101 Köpfe, Folge 137

Hans-Peter Rauch: Wieso er kein Vegeterarier oder Veganer wird

Im 101-Köpfe-Interview verrät Hans-Peter Rauch, Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, ob er jemals vegetarisch leben könnte und weshalb es für ihn nicht ausschlaggebend ist, was andere über ihn denken.


Name:                 Hans-Peter Rauch            

Alter:                    59

Position:             Präsident der Handwerkskammer für Schwaben (HWK) und weitere Ehrenämter sowie Geschäftsführer der Metzgerei Rauch GmbH in Waltenhofen-Hegge           

Hobbies:             Skifahren, Tennis, Fußball, Musik


B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Das Oberallgäu ist Ihre Heimat. Jetzt tragen Sie als Präsident der Handwerkskammer Verantwortung für ganz Schwaben. Ist das ein Spagat für Sie?

Hans-Peter Rauch: Auf keinen Fall. Das Allgäu gehört zu Schwaben und ich fühle mich in allen Regionen wohl. Wenn man die Augen offenhält, dann hat jeder Landstrich eine Besonderheit, von der Landschaft, über die Menschen und auch über die kulinarischen Spezialitäten. Schwaben ist schön.

Schmackhafte Wurst, ein saftiges Steak vom Grill – viele Menschen genießen die Produkte des Fleischerhandwerks. Dennoch kämpft die Branche mit Vorurteilen – was ist positiv an Ihrem Handwerk?

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Es macht einfach Spaß aus regionalen Rohstoffen leckere und gesunde Lebensmittel herzustellen. Unser Beruf ist kreativ, einfühlsam und innovativ. Leider bestehen immer noch völlig andere Vorstellungen vom Metzgerberuf und erst nach und nach stellen gerade Jugendliche fest, dass in unserem Handwerk wirklich tolle Produkte entwickelt werden.

In vierter Generation sind Sie der Inhaber der Metzgerei Rauch GmbH in Waltenhofen. Könnten Sie sich jemals vorstellen, vegetarisch oder sogar vegan zu leben?

Nein. Ich möchte doch nicht auf die schönsten Dinge im Leben verzichten.

Sie gehen sehr konsequent Ihren eigenen Weg. Wie wichtig ist es für Sie, wie Sie bei anderen ankommen?

Stimmt, ich bevorzuge den geraden Weg und schlängle mich nicht gerne durch. Das braucht oft Mut und ein starkes Rückgrat. Aber: ich setze nicht auf ständige Konfrontation. Ziel ist es, einen gemeinsamen Weg zu suchen und letztlich auch zu finden. Da ist für mich das Ergebnis ausschlaggebend und nicht, ob mich andere besonders toll finden.

Was sind die wichtigsten Werte, die Sie Ihren Kindern mitgeben möchten?

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Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit sind für mich persönlich einfach unverzichtbar. Aber mindestens genauso wichtig war mir, dass meine Kinder offen, stark und interessiert durch das Leben gehen. Dabei – das habe ich stets auch versucht vorzuleben – dürfen sie nicht den Blick für Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, verlieren und für diese eintreten. Wichtig ist mir auch ein gesundes Bewusstsein für die guten Lebensumstände, die wir in unserem Land haben. Denn trotz Corona geht es uns gut. Mit diesem Rüstzeug haben meine Kinder ihren eigenen Weg gut gefunden.

Welchen Rat würden Sie Ihrem jüngeren Ich im Nachhinein gerne geben?

Offen gesagt, ich würde nicht viel anders machen. Denn auch die Fehler, die ich gemacht habe, haben mich weitergebracht. Das gibt mir eine schöne Zufriedenheit.

Ihre Heimat zeichnet sich unter anderem durch Berge und Natur aus. Wohin ist Ihr nächster Urlaub geplant?

Im Moment ist kein Urlaub in Sicht. Deshalb erfreue ich mich an meiner schönen Heimat und ihrer Landschaft. Ich nehme das auch sehr bewusst wahr und genieße es.

Ganz spontan in 30 Sekunden: drei beeindruckende Persönlichkeiten aus Bayerisch-Schwaben – und warum genau die?

