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Welche Skills müssen Mitarbeitende heute für erfolgreiche KI-Projekte mitbringen?
Andreas Kleber, Netz16 GmbH

Welche Skills müssen Mitarbeitende heute für erfolgreiche KI-Projekte mitbringen?

Andreas Kleber ist Sales Manager im Business Solution Center Modern Infrastructure bei der Netz16 GmbH. Foto: Netz16 GmbH
Andreas Kleber ist Sales Manager im Business Solution Center Modern Infrastructure bei der Netz16 GmbH. Foto: Netz16 GmbH

Der Fachkräftemangel setzt Unternehmen zunehmend unter Druck. Künstliche Intelligenz kann hier gezielt entlasten – nicht als Selbstzweck, sondern als strategisches Werkzeug: zur Automatisierung von Routinetätigkeiten, zur Optimierung von Prozessen und zur besseren Nutzung vorhandener Ressourcen.

Künstliche Intelligenz ist längst kein reines Technologie- oder IT-Thema mehr. Erfolgreiche KI-Projekte entstehen dort, wo Strategie, Organisation, Prozesse, Daten und Technologie systematisch zusammengeführt werden. Entscheidend sind dabei nicht allein Algorithmen oder Plattformen, sondern die Kompetenzen der beteiligten Menschen. Auf Seiten der Kundenorganisation ebenso wie auf Seiten des Umsetzungspartners.

Klare Rollenverteilung: Kundenorganisation und Umsetzungspartner

Zu Beginn eines KI-Vorhabens ist eine klare Differenzierung der beteiligten Rollen erforderlich.

Seitens der Kundenorganisation:

  • Geschäftsführung
  • IT-Verantwortliche
  • Prozess- und Fachverantwortliche der jeweiligen Fachabteilungen

Seitens des Umsetzungspartners:

  • AI Solution Architects
  • Data Engineers
  • Plattform- und Integrationsspezialisten

Beide Seiten bringen unterschiedliche, sich ergänzende Kompetenzen ein. KI-Projekte scheitern häufig nicht an fehlender Technologie, sondern an unklaren Verantwortlichkeiten, fehlendem gemeinsamen Verständnis oder einer unzureichenden Verzahnung dieser Rollen.

Ganzheitliches und strategisches Verständnis als Grundvoraussetzung

Ein zentrales Skill-Set aller Beteiligten ist die Fähigkeit, KI-Projekte nicht als isolierte Use-Case-Umsetzung, sondern als strategische Initiative zu verstehen.

Künstliche Intelligenz benötigt ein tragfähiges Fundament:

  • Eine klare Zielsetzung
  • Ein abgestimmtes Plattform- und Architekturverständnis
  • Saubere Datenstrukturen
  • Definierte Governance- und Verantwortungsmodelle

Ohne dieses Fundament bleiben KI-Anwendungen Insellösungen ohne nachhaltigen Mehrwert.

Entwicklung einer gemeinsamen KI-Vision

Ein KI-Projekt sollte im Idealfall mit einer klaren Vision der Kundenorganisation beginnen.

Diese beantwortet unter anderem folgende Fragen:

  • Warum sollen KI-Lösungen eingesetzt werden?
  • Welchen konkreten Nutzen sollen sie für das Unternehmen stiften?
  • In welchen Geschäftsprozessen entfalten sie Wirkung?
  • Auf welcher Plattform- und Systemlandschaft sollen sie betrieben werden?

Die Erarbeitung dieser Vision ist keine Aufgabe einer einzelnen Abteilung.

Sie erfordert die enge Zusammenarbeit von Geschäftsführung, IT und Fachabteilungen:

  • Geschäftsführung definiert strategische Ziele, Prioritäten und Investitionsrahmen.
  • IT-Abteilung verantwortet Architektur, Sicherheit, Integration und Betrieb.
  • Fachabteilungen liefern das Prozesswissen, die fachlichen Anforderungen und bewerten den tatsächlichen Nutzen.

Nur wenn diese drei Perspektiven zusammengeführt werden, entsteht eine realistische, tragfähige KI-Vision.

Gemeinsame Lösungsfindung mit dem Umsetzungspartner

Sobald die Vision definiert ist, muss diese gemeinsam mit dem Umsetzungspartner weiterentwickelt werden.

Hier sind auf beiden Seiten spezifische Kompetenzen erforderlich:

  • Fähigkeit zur strukturierten Use-Case-Ideation
  • Verständnis für fachliche Prozesse und deren technische Abbildung
  • Einschätzung der technischen Umsetzbarkeit
  • Bereitschaft zur iterativen Lösungsentwicklung

Die Fachabteilungen spielen hierbei eine zentrale Rolle, da sie ihre Prozesse im Detail kennen. Der Dienstleister bringt methodische, technologische und architektonische Expertise ein.

Erfolgreiche KI-Projekte entstehen durch gemeinsame Lösungsfindung, nicht durch einseitige Vorgaben.

Bewertung und Qualität der Datenbasis

Ein häufig unterschätzter Erfolgsfaktor ist die Datenkompetenz der beteiligten Mitarbeitenden.

Relevante Skills sind unter anderem:

  • Verständnis für Datenquellen, Datenflüsse und Datenverantwortung
  • Fähigkeit, Datenqualität realistisch einzuschätzen
  • Bewusstsein für Datenschutz, Informationssicherheit und Compliance

Ohne technisch und fachlich geprüfte, qualitativ hochwertige Daten lassen sich keine belastbaren KI-Modelle entwickeln. Unabhängig von der eingesetzten Technologie.

Innovationsbereitschaft und intrinsische Motivation

KI-Projekte erfordern auf beiden Seiten eine ausgeprägte Innovationsbereitschaft.

Dazu gehören:

  • Echtes Interesse an der Technologie
  • Offenheit für neue Lösungsansätze
  • Bereitschaft zum Lernen und Experimentieren

KI-Systeme lassen sich nicht rein mechanisch einführen. Nur Mitarbeitende, die sich aktiv mit dem Thema auseinandersetzen und den Mehrwert verstehen wollen, tragen langfristig zum Erfolg bei.

Agiles Projekt- und Change-Management

Klassische, starre Projektmethoden stoßen bei KI-Vorhaben schnell an Grenzen.

Erforderlich sind Kompetenzen in:

  • Agilem Projektmanagement
  • Iterativer Entwicklung
  • Kontinuierlicher Validierung von Ergebnissen
  • Enger Abstimmung zwischen Fachbereich und Technik.

KI-Projekte sind lernende Systeme. Sowohl technisch als auch organisatorisch.

Fazit

Erfolgreiche KI-Projekte sind Teamleistungen. Sie setzen voraus, dass die Kundenorganisation und der Umsetzungspartner über strategische, fachliche, methodische und technische Kompetenzen verfügen. KI ist kein Selbstzweck und kein reines IT-Projekt, sondern ein Organisations- und Transformationsvorhaben. Unternehmen, die diese Fähigkeiten systematisch aufbauen und miteinander verzahnen, schaffen die Grundlage dafür, dass KI-Lösungen nicht

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