101 Köpfe, Folge 135

Jens Walter: „Bayerisch-Schwaben als Herzens-Heimat“

Jens Walter ist Regionalgeschäftsführer der IHK Schwaben für den Wirtschaftsraum Augsburg. Im 101-Köpfe-Interview verrät er, wie die Liebe ihn nach Bayerisch-Schwaben gelockt hat und weshalb er persönlich gerne eher „hinter der Bühne“ steht.

Name: Jens Walter

Alter: 54

Position: Regionalgeschäftsführer Wirtschaftsraum Augsburg

Unternehmen: IHK Schwaben

Hobbies: Wandern, Motorrad sowie Wasser- und Laufsport, außerdem Reisen, Lesen, Musik und Fotografie.


B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Herr Walter, Sie sind Regionalgeschäftsführer Wirtschaftsraum Augsburg bei der IHK Schwaben. Wie darf ich mir Ihren Arbeitsalltag vorstellen?

Jens Walter: Als Regionalgeschäftsführer bin ich für rund 50.000 IHK-Mitgliedsunternehmen im Wirtschaftsraum Augsburg tätig. Praktisch übersetzt heißt das: Ich bin im Kontakt mit den Unternehmerinnen und Unternehmern und nehme deren Anliegen auf. Anschließend suche ich konkrete Lösungen, spreche mit unserem IHK-Beratungsteam, informiere Politiker, vernetze Akteure und bringe diese Themen in kommunale Gesprächskreise und Ausschüsse ein.

Mit dem Gedanken an die Arbeit: Steigen Sie morgens mit guter Laune oder Widerwillen aus dem Bett?

Ich freue mich jeden Tag auf die Gespräche und Begegnungen mit den Menschen – denn die Bandbreite ist faszinierend. Ich erfahre jeden Tag Neues, lerne hinzu und kann oft helfen sowie Positives bewirken. Das ist meine Motivation und sorgt jeden Morgen für gute Laune beim Aufstehen.

Sie sagen selbst, dass Sie gerne lieber „hinter der Bühne“ stehen. Weshalb?

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Ich habe viele Jahre als Pressesprecher und Unternehmensberater gearbeitet. Dort gehört es zu den Hauptaufgaben, das Unternehmen und deren VertreterInnen erfolgreich in Politik, Öffentlichkeit und Medien zu positionieren. Dafür muss ich nicht selbst auf der Bühne im Scheinwerferlicht stehen. Allerdings kam es auch vor, sich bei Krisen oder kritischen Themen vor die Unternehmen zu stellen.

Bevor Sie im Februar 2019 die Stelle in Augsburg angetreten sind, waren Sie im Nordschwarzwald tätig. Ist Bayerisch-Schwaben Ihre neue Herzens-Heimat geworden?

Ein klares JA! Als Natur- und Sportfan genieße ich meine neue Heimat und die zahlreichen Möglichkeiten der Freizeitaktivitäten direkt vor der Haustür. Als Großstadtkind bin ich inmitten von Häusern, Straßen und viel Verkehr aufgewachsen. Jetzt bin ich in zehn Minuten im Wald oder am Fluss, kann mitten in der Natur laufen und wunderbar abschalten. Paradiesische Zustände – wenn ich das früher gewusst hätte, wäre ich eher nach Bayerisch-Schwaben gezogen.

Sie waren mehr als sieben Jahre selbstständig als Politik, Kommunikations- und Unternehmensberater tätig. Wieso haben Sie sich entschlossen, die Selbstständigkeit wieder aufzugeben?

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Der Liebe wegen. Ich habe meine Lebensgefährtin, eine geborene Münchnerin, im Urlaub kennengelernt. Und da ich Zeit meines Lebens offen für Neues und positive Veränderungen bin, habe ich mich für einen beruflichen Neustart entschieden – und bin doppelt belohnt worden. Denn neben unserem gemeinsamen Leben in Bayerisch-Schwaben kann ich meine langjährigen Erfahrungen und Expertise aus der Selbstständigkeit optimal in meine Funktion als Regionalgeschäftsführer einbringen. Eine klassische Win-Win-Situation.

Während Ihrer Studienzeit haben Sie über ein Jahr in Kanada verbracht. Welche besonderen Erfahrungen haben Sie im Ausland gesammelt?

