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Neue Hightech-Lackieranlage von Fendt setzt Maßstäbe in der Traktorenproduktion

Neue Hightech-Lackieranlage von Fendt setzt Maßstäbe in der Traktorenproduktion

Die neue Hightech-Lackieranlage von Fendt vereint modernste Technik mit Nachhaltigkeit. Foto: AGCO Fendt
Die neue Hightech-Lackieranlage von Fendt vereint modernste Technik mit Nachhaltigkeit. Foto: AGCO Fendt

Auf 2.100 Quadratmetern hat Fendt im Sommer 2025 eine vollautomatische Lackieranlage in Betrieb genommen. Trotz herausfordernder Platzverhältnisse im Untergeschoss entstand eine durchdachte technische Lösung, die dank Robotik und intelligenter Energiekreisläufe neue Standards in Sachen Nachhaltigkeit setzt.

Wer einen Blick hinter die Kulissen der Traktorenproduktion bei Fendt in Marktoberdorf wirft, erkennt schnell: Hier trifft landwirtschaftliche Tradition auf fortschrittliche Fertigung. Um die eigene industrielle Wertschöpfung zukunftsorientiert zu stärken, hat der Landmaschinenhersteller ein anspruchsvolles Projekt abgeschlossen. Seit Sommer 2025 ist die neue Komponenten-Lackieranlage im Serienbetrieb integriert.

Das Ziel: langlebige Komponenten zu liefern, die selbst anspruchsvollsten Einsatzbedingungen auf dem Feld zuverlässig standhalten. Dabei trifft der gewohnt hohe Fendt Qualitätsanspruch auf eine möglichst ressourcenschonende Umsetzung.

„Eigentlich unmöglich“? Herausforderung angenommen!

Der Bau der neuen Anlage auf einer Fläche von 2.100 Quadratmetern war alles andere als ein Standardprojekt. „Eigentlich unmöglich“; diese Einschätzung bekamen die Planer aufgrund der Lage im Untergeschoss regelmäßig zu hören. Doch das Fendt Team nahm die Herausforderung an. Hindernisse wie niedrige Deckenhöhen und unverrückbare Stützpfeiler wurden durch lösungsorientiertes Denken und mithilfe von digitalen Simulationen, 3D-Scans und Visualisierungen geschickt in die Planung integriert. Gemeinsam mit starken Partnern, darunter die AFOTEK Anlagen für Oberflächentechnik GmbH, entstand so eine passgenaue Lösung nach dem neuesten Stand der Technik.

Nach 36 Monaten harter Arbeit, 61 Kilometern verlegter Kabel und dem Einsatz von 73 Projektmitgliedern durchliefen schließlich die ersten Bauteile das neue System.

Grüne Farbe, grüne Technologie

Heute werden in der Anlage Bauteile mit einem Gewicht von bis zu 500 Kilogramm aus über 20 verschiedenen Produktfamilien lackiert. Um ein rundum hochwertiges Finish im vollautomatisierten Lackierprozess zu sichern, durchlaufen die Komponenten zunächst eine sechsstufige Vorbehandlung. Diese umfasst das Entgasen, Reinigen und Passivieren, gefolgt von einer automatisierten Abblaszone und einem Haftwassertrockner. Neben dieser technischen Präzision stand vor allem das Thema Nachhaltigkeit im Zentrum des Projekts. Fendt zeigt mit der neuen Lackieranlage, dass sich industrielle Fertigung und Umweltschutz sehr gut vereinen lassen. Die Energieversorgung wird durch den Einsatz von Fernwärme, einer modernen Wärmepumpe sowie Systemen zur Wärmerückgewinnung effizient gestaltet. Zudem verfügt die Anlage über einen geschlossenen Wasserkreislauf. So konnte der Einsatz von Lacken und Chemikalien spürbar reduziert werden – ein klarer Gewinn für Umwelt und Wirtschaftlichkeit des Werks zugleich.

Starke Führung für ein starkes Projekt

Hinter solchen technologischen Projekten stehen immer erfahrene Expertinnen und Experten, die sie fachlich kompetent antreiben. In diesem Fall leitete Dorothea Allgaier das Großprojekt für Fendt. Sie bringt bereits über 20 Jahre Erfahrung in verschiedensten Positionen der Fertigung beim Landmaschinenspezialisten mit und steuerte das komplexe Vorhaben zielsicher zur Fertigstellung. Für Allgaier markiert der erfolgreiche Abschluss des Lackieranlagen-Projekts gleichzeitig den Start in ein neues Kapitel: Seit dem 1. März bringt sie ihre langjährige Expertise in ihrer neuen Rolle als APS Manager in der Traktorenfertigung ein. Ein passender Meilenstein für eine erfolgreiche Laufbahn in der Industrie.

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