Katharina Althaus, die Skispringerin aus dem Allgäu. Sie hat schon mit 13/14 Jahren viel Begeisterung für ihren Sport eingesetzt und erheblich mit dazu beigetragen, dass Skispringen für Frauen bei uns populär wird.

Auch Kurt Gribl, der Augsburger Alt-Oberbürgermeister, nötigt mir Respekt ab. Er hat sich nicht an sein Amt geklammert, sondern einen guten Zeitpunkt gewählt, sich neuen, anderen Aufgaben zuzuwenden.

Zuletzt möchte ich Georg Haindl, Papierproduzent und seine Familie nennen. Das Engagement als Unternehmer und Übernehmer der Papierfabrik Hegge AG in Kempten in den 1920ern finde ich beeindruckend. Das soziale Engagement und sein Einsatz für das jeweilige ortsansässige Handwerk gefallen mir.

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Name:                 Hans-Peter Rauch            

Alter:                    59

Position:             Präsident der Handwerkskammer für Schwaben (HWK) und weitere Ehrenämter sowie Geschäftsführer der Metzgerei Rauch GmbH in Waltenhofen-Hegge           

Hobbies:             Skifahren, Tennis, Fußball, Musik


B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Das Oberallgäu ist Ihre Heimat. Jetzt tragen Sie als Präsident der Handwerkskammer Verantwortung für ganz Schwaben. Ist das ein Spagat für Sie?

Hans-Peter Rauch: Auf keinen Fall. Das Allgäu gehört zu Schwaben und ich fühle mich in allen Regionen wohl. Wenn man die Augen offenhält, dann hat jeder Landstrich eine Besonderheit, von der Landschaft, über die Menschen und auch über die kulinarischen Spezialitäten. Schwaben ist schön.

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In vierter Generation sind Sie der Inhaber der Metzgerei Rauch GmbH in Waltenhofen. Könnten Sie sich jemals vorstellen, vegetarisch oder sogar vegan zu leben?

Nein. Ich möchte doch nicht auf die schönsten Dinge im Leben verzichten.

Sie gehen sehr konsequent Ihren eigenen Weg. Wie wichtig ist es für Sie, wie Sie bei anderen ankommen?

Stimmt, ich bevorzuge den geraden Weg und schlängle mich nicht gerne durch. Das braucht oft Mut und ein starkes Rückgrat. Aber: ich setze nicht auf ständige Konfrontation. Ziel ist es, einen gemeinsamen Weg zu suchen und letztlich auch zu finden. Da ist für mich das Ergebnis ausschlaggebend und nicht, ob mich andere besonders toll finden.

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Welchen Rat würden Sie Ihrem jüngeren Ich im Nachhinein gerne geben?

Offen gesagt, ich würde nicht viel anders machen. Denn auch die Fehler, die ich gemacht habe, haben mich weitergebracht. Das gibt mir eine schöne Zufriedenheit.

Ihre Heimat zeichnet sich unter anderem durch Berge und Natur aus. Wohin ist Ihr nächster Urlaub geplant?

Im Moment ist kein Urlaub in Sicht. Deshalb erfreue ich mich an meiner schönen Heimat und ihrer Landschaft. Ich nehme das auch sehr bewusst wahr und genieße es.

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Katharina Althaus, die Skispringerin aus dem Allgäu. Sie hat schon mit 13/14 Jahren viel Begeisterung für ihren Sport eingesetzt und erheblich mit dazu beigetragen, dass Skispringen für Frauen bei uns populär wird.

Auch Kurt Gribl, der Augsburger Alt-Oberbürgermeister, nötigt mir Respekt ab. Er hat sich nicht an sein Amt geklammert, sondern einen guten Zeitpunkt gewählt, sich neuen, anderen Aufgaben zuzuwenden.

Zuletzt möchte ich Georg Haindl, Papierproduzent und seine Familie nennen. Das Engagement als Unternehmer und Übernehmer der Papierfabrik Hegge AG in Kempten in den 1920ern finde ich beeindruckend. Das soziale Engagement und sein Einsatz für das jeweilige ortsansässige Handwerk gefallen mir.

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