Ich denke noch heute oft und sehr gern an mein Austauschjahr in Kanada zurück und kann nur jedem empfehlen längere Zeit im Ausland zu leben. Man verlässt seine gewohnte Komfortzone und muss sich auf komplett andere Bedingungen und Lebensumstände einstellen. Dazu gehören Sprache, Kultur sowie soziale Gepflogenheiten. Zudem finde ich es sehr nützlich, das gesellschaftliche und politische Leben in Deutschland einmal von außen zu betrachten – dieser Perspektivwechsel hilft beim Relativieren, Differenzieren und Einordnen. Andere Länder, andere Sitten – und neue Einsichten, Erkenntnisse sowie lebenslange Freundschaften, die bis heute halten. Für mich ein Gewinn in jeder Hinsicht.

Sobald Corona in den Griff bekommen ist – welches Reiseziel steht ganz oben auf Ihrer Liste?

Uns gefallen die europäischen Inseln wie Sardinien, Madeira oder Irland. Daher werden wir nach Corona sicherlich eine dieser Inseln bereisen.

Sie zählen Wandern, Motorrad sowie Wasser- und Laufsport zu Ihren Interessen. Wo können Sie am besten nach dem Arbeiten abschalten?

Nach der Schreibtischarbeit muss ich mich bewegen, um Geist und Körper wieder in Schwung zu bringen. Das gelingt mir immer noch am besten in der Natur, sei es beim Laufen, Wandern, Schwimmen, Paddeln oder mit entsprechender PS-Unterstützung beim Motorradfahren. Dann aber gemütlich und entspannt über die Landstraßen Richtung Berge cruisen. Das entschleunigt und macht den Kopf wieder frei.

Ganz spontan in dreißig Sekunden: drei tolle Persönlichkeiten aus Bayerisch-Schwaben – und warum genau die?

An erster Stelle die Professorin Dr. Elisabeth André. International renommierte Top-Wissenschaftlerin in einem spannendem Zukunftsbereich – der multimodalen Mensch-Technik-Interaktion – die jetzt hochverdient den Wilhelm Leibniz-Preis gewonnen hat.

Außerdem möchte ich Christine Sieberth und Stephanie Ludwig als Geschäftsführerinnen sowie das gesamte Team im St. Vincenz-Hospiz Augsburg e.V. nennen. Was diese als Alltagshelden jeden Tag und Nacht leisten, um Menschen bei ihrer letzten Schwelle des Lebens einen ethisch würdigen und schmerzfreien Übergang zu ermöglichen, beeindruckt und berührt mich zutiefst.

Zu guter Letzt Anna Lang. Mit 108 Jahren die zweitälteste Augsburgerin, die 2019 verstarb. Während der nationalsozialistischen Diktatur wehrte sie sich als Einzige von mehreren Tausenden gegen einen Erlass, „dem Führer eine Stunde zu schenken“, woraufhin sie strafversetzt wurde. Mit 107 Jahren sagte sie, sie sei so glücklich wie im Paradies. Wer das am Ende des Lebens von sich sagen kann, für den hat sich der Kreislauf des Lebens positiv geschlossen.

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Jens Walter ist Regionalgeschäftsführer der IHK Schwaben für den Wirtschaftsraum Augsburg. Im 101-Köpfe-Interview verrät er, wie die Liebe ihn nach Bayerisch-Schwaben gelockt hat und weshalb er persönlich gerne eher „hinter der Bühne“ steht.

Name: Jens Walter

Alter: 54

Position: Regionalgeschäftsführer Wirtschaftsraum Augsburg

Unternehmen: IHK Schwaben

Hobbies: Wandern, Motorrad sowie Wasser- und Laufsport, außerdem Reisen, Lesen, Musik und Fotografie.


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Jens Walter: Als Regionalgeschäftsführer bin ich für rund 50.000 IHK-Mitgliedsunternehmen im Wirtschaftsraum Augsburg tätig. Praktisch übersetzt heißt das: Ich bin im Kontakt mit den Unternehmerinnen und Unternehmern und nehme deren Anliegen auf. Anschließend suche ich konkrete Lösungen, spreche mit unserem IHK-Beratungsteam, informiere Politiker, vernetze Akteure und bringe diese Themen in kommunale Gesprächskreise und Ausschüsse ein.

Mit dem Gedanken an die Arbeit: Steigen Sie morgens mit guter Laune oder Widerwillen aus dem Bett?

Ich freue mich jeden Tag auf die Gespräche und Begegnungen mit den Menschen – denn die Bandbreite ist faszinierend. Ich erfahre jeden Tag Neues, lerne hinzu und kann oft helfen sowie Positives bewirken. Das ist meine Motivation und sorgt jeden Morgen für gute Laune beim Aufstehen.

