101 Köpfe, Folge 138

André Heuck: Der Bäcker, der die Welt bereiste

Im 101-Köpfe Interview verrät Gründer und Inhaber der Bio-Handwerksbäckerei Cumpanum, André Heuck, welche kulinarischen Inspirationen er auf seiner achtjährigen Weltreise gesammelt hat und weshalb seine Frau für ihn zu den tollsten Persönlichkeiten aus Bayerisch-Schwaben gehört.

Name: André Heuck                       

Alter: 41

Position: Gründer und Inhaber der Bio-Handwerksbäckerei Cumpanum                      

Hobbies: Backen, Reisen, Volleyball spielen, Pokern, Musik    


B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Herr Heuck, Sie sind mit Leib und Seele Bäckermeister. Aber Hand aufs Herz: Wie muss das perfekte Laib Brot für Sie aussehen? 

André Heuck: Auf das Aussehen lege ich in erster Linie nicht viel Wert, denn ein guter Laib Brot muss vor allem saftig und aromatisch sein – am liebsten herzhaft mit einer kräftigen Kruste. Vor allem sind mir jedoch die Inhaltsstoffe wichtig, denn diese machen ein wirklich gutes Brot aus.

Wiener Butterkipf, Pain au Chocolat, Focaccia – welches Land würden Sie als Ihr kulinarisches Vorbild bezeichnen? 

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Ich bin über acht Jahre um die Welt gereist und habe in den verschiedenen Ländern gebacken, weshalb ich Spezialitäten der ganzen Welt zum Vorbild habe. Mit 18 Jahren habe in einer Patisserie auf Kos gearbeitet. Mit 21 habe ich den Bäckermeistertitel und die Prüfung zum Betriebswirt des Handwerks bestanden – danach bin ich vorrübergehend in die Bäckerei meiner Eltern gegangen. Danach habe ich in Miami, Zypern und Spanien gearbeitet. Meine letzte ausländische Station war das größte Casino Hotel der Welt, das Venetian Macao. Dort habe ich die Bäckerei geleitet, mit der wir bis zu 5.000 Gäste bedient haben.

Wie ist Ihre Meinung zu Backwaren aus dem Supermarktregal?

Auch wenn die meisten nun sicherlich ein vernichtendes Urteil von mir erwarten, ist das leider nicht so einfach. Ich bin ein Fan der Marktwirtschaft, von daher entscheide nicht ich, sondern die Kunden, was sie kaufen. Leider gibt es viele Menschen, die sich gerne ein gutes Brot kaufen würden, jedoch auf billige Industrieware angewiesen sind – und genau hier müssen die Politik und wir Unternehmer ansetzen.

Innerhalb kurzer Zeit expandiert Cumpanum stark. Bleibt da genügend Zeit für Familie und Freizeit?  

Es gibt Wochen, in denen leider wirklich nicht viel Zeit für mein Privatleben bleibt. Jedoch versuchen wir wirklich immer, uns auch die Auszeiten zu nehmen – das gelingt mal mehr und mal weniger. Wir haben trotz schnellen Wachstums zum Glück eine gute Struktur aufgebaut, in der wir auch auf die Eigenverantwortung unserer Mitarbeiten bauen. Mein Unternehmen ist so aufgestellt, dass es auch ohne mich gut läuft.

Bei welcher Tätigkeit können Sie am besten vom Arbeitsalltag abschalten?

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Meine Kinder sind drei und fünf Jahre alt und halten mich ganz schön auf Trapp – damit ist der Feierabend und das Wochenende stets gut ausgefüllt. Außerdem reise ich sehr gerne mit meiner Familie, hier kann ich wirklich sehr gut abschalten. Ich muss an dieser Stelle jedoch auch betonen, dass mir mein Beruf und mein Unternehmen sehr viel Freude bereiten – deshalb muss ich mich gar nicht so viel erholen.

Auf welches Brot aus Ihrem eigenen Laden könnten Sie beim Abendbrot niemals verzichten? 

Es fällt mir schwer, mich auf ein einziges Brot festzulegen – ein gutes Abendbrot lebt ja auch von der Abwechslung. Bei uns zuhause findet man stets zwei oder drei verschiedene Sorten. Ich liebe unser Dinkel Gold, dazu ein Vollkornbrot und das Pomodoro mit getrockneten Tomaten oder das Stavros mit Oliven – ich könnte jedoch unser ganzes Sortiment hier aufzählen. Vielleicht kann die Frage besser so beantwortet werden: Unser Verkaufsschlager ist die Steinofenkruste. Diese scheint demnach gerne von den Augsburgern zum Abendbrot gegessen zu werden.

Süße oder salzige Backwaren, wofür schlägt Ihr Herz?  

Mein Herz schlägt für alle Backwaren: Ich backe mit Liebe gutes Brot und kann dennoch meine Hände nicht von den süßen Verführungen lassen.

Ganz spontan in 30 Sekunden: drei tolle Persönlichkeiten aus Bayerisch-Schwaben – und weshalb genau die?

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An erster Stelle möchte ich Mirela Wollner, erste Vorsitzende der Hospizgruppe Bobingen, nennen. Mit ihr gemeinsam haben wir eine Spendenaktion gestartet, bei der es um die Finanzierung von Schmetterlingsgräbern in Bobingen ging. Der Tod ist ein Thema, das in unserer Gesellschaft zu oft verdrängt wird. Mirela und ihr Team helfen den Sterbenden und Hinterbliebenen mit ihrer Begleitung.

Außerdem sehe ich Anja Dördelmann, Vorstand Herzstück Horgau eG, als eine wichtige Persönlichkeit unserer Region. Mit vielen Mitstreitern hat sie es geschafft, ein Projekt von Menschen für Menschen zu starten, um regionalbiologischen Produkten eine Absatzplattform zu bieten – das ist meiner Meinung nach ein wichtiger Beitrag, um das Ernährungssystem zu revolutionieren.

Auch wenn es platt klingen mag, möchte ich meine Ehefrau Christiane Heuck in dieser Aufzählung nennen. Sie ist einer der Schlüssel für unseren Erfolg. Wenn sie nicht wäre, gäbe es das Cumpanum in seiner Form sicher nicht. Sie hat ihre eigene Karriere pausiert und unterstützt mich in allen Belangen. Auch wenn sie es sicherlich nicht immer leicht mit mir hat, schaffen wir es, jede strukturelle Entscheidung, sowohl unternehmerisch als auch familiär, gemeinsam zu treffen.

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Name: André Heuck                       

Alter: 41

Position: Gründer und Inhaber der Bio-Handwerksbäckerei Cumpanum                      

Hobbies: Backen, Reisen, Volleyball spielen, Pokern, Musik    


B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Herr Heuck, Sie sind mit Leib und Seele Bäckermeister. Aber Hand aufs Herz: Wie muss das perfekte Laib Brot für Sie aussehen? 

André Heuck: Auf das Aussehen lege ich in erster Linie nicht viel Wert, denn ein guter Laib Brot muss vor allem saftig und aromatisch sein – am liebsten herzhaft mit einer kräftigen Kruste. Vor allem sind mir jedoch die Inhaltsstoffe wichtig, denn diese machen ein wirklich gutes Brot aus.

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Wie ist Ihre Meinung zu Backwaren aus dem Supermarktregal?

Auch wenn die meisten nun sicherlich ein vernichtendes Urteil von mir erwarten, ist das leider nicht so einfach. Ich bin ein Fan der Marktwirtschaft, von daher entscheide nicht ich, sondern die Kunden, was sie kaufen. Leider gibt es viele Menschen, die sich gerne ein gutes Brot kaufen würden, jedoch auf billige Industrieware angewiesen sind – und genau hier müssen die Politik und wir Unternehmer ansetzen.

Innerhalb kurzer Zeit expandiert Cumpanum stark. Bleibt da genügend Zeit für Familie und Freizeit?  

Es gibt Wochen, in denen leider wirklich nicht viel Zeit für mein Privatleben bleibt. Jedoch versuchen wir wirklