Kommentar

Legoland liefert die Blaupause für Re-Starts nach der Krise

Ulrich Pfaffenberger, vmm wirtschaftsverlag. Foto: Bernd Jaufmann / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Ein schlüssiges Konzept, kundenfreundlich und  für alle Beteiligten sicher: Wie der Günzburger Freizeitpark die Rückkehr ins Geschäftsleben gestaltet, taugt als Vorbild für Gastronomie und Handel.

Etwas aufbauen. Eigene Vorstellungen umsetzen. Kreativ sein. Für viele von uns waren Lego-Bausteine die erste Gelegenheit zum Aufbruch in eine neue Dimension des Lebens – ins „Unternehmer-Sein“. Jetzt kommt aus dem Legoland bei Günzburg wieder ein Impuls, der uns den Weg weist. Den Weg, wie man mit Köpfchen, digitaler Technik und viel Verständnis für die Wünsche der Kunden den Re-Start nach der Corona-Krise angeht.

Das Zauberwort heißt „Vorab-Reservierung“. Um die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten, hat Legoland ein Buchungssystem entwickelt. Es sorgt dafür, dass nicht mehr Menschen im Park sind als zulässig. Ein Pluspunkt für die Sicherheit. Es sorgt dafür, dass niemand auf gut Glück anreist, um dann vor verschlossenen Türen zu stehen. Ein Pluspunkt für Kundenzufriedenheit. Es sorgt dafür, dass die Beschäftigten im Park wieder zu tun haben und gleichzeitig vor Ansteckung geschützt sind. Ein Pluspunkt für Arbeitgeberattraktivität.

Das Konzept, das Legoland in Günzburg umsetzt – und mit dem es offenkundig auch alle Behörden überzeugt hat – taugt als Blaupause für viele andere, auch kleinere Betriebe. Denn es schafft Sicherheit, ohne den Spaß außen vor zu lassen. Gaststätten und Bars, Boutiquen und Shopping Malls, sie alle können ein ähnliches Konzept umsetzen, um sich für ihre Kunden und Fans zu öffnen. Die Zeit zwischen neun Uhr morgens und acht Uhr abends lässt sich überall in Zeitfenster aufteilen, für die dann ein Besuch „gebucht“ wird. Idealerweise mit Parkmöglichkeit inklusive. Dazwischen jeweils kurze Pausen, damit der „Schichtwechsel“ auch reibungslos klappt. Am farbigen Armbändchen erkennt man zudem, dass sich keiner außerhalb seines Zeitlimits einschleicht oder sein Konto überzieht.

Klar: Reservieren heißt, sich verbindlich festzulegen. Ganz spontan „schnell noch da drüben vorbeischauen“, das geht in diesem Modell nicht. Etwas weniger "Event", etwas weniger "Spaß". Das lässt sich in Kauf nehmen, bis die Virengefahr endgültig in Griff ist. Im Gegenzug spart man sich die vergeudete Zeit in Warteschlangen und den Frust, draußen bleiben zu müssen. Man schafft den Mitarbeitern in den Shops und Lokalen etwas Zeit zum Durchschnaufen. Und man gibt der Gastronomie und dem Einzelhandel das zurück, was sie gerade am Dringendsten brauchen: Konsumfreudige Kunden.

Danke, Legoland!

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Legoland liefert die Blaupause für Re-Starts nach der Krise

Ulrich Pfaffenberger, vmm wirtschaftsverlag. Foto: Bernd Jaufmann / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Ein schlüssiges Konzept, kundenfreundlich und  für alle Beteiligten sicher: Wie der Günzburger Freizeitpark die Rückkehr ins Geschäftsleben gestaltet, taugt als Vorbild für Gastronomie und Handel.

Etwas aufbauen. Eigene Vorstellungen umsetzen. Kreativ sein. Für viele von uns waren Lego-Bausteine die erste Gelegenheit zum Aufbruch in eine neue Dimension des Lebens – ins „Unternehmer-Sein“. Jetzt kommt aus dem Legoland bei Günzburg wieder ein Impuls, der uns den Weg weist. Den Weg, wie man mit Köpfchen, digitaler Technik und viel Verständnis für die Wünsche der Kunden den Re-Start nach der Corona-Krise angeht.

Das Zauberwort heißt „Vorab-Reservierung“. Um die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten, hat Legoland ein Buchungssystem entwickelt. Es sorgt dafür, dass nicht mehr Menschen im Park sind als zulässig. Ein Pluspunkt für die Sicherheit. Es sorgt dafür, dass niemand auf gut Glück anreist, um dann vor verschlossenen Türen zu stehen. Ein Pluspunkt für Kundenzufriedenheit. Es sorgt dafür, dass die Beschäftigten im Park wieder zu tun haben und gleichzeitig vor Ansteckung geschützt sind. Ein Pluspunkt für Arbeitgeberattraktivität.

Das Konzept, das Legoland in Günzburg umsetzt – und mit dem es offenkundig auch alle Behörden überzeugt hat – taugt als Blaupause für viele andere, auch kleinere Betriebe. Denn es schafft Sicherheit, ohne den Spaß außen vor zu lassen. Gaststätten und Bars, Boutiquen und Shopping Malls, sie alle können ein ähnliches Konzept umsetzen, um sich für ihre Kunden und Fans zu öffnen. Die Zeit zwischen neun Uhr morgens und acht Uhr abends lässt sich überall in Zeitfenster aufteilen, für die dann ein Besuch „gebucht“ wird. Idealerweise mit Parkmöglichkeit inklusive. Dazwischen jeweils kurze Pausen, damit der „Schichtwechsel“ auch reibungslos klappt. Am farbigen Armbändchen erkennt man zudem, dass sich keiner außerhalb seines Zeitlimits einschleicht oder sein Konto überzieht.

Klar: Reservieren heißt, sich verbindlich festzulegen. Ganz spontan „schnell noch da drüben vorbeischauen“, das geht in diesem Modell nicht. Etwas weniger "Event", etwas weniger "Spaß". Das lässt sich in Kauf nehmen, bis die Virengefahr endgültig in Griff ist. Im Gegenzug spart man sich die vergeudete Zeit in Warteschlangen und den Frust, draußen bleiben zu müssen. Man schafft den Mitarbeitern in den Shops und Lokalen etwas Zeit zum Durchschnaufen. Und man gibt der Gastronomie und dem Einzelhandel das zurück, was sie gerade am Dringendsten brauchen: Konsumfreudige Kunden.

Danke, Legoland!

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