Über 8.000 Ausbildungsverträge

IHK Schwaben: IT-Berufe werden bei Azubis immer beliebter

Die IHK Schwaben in Augsburg. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben wurden bis heute rund 8.029 Ausbildungsverhältnisse eingetragen. Besonders freut die Kammer die hohe Zahl an Hochschulzugangs-Berechtigten, die sich zu einer Ausbildung entschlossen haben.

Insgesamt sind es 1,4 Prozent mehr abgeschlossene Verträge als noch beim Ausbildungsstart 2016. Mit einem Plus von rund 18 Prozent ist gerade in den IT-Berufen, insbesondere beim Ausbildungsberuf Fachinformatiker und IT-Systemkaufmann, ein deutlicher Zuwachs zu verzeichnen. Jeder fünfte Auszubildende in IHK-Berufen hat zudem eine Hochschulzugangs-Berichtigung – so viele wie nie zu vor.

IHK ist überzeugt: „Lehre macht Karriere“ zeigt Wirkung

„Damit zahlt sich unser zentrales IHK-Legislaturprojekt ,Lehre macht Karriere‘ vor dem Hintergrund des hohen Fachkräftebedarfs unserer Wirtschaft aus. Entscheidend für den Erfolg unseres fünf Jahres Projekts ist unser exzellentes Netzwerk von Ausbildungsbetrieben, Schulen und Politik zur Stärkung der dualen Ausbildung“, betont Christian Dierig, stellvertretender Präsident der IHK Schwaben, zuständig für Bildung.

Dennoch konnten nicht alle Betriebe, insbesondere bei Berufen wie Koch, Fachlagerist oder Fachkraft für Lebensmitteltechnik ihre Stellen besetzen. „Bei diesen Berufszweigen fehlen Bewerber oftmals gänzlich. Insofern haben auch schwächere Bewerber noch gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz, sollten sich bei der Berufswahl aber flexibel zeigen“, betont Oliver Heckemann, Leiter Geschäftsbereich Berufliche Bildung der IHK Schwaben. Laut IHK-Lehrstellenbörse gibt es derzeit rund 350 offene Lehrstellen – ein Drittel davon im Wirtschaftsraum Augsburg.

Entwicklung der Ausbildungszahlen in den Landkreisen:

Aichach-Friedberg: Im Vergleich zum Vorjahr wurden 4,3 Prozent weniger Ausbildungsverträge eingetragen. Dies ist insbesondere auf das Minus in Höhe von 5,9 Prozent bei den kaufmännischen Berufen zurückzuführen. Auch bei den technischen Berufen ist leider ein Rückgang zu verzeichnen (0,9 Prozent).

Augsburg-Land: Hier ist ein erneutes Wachstum zu verzeichnen. Nach aktuellem Stand wurden 5,3 Prozent mehr Ausbildungsverträge geschlossen. Der Zuwachs ist sowohl auf die technischen (13,5 Prozent) als auch auf die kaufmännischen (1,3 Prozent) Berufe zurückzuführen.

Augsburg-Stadt: Im Vergleich zum Vorjahr ist ein leichter Rückgang von 1,0 Prozent von Ausbildungsverträgen zu verzeichnen. Grund hierfür ist ein Minus von 6,6 Prozent in technischen Berufen. In der starken Logistikbranche konnte jeder siebte Ausbildungsplatz nicht besetzt werden. Grund ist der Mangel an geeigneten Bewerbern.

Nordschwaben: Im Vergleich zu 2016 wurden im Landkreis Dillingen 9,4 Prozent und im Landkreis Donauwörth 1,6 Prozent weniger Ausbildungsverträge geschlossen. Insbesondere im Bereich Hotel- und Gaststätten sowie IT konnten viele Ausbildungsplätze in Nordschwaben nicht besetzt werden. Es fehlt schlichtweg an jungen Menschen.

Westschwaben: Verglichen mit dem letzten Jahr wurden im Landkreis Günzburg 0,2 Prozent mehr und im Landkreis Neu-Ulm 3,1 Prozent weniger Ausbildungsverträge geschlossen. Besonders markant ist das aktuelle Plus bei den technischen Ausbildungsberufen 4,4 Prozent im Landkreis Günzburg und 2,8 Prozent im Landkreis Neu-Ulm.

Allgäu: Im Landkreis Unterallgäu wurden aktuell 0,8 Prozent und im Ostallgäu 0,1 Prozent weniger Ausbildungsverträge geschlossen als 2016. Im Oberallgäu waren es 6,5 Prozent mehr. Auffällig dabei ist, dass in allen Landkreisen mehr technische Ausbildungsverträge zustande kamen. Insbesondere das Oberallgäu kann ein Plus von 18 Prozent in technischen Berufen verzeichnen.

Lindau: Im Vergleich zum Vorjahr wurden im Landkreis Lindau 6,8 Prozent mehr Ausbildungsverträge geschlossen. Der Handel und die technischen Berufen stachen dabei hervor. 

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