuen Lösungen groß.

Bisher waren Veranstalter an den Pächter der Gaststätte gebunden was die Bewirtung der Gäste betrifft. Beim diesjährigen Ball der Margerite des BRK-Kreisverbandes ging jedoch einiges schief. Bürgermeister Roland Eichmann betonte, dass Klagen über Probleme bei der Bewirtung schon seit vielen Jahren und unabhängig von den jeweiligen Pächtern immer wieder zu hören seien. Daher müsse jetzt ein neuer Weg ausprobiert werden.

Eine entsprechende Vereinbarung trafen nun die Stadtwerke Friedberg mit der Pächterin der Gaststätte im Stadtbad und deren Unterpächter. Auf Einladung von Eichmann wurden bei einem Gespräch die Probleme aufgearbeitet und daraus Konsequenzen gezogen. Der Bürgermeister zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden: „Zukünftig haben Veranstalter eine Wahlfreiheit in unserer Halle, ob sie die Bewirtung selber übernehmen wollen oder vergeben.“

Wirt verzichtet freiwillig auf Bewirtungs-Recht

Edris Zazai bedauerte als Pächter des Angus-Clubs, die aufgetretenen Schwierigkeiten. Grund war eine Auseinandersetzung innerhalb des Personals, worauf ein Großteil der Bedienungen verschwand. Er wies aber auch darauf hin, dass die Ausstattung der Halle für ein erfolgreiches Catering – insbesondere bei Externen – sowohl technisch wie räumlich nicht sonderlich geeignet sei. Zusätzlich habe er zwar das Recht auf Bedienung, aber auch die Pflicht und trage dabei das gesamte Risiko alleine. Üblicherweise würde ein Veranstalter das Catering beauftragen und bezahlen. Das Angebot sei damit verlässlich zu kalkulieren, was aber bei Veranstaltungen wie dem Ball der Margerite nach Aussage Zazais nicht möglich sei. Für ihn sei entscheidend der gute Ruf des „Angus Clubs“, den er nicht in Zweifel gezogen sehen wolle, durch Probleme beim Hallen-Catering. Daher erklärte er sich bereit, freiwillig auf das Recht zur Bewirtung zu verzichten.

Kühbach Getränke bis mindestens 2021

Umberto Freiherr von Beck-Peccoz zeigte sich als Vertreter der Brauerei Kühbach offen für eine Neugestaltung der Bewirtungsregeln. Er wies aber auf das Recht der Brauerei hin, dass ausschließlich ihre Getränke ausgeschenkt werden dürfen. Holger Grünaug als Leiter der Stadtwerke kennt die kontroverse Diskussion seit der Übernahme der Verantwortung für die Gaststätte durch die Stadtwerke vor bald 20 Jahren. Er bestätigte die ungünstigen Rahmenbedingungen für ein professionelles Catering in der Halle. Zwar habe der Werkausschuss immer wieder die Verpachtung unter ausdrücklicher Kenntnisgabe der Vergabebedingungen beschlossen, ein einvernehmliches Abweichen auf Zeit würde er aber mittragen.

In Anbetracht des noch bis 2021 laufenden Pachtvertragsverhältnisses mit der Brauerei Kühbach vereinbarten die Beteiligten, dass zukünftig Veranstalter das Catering selbst auf eigene Verantwortung übernehmen können, wenn sie dies wünschen. Wenn externe Caterer beauftragt werden sollen, ist eine Angebotsabfrage bei den Pächtern des Angus Club verpflichtend. Auf Basis der damit gemachten Erfahrungen kann dann der neue Pachtvertrag ab 2021 in seinen Regelungen angepasst werden.

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Wirt verzichtet freiwillig auf Bewirtungs-Recht

Edris Zazai bedauerte als Pächter des Angus-Clubs, die aufgetretenen Schwierigkeiten. Grund war eine Auseinandersetzung innerhalb des Personals, worauf ein Großteil der Bedienungen verschwand. Er wies aber auch darauf hin, dass die Ausstattung der Halle für ein erfolgreiches Catering – insbesondere bei Externen – sowohl technisch wie räumlich nicht sonderlich geeignet sei. Zusätzlich habe er zwar das Recht auf Bedienung, aber auch die Pflicht und trage dabei das gesamte Risiko alleine. Üblicherweise würde ein Veranstalter das Catering beauftragen und bezahlen. Das Angebot sei damit verlässlich zu kalkulieren, was aber bei Veranstaltungen wie dem Ball der Margerite nach Aussage Zazais nicht möglich sei. Für ihn sei entscheidend der gute Ruf des „Angus Clubs“, den er nicht in Zweifel gezogen sehen wolle, durch Probleme beim Hallen-Catering. Daher erklärte er sich bereit, freiwillig auf das Recht zur Bewirtung zu verzichten.

Kühbach Getränke bis mindestens 2021

Umberto Freiherr von Beck-Peccoz zeigte sich als Vertreter der Brauerei Kühbach offen für eine Neugestaltung der Bewirtungsregeln. Er wies aber auf das Recht der Brauerei hin, dass ausschließlich ihre Getränke ausgeschenkt werden dürfen. Holger Grünaug als Leiter der Stadtwerke kennt die kontroverse Diskussion seit der Übernahme der Verantwortung für die Gaststätte durch die Stadtwerke vor bald 20 Jahren. Er bestätigte die ungünstigen Rahmenbedingungen für ein professionelles Catering in der Halle. Zwar habe der Werkausschuss immer wieder die Verpachtung unter ausdrücklicher Kenntnisgabe der Vergabebedingungen beschlossen, ein einvernehmliches Abweichen auf Zeit würde er aber mittragen.

In Anbetracht des noch bis 2021 laufenden Pachtvertragsverhältnisses mit der Brauerei Kühbach vereinbarten die Beteiligten, dass zukünftig Veranstalter das Catering selbst auf eigene Verantwortung übernehmen können, wenn sie dies wünschen. Wenn externe Caterer beauftragt werden sollen, ist eine Angebotsabfrage bei den Pächtern des Angus Club verpflichtend. Auf Basis der damit gemachten Erfahrungen kann dann der neue Pachtvertrag ab 2021 in seinen Regelungen angepasst werden.

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