Interview mit Dr. Thorsten Frie

Schwäbischer Mittelstand: Corona als „digitaler Weckruf”

Dr. Thorsten Frie, Geschäftsführer der Quentia Digital Services, verrät im Interview, wo der bayerisch-schwäbische Mittelstand jetzt ansetzen muss, damit der durch Corona verursachte Digitalisierungsschub zielführend auf eine stabile und zukunftsfähige Basis gestellt wird.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Herr Dr. Frie, Corona hieß für viele Unternehmen im Mittelstand: Ad-hoc-Digitalisierung! Wie haben Sie die Zeit kurz nach dem Lockdown-Down wahrgenommen?

Dr. Thorsten Frie: Grob ließen sich die Unternehmen in zwei Gruppen einteilen: Auf der einen Seite diejenigen, die in der digitalen Transformation bereits weit fortgeschritten waren. Sie konnten ihre Geschäftsaktivitäten schnell an die veränderten Arbeitsweisen anpassen. Auf der anderen Seite erleben wir Unternehmen, die das Thema „Digitale Transformation“ nicht im erforderlichen Umfang und benötigter Geschwindigkeit umsetzen konnten. Doch nun sollten sie die Chance nutzen, ihren Digital Workplace und daran anknüpfende IT-Services auf ein solides und sicheres Fundament zu stellen.

Was raten Sie Unternehmen, die jetzt digital voll durchstarten wollen?

Für sie ist es noch nicht zu spät. Im Gegenteil. Wir merken, dass viele Unternehmen die Zeit „zum Aufholen“ nutzen. Vor Corona wurde viel und lange über Vor- und Nachteile der Digitalisierung diskutiert. Mit dem erzwungenen digitalen Crash-Kurs haben viele Unternehmen, die bisher zurückhaltend waren, eines erlebt: Eine ganze Reihe von Geschäftsaktivitäten wie Besprechungen und Beratungen laufen zuverlässig und ohne Qualitätseinschränkungen auch online beziehungsweise remote. Die dämpfende Wirkung der Krise kann sich somit dauerhaft in Vorteile wandeln lassen. Die beschleunigten digitalen Lernprozesse ermöglichen Unternehmen langfristig zu alter Stärke zurückzufinden und das Wachstum fortzuführen. Corona war quasi ihr „digitaler Weckruf“.

Können Sie Beispiele für den „Digitalen Weckruf“ im Mittelstand nennen?

Das Home-Office, in dem viele unserer Kunden plötzlich arbeiten. Das mobile Arbeiten von Zuhause ist für unsere Kunden als wichtiger Baustein selbstverständlicher geworden – und das branchenübergreifend. Ein weiteres Beispiel aus unserem direkten Kundenumfeld ist aus dem Bereich des Gesundheitswesens oder der telemedizinischen Beratung. Wir haben erreicht, dass der Digital Workplace erweitert wurde, indem wir die Mitarbeiter schnellstmöglich mit mobilen Endgeräten ausgestattet haben, um beispielsweise über Videokonferenzen oder mit Microsoft 365 zu arbeiten. Was vorher schwierig erschien, wurde über Nacht in Gang gesetzt und mit unserer Unterstützung entschieden. Ich spreche nicht von Versäumnissen, wie oft kolportiert wird, sondern von Chancen, die schnell realisiert wurden. Mit unseren Dienstleistungen können wir diese Fähigkeiten und Kompetenzen gewinnbringend in die Zukunft führen und dazu beitragen, diese zu erhalten.

Was müssen die Unternehmer jetzt konkret tun?

Es ist erforderlich, dass die Transformation und Modernisierung der Geschäftsprozesse, der IT-Infrastruktur und Organisation konsequent fortgesetzt wird. Zudem muss der Umgang mit Kunden und Partnern auf Basis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit gesichert werden. Dazu bieten sich Cloud-Services und IT Managed Services an, die mittlerweile einen großen Anteil unserer Beratungsleistungen ausmachen. Unternehmen, die sich auf Cloud-Technologien verlassen profitieren auch bei rückläufigem Wachstum. Denn sie zahlen nur für genutzte IT-Kapazitäten. Ein weiterer Vorteil: die hohe Flexibilität, da IT-Services an die Funktionsfähigkeit des Unternehmens angepasst werden können.

Was genau verbirgt sich hinter dem Begriff „IT Managed Services“?

Das heißt im Prinzip: Ein externer Dienstleister, wie die Quentia Digital Services, kümmert sich um genau definierte IT-Services und Prozesse für das Unternehmen. Die ausfallsichere und zuverlässige Bereitstellung von IT-Leistungen ist entscheidend für den Erhalt der Produktivität und folglich den Erfolg des Unternehmens. Eine konsequente und kontinuierliche Überwachung der IT-Plattformen hilft Fehler und Schwachstellen frühzeitig - vor allem automatisiert - zu identifizieren und idealerweise vorsorglich zu beheben, damit die IT zuverlässig und stabil läuft. Die nachhaltige Sicherung und Zuverlässigkeit des IT-Betriebs sind von großer Bedeutung. IT Managed Services sind gerade jetzt das Fundament, um mit Mitarbeitern in Verbindung zu bleiben. Es ist uns wichtig, dass datenschutz- und rechtskonforme Remote-Funktionen, Informations- und Kommunikationswege und Netzwerkzugriffe auch über diesen Ausnahmezustand hinaus gewährt sind. Die Zusammenarbeit über Cloud-Lösungen zum Beispiel in Verbindung mit Microsoft 365 setzt voraus, dass Unterhalt und Pflege der IT-Plattformen dauerhaft gewährleistet ist und die fachlichen und rechtlichen Grundlagen geschaffen werden.

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Dr. Thorsten Frie: Grob ließen sich die Unternehmen in zwei Gruppen einteilen: Auf der einen Seite diejenigen, die in der digitalen Transformation bereits weit fortgeschritten waren. Sie konnten ihre Geschäftsaktivitäten schnell an die veränderten Arbeitsweisen anpassen. Auf der anderen Seite erleben wir Unternehmen, die das Thema „Digitale Transformation“ nicht im erforderlichen Umfang und benötigter Geschwindigkeit umsetzen konnten. Doch nun sollten sie die Chance nutzen, ihren Digital Workplace und daran anknüpfende IT-Services auf ein solides und sicheres Fundament zu stellen.

Was raten Sie Unternehmen, die jetzt digital voll durchstarten wollen?

Für sie ist es noch nicht zu spät. Im Gegenteil. Wir merken, dass viele Unternehmen die Zeit „zum Aufholen“ nutzen. Vor Corona wurde viel und lange über Vor- und Nachteile der Digitalisierung diskutiert. Mit dem erzwungenen digitalen Crash-Kurs haben viele Unternehmen, die bisher zurückhaltend waren, eines erlebt: Eine ganze Reihe von Geschäftsaktivitäten wie Besprechungen und Beratungen laufen zuverlässig und ohne Qualitätseinschränkungen auch online beziehungsweise remote. Die dämpfende Wirkung der Krise kann sich somit dauerhaft in Vorteile wandeln lassen. Die beschleunigten digitalen Lernprozesse ermöglichen Unternehmen langfristig zu alter Stärke zurückzufinden und das Wachstum fortzuführen. Corona war quasi ihr „digitaler Weckruf“.

Können Sie Beispiele für den „Digitalen Weckruf“ im Mittelstand nennen?

Das Home-Office, in dem viele unserer Kunden plötzlich arbeiten. Das mobile Arbeiten von Zuhause ist für unsere Kunden als wichtiger Baustein selbstverständlicher geworden – und das branchenübergreifend. Ein weiteres Beispiel aus unserem direkten Kundenumfeld ist aus dem Bereich des Gesundheitswesens oder der telemedizinischen Beratung. Wir haben erreicht, dass der Digital Workplace erweitert wurde, indem wir die Mitarbeiter schnellstmöglich mit mobilen Endgeräten ausgestattet haben, um beispielsweise über Videokonferenzen oder mit Microsoft 365 zu arbeiten. Was vorher schwierig erschien, wurde über Nacht in Gang gesetzt und mit unserer Unterstützung entschieden. Ich spreche nicht von Versäumnissen, wie oft kolportiert wird, sondern von Chancen, die schnell realisiert wurden. Mit unseren Dienstleistungen können wir diese Fähigkeiten und Kompetenzen gewinnbringend in die Zukunft führen und dazu beitragen, diese zu erhalten.

Was müssen die Unternehmer jetzt konkret tun?

Es ist erforderlich, dass die Transformation und Modernisierung der Geschäftsprozesse, der IT-Infrastruktur und Organisation konsequent fortgesetzt wird. Zudem muss der Umgang mit Kunden und Partnern auf Basis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit gesichert werden. Dazu bieten sich Cloud-Services und IT Managed Services an, die mittlerweile einen großen Anteil unserer Beratungsleistungen ausmachen. Unternehmen, die sich auf Cloud-Technologien verlassen profitieren auch bei rückläufigem Wachstum. Denn sie zahlen nur für genutzte IT-Kapazitäten. Ein weiterer Vorteil: die hohe Flexibilität, da IT-Services an die Funktionsfähigkeit des Unternehmens angepasst werden können.

Was genau verbirgt sich hinter dem Begriff „IT Managed Services“?

Das heißt im Prinzip: Ein externer Dienstleister, wie die Quentia Digital Services, kümmert sich um genau definierte IT-Services und Prozesse für das Unternehmen. Die ausfallsichere und zuverlässige Bereitstellung von IT-Leistungen ist entscheidend für den Erhalt der Produktivität und folglich den Erfolg des Unternehmens. Eine konsequente und kontinuierliche Überwachung der IT-Plattformen hilft Fehler und Schwachstellen frühzeitig - vor allem automatisiert - zu identifizieren und idealerweise vorsorglich zu beheben, damit die IT zuverlässig und stabil läuft. Die nachhaltige Sicherung und Zuverlässigkeit des IT-Betriebs sind von großer Bedeutung. IT Managed Services sind gerade jetzt das Fundament, um mit Mitarbeitern in Verbindung zu bleiben. Es ist uns wichtig, dass datenschutz- und rechtskonforme Remote-Funktionen, Informations- und Kommunikationswege und Netzwerkzugriffe auch über diesen Ausnahmezustand hinaus gewährt sind. Die Zusammenarbeit über Cloud-Lösungen zum Beispiel in Verbindung mit Microsoft 365 setzt voraus, dass Unterhalt und Pflege der IT-Plattformen dauerhaft gewährleistet ist und die fachlichen und rechtlichen Grundlagen geschaffen werden.

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