Baugeschichte – Damals und Heute | Teil 2

Brauhaus Riegele: Umzüge quer durch Augsburg

Das Riegelehaus am Königsplatz - Damals und Heute. Foto: B4B WIRTSCHAFSLEBEN SCHWABEN | Brauhaus Riegele
Wo haben Bayerisch-Schwabens Traditions-Unternehmen angefangen, wo arbeiten Sie heute? Diesen Fragen gehen wir in unserer Serie „Baugeschichte – Damals und Heute“ nach. Sebastian Priller-Riegele vom Brauhaus Riegele erläutert, warum das Unternehmen seinen Sitz so oft verlagert hat.

Ihren Ursprung hat die Brauerei Riegele als Brauerei „Zum Goldenen Ross“. 1386 befand sie sich in der Schlachthausgasse am Lechkanal bei der Stadtmetzg. Das hat einen ganz einfachen Grund: Wasser war in der Nähe.

Brau- und Löschwasser im Mittelalter entscheidend

„Da unsere Brauereigeschichte sehr lang ist, haben sich die Anforderungen immer mit der gesellschaftlichen und technischen Entwicklung verändert. Zum Beispiel war es im Mittelalter wichtig, in der Nähe von Wasserkanälen zu brauen, um Brau- und Löschwasser zur Hand zu haben“, erklärt Sebastian Priller-Riegele, der die Brauerei in 28. Generation mitführt. 1408 zog die Brauerei in die Georgenstraße (Steuerbezirk Porta Rott Turm), 1434 in die Bäckergasse (Eckhaus am Weißengässchen). Dort bestand sie 200 Jahre.

Strategischer Umzug ans Gögginger Tor

1644 wurde die Brauerei ans Gögginer Tor/Bürgermeister-Fischer-Straße verlegt, dem heutigen Königsplatz. „Ab dem 17. Jahrhundert war die strategische Lage am heutigen Königsplatz von Bedeutung, weil durch das Gögginger Tor, eines von vier Hauptstadttoren, viele Reisende und Händler in die Stadt strömten, die den Bierabsatz ankurbelten“, so Priller-Riegele.

1884 verkauft Johanna Kähn die Brauerei „Zum goldenen Roß“ an Sebastian Riegele. Dazu gehören der Ulrichskeller an der Gögginger Mauer und die Keller in der Frölichstraße. Dort entsteht 1914 der Neubau der Brauerei Riegele nach modernen Gesichtspunkten von Prof. Theodor Ganzenmüller (Weihenstephan) durch Commerzienrat Sebastian Riegele.

Zwei Jahre zuvor wurde bereits das Riegelehaus nach Abriss der alten Brauerei am Königsplatz durch Commerzienrat Riegele neu gebaut. Damals waren hier die Riegele Bierhallen untergebracht.

Logistikzentrum außerhalb der Stadt

„Der Neubau am Hauptbahnhof war 1914 zukunftsweisend, weil dort Sommerkeller vorhanden waren und dadurch das ganze Jahr über Bier gebraut werden konnte – elektrische Kühlung gab es noch nicht. Aus heutiger Sicht ist dieser Standort mitten in der Stadt zwar ungünstig für die Logistik, da wir kaum Lagerfläche und Platz für Anlieferung und Abholung haben. Dafür ist er aber Ideal als Anlaufstelle für unsere BrauWelt“, so Priller-Riegele.

„Für die Logistik haben wir heute ein Logistikzentrum außerhalb der Stadt, von wo aus unser Bier zum Kunden gebracht wird“, erklärt der Brauerei-Chef abschließend.

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Ihren Ursprung hat die Brauerei Riegele als Brauerei „Zum Goldenen Ross“. 1386 befand sie sich in der Schlachthausgasse am Lechkanal bei der Stadtmetzg. Das hat einen ganz einfachen Grund: Wasser war in der Nähe.

Brau- und Löschwasser im Mittelalter entscheidend

„Da unsere Brauereigeschichte sehr lang ist, haben sich die Anforderungen immer mit der gesellschaftlichen und technischen Entwicklung verändert. Zum Beispiel war es im Mittelalter wichtig, in der Nähe von Wasserkanälen zu brauen, um Brau- und Löschwasser zur Hand zu haben“, erklärt Sebastian Priller-Riegele, der die Brauerei in 28. Generation mitführt. 1408 zog die Brauerei in die Georgenstraße (Steuerbezirk Porta Rott Turm), 1434 in die Bäckergasse (Eckhaus am Weißengässchen). Dort bestand sie 200 Jahre.

Strategischer Umzug ans Gögginger Tor

1644 wurde die Brauerei ans Gögginer Tor/Bürgermeister-Fischer-Straße verlegt, dem heutigen Königsplatz. „Ab dem 17. Jahrhundert war die strategische Lage am heutigen Königsplatz von Bedeutung, weil durch das Gögginger Tor, eines von vier Hauptstadttoren, viele Reisende und Händler in die Stadt strömten, die den Bierabsatz ankurbelten“, so Priller-Riegele.

1884 verkauft Johanna Kähn die Brauerei „Zum goldenen Roß“ an Sebastian Riegele. Dazu gehören der Ulrichskeller an der Gögginger Mauer und die Keller in der Frölichstraße. Dort entsteht 1914 der Neubau der Brauerei Riegele nach modernen Gesichtspunkten von Prof. Theodor Ganzenmüller (Weihenstephan) durch Commerzienrat Sebastian Riegele.

Zwei Jahre zuvor wurde bereits das Riegelehaus nach Abriss der alten Brauerei am Königsplatz durch Commerzienrat Riegele neu gebaut. Damals waren hier die Riegele Bierhallen untergebracht.

Logistikzentrum außerhalb der Stadt

„Der Neubau am Hauptbahnhof war 1914 zukunftsweisend, weil dort Sommerkeller vorhanden waren und dadurch das ganze Jahr über Bier gebraut werden konnte – elektrische Kühlung gab es noch nicht. Aus heutiger Sicht ist dieser Standort mitten in der Stadt zwar ungünstig für die Logistik, da wir kaum Lagerfläche und Platz für Anlieferung und Abholung haben. Dafür ist er aber Ideal als Anlaufstelle für unsere BrauWelt“, so Priller-Riegele.

„Für die Logistik haben wir heute ein Logistikzentrum außerhalb der Stadt, von wo aus unser Bier zum Kunden gebracht wird“, erklärt der Brauerei-Chef abschließend.

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