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Baugeschichte – Damals und Heute | Teil 1

Dr. GRANDEL: Historische Altstadt und Gläserne Manufaktur

Die Pfladermühle in der Pfladergasse - Heute und um die Jahrhundertwende. Foto: B4B WIRTSCHAFSLEBEN SCHWABEN | DR. GRANDEL

Auch große Namen haben einmal klein angefangen. Wo – das zeigen wir Ihnen in unserer Serie „Baugeschichte – Damals und Heute“. Michael Grandel von DR. GRANDEL erklärt, wie zwischen historischem Ort und modernem Neubau gearbeitet wird.

Historie in der Augsburger Altstadt und Moderne in der Beautyness-Manufaktur an der Friedberger Straße – „An den beiden Standorten präsentieren wir uns mit zwei sehr unterschiedlichen Gesichtern“, fasst es Geschäftsführer Michael Grandel zusammen. Damit soll ein „besonderes Bild“ des Unternehmens geformt werden: Gelebte Tradition, Fortschritt und Innovation.

Archiv: Familie Grandel. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Chemiker erbt Mühle

Seinen Anfang hatte das Unternehmen 1947 in der Pfladermühle, erstmals im Jahr 982 erwähnt. Ein Stück Stadtgeschichte, in dem Rudolf Diesels Frau treue Kundin war und der junge Bert Brecht sich im Winter aufgewärmt haben soll. Dr. Felix Grandel erbte das historische Gebäude 1936 von seiner Mutter. Der Chemiker war zwar nicht an der Mehlerzeugung interessiert, nutzte die örtlichen Gegebenheiten aber dennoch. Spannend waren für ihn nämlich die Mühl-Nebenprodukte: Weizenkeime und -kleie. 1947 gründete er schließlich die Keimdiät GmbH als Tochtergesellschaft der Pfladermühle. 13 Jahre später erweiterte er das Altstadt-Ensemble sogar. 1975 wurde die Fertigung in die Friedberger Straße verlegt und neu gebaut.

Die Pfladergasse um die Jahrhundertwende. Foto: DR. GRANDEL

Den Standort in der Augsburger Altstadt gab Grandel aber nicht auf. 1990 wurde sogar saniert, 2014 ein Call Center in der umgebauten Mühle integriert. Auch das Werk an der Friedbergerstraße erlebte einen kompletten Umbau zur heutigen gläsernen „Beautyness Manufaktur“ im letzten Jahr. 2019 entsteht zudem eine New Work Area für das Marketing.

Die gläserne Manufaktur von DR. GRANDEL. Foto: Kurt Hoerbst

DR. GRANDEL muss verschiedenen Anforderungen gerecht werden

„Die Anforderungen an die Gebäude und Räume sind unterschiedlichster Natur: Je nach Arbeits- und Abteilungsauftrag werden Einzelbüros, Gruppenbüros, New Work-Landschaften, Besprechungsräume, Treffpunkte und repräsentative Bereiche benötigt. Am besten alles vernetzt und mit modernen Medien ausgestattet. In der Produktion und Logistik kommt es vor allem darauf an, dass die baulichen Voraussetzungen zu den Prozessen passen. Zusätzlich erwartet man heute von modernen Gebäuden eine eigene Intelligenz (Stichwort ‚Smart House‘)“, erklärt Michael Grandel.

Die Beautyness Manufaktur von DR. GRANDEL an der Friedberger Straße. Foto: Kurt Hoerbst

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