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Internet-Bewertung: „Müssen wir sie offenlegen?“
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Dr. Carmen Fritz, Dr. Fritz und Gern

Internet-Bewertung: „Müssen wir sie offenlegen?“

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Unsere B4B Beraterpool-Expertin Dr. Carmen Fritz. Foto: Dr. Fritz & Gern

B4B-Leser fragen, unsere Branchenexperten aus der Region antworten: Eine Reihe sehr guter Bewertungen unmittelbar hintereinander erhalten hat einen Konkurrenten auf den Plan gerufen. Jetzt ist ein Konkurrent auf den Plan getreten: die Bewertungen seien gekauft. Muss hier etwas offengelegt werden? Die Antwort kennt unsere Expertin Dr. Carmen Fritz, Fachanwältin für Urheber- und Medienrecht, Fachanwältin für gewerblichen Rechtsschutz.

Vorab sei klargestellt, dass gekaufte Fake-Bewertungen eine unlautere Handlung darstellen und damit gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb verstoßen. Dies haben die Gerichte bereits durchgehend entschieden. Folglich kann eine Verpflichtung auferlegt werden, solche Bewertungen zu löschen.Im Grundsatz trägt derjenige, der gegen solche Bewertungen vorgeht, die Beweislast dafür, dass es sich um gekaufte Bewertungen handelt.

Aber: Das OLG Frankfurt am Main hat 2019 via Beschluss (Az. 6 W 9/19) entschieden, dass Amazon verlangen kann, dass Drittanbieter gekaufte Bewertungen kennzeichnen müssen, wenn Kunden hierfür Geld oder Produkte erhalten haben. Insoweit besteht also eine Offenbarungspflicht. Nach einem Urteil des LG München (17 HK O 1734/19), ebenfalls aus 2019, muss ein Unternehmen nachweisen, dass der Bewerter auch tatsächlich die entsprechende Leistung wahrgenommen hat. Auch aus dieser Entscheidung folgt, dass man spätestens in einem Prozess verpflichtet werden kann, darzulegen, dass es sich um nicht gekaufte Bewertungen handelt, sondern um solche realer Kunden.

Sie haben Rückfragen an unsere Expertin Dr. Carmen Fritz, oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt auf.

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