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Ich habe viele Jahre als Pressesprecher und Unternehmensberater gearbeitet. Dort gehört es zu den Hauptaufgaben, das Unternehmen und deren VertreterInnen erfolgreich in Politik, Öffentlichkeit und Medien zu positionieren. Dafür muss ich nicht selbst auf der Bühne im Scheinwerferlicht stehen. Allerdings kam es auch vor, sich bei Krisen oder kritischen Themen vor die Unternehmen zu stellen.

Bevor Sie im Februar 2019 die Stelle in Augsburg angetreten sind, waren Sie im Nordschwarzwald tätig. Ist Bayerisch-Schwaben Ihre neue Herzens-Heimat geworden?

Ein klares JA! Als Natur- und Sportfan genieße ich meine neue Heimat und die zahlreichen Möglichkeiten der Freizeitaktivitäten direkt vor der Haustür. Als Großstadtkind bin ich inmitten von Häusern, Straßen und viel Verkehr aufgewachsen. Jetzt bin ich in zehn Minuten im Wald oder am Fluss, kann mitten in der Natur laufen und wunderbar abschalten. Paradiesische Zustände – wenn ich das früher gewusst hätte, wäre ich eher nach Bayerisch-Schwaben gezogen.

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Während Ihrer Studienzeit haben Sie über ein Jahr in Kanada verbracht. Welche besonderen Erfahrungen haben Sie im Ausland gesammelt?

Ich denke noch heute oft und sehr gern an mein Austauschjahr in Kanada zurück und kann nur jedem empfehlen längere Zeit im Ausland zu leben. Man verlässt seine gewohnte Komfortzone und muss sich auf komplett andere Bedingungen und Lebensumstände einstellen. Dazu gehören Sprache, Kultur sowie soziale Gepflogenheiten. Zudem finde ich es sehr nützlich, das gesellschaftliche und politische Leben in Deutschland einmal von außen zu betrachten – dieser Perspektivwechsel hilft beim Relativieren, Differenzieren und Einordnen. Andere Länder, andere Sitten – und neue Einsichten, Erkenntnisse sowie lebenslange Freundschaften, die bis heute halten. Für mich ein Gewinn in jeder Hinsicht.

Sobald Corona in den Griff bekommen ist – welches Reiseziel steht ganz oben auf Ihrer Liste?

Uns gefallen die europäischen Inseln wie Sardinien, Madeira oder Irland. Daher werden wir nach Corona sicherlich eine dieser Inseln bereisen.

Sie zählen Wandern, Motorrad sowie Wasser- und Laufsport zu Ihren Interessen. Wo können Sie am besten nach dem Arbeiten abschalten?

Nach der Schreibtischarbeit muss ich mich bewegen, um Geist und Körper wieder in Schwung zu bringen. Das gelingt mir immer noch am besten in der Natur, sei es beim Laufen, Wandern, Schwimmen, Paddeln oder mit entsprechender PS-Unterstützung beim Motorradfahren. Dann aber gemütlich und entspannt über die Landstraßen Richtung Berge cruisen. Das entschleunigt und macht den Kopf wieder frei.

Ganz spontan in dreißig Sekunden: drei tolle Persönlichkeiten aus Bayerisch-Schwaben – und warum genau die?

An erster Stelle die Professorin Dr. Elisabeth André. International renommierte Top-Wissenschaftlerin in einem spannendem Zukunftsbereich – der multimodalen Mensch-Technik-Interaktion – die jetzt hochverdient den Wilhelm Leibniz-Preis gewonnen hat.

Außerdem möchte ich Christine Sieberth und Stephanie Ludwig als Geschäftsführerinnen sowie das gesamte Team im St. Vincenz-Hospiz Augsburg e.V. nennen. Was diese als Alltagshelden jeden Tag und Nacht leisten, um Menschen bei ihrer letzten Schwelle des Lebens einen ethisch würdigen und schmerzfreien Übergang zu ermöglichen, beeindruckt und berührt mich zutiefst.

Zu guter Letzt Anna Lang. Mit 108 Jahren die zweitälteste Augsburgerin, die 2019 verstarb. Während der nationalsozialistischen Diktatur wehrte sie sich als Einzige von mehreren Tausenden gegen einen Erlass, „dem Führer eine Stunde zu schenken“, woraufhin sie strafversetzt wurde. Mit 107 Jahren sagte sie, sie sei so glücklich wie im Paradies. Wer das am Ende des Lebens von sich sagen kann, für den hat sich der Kreislauf des Lebens positiv geschlossen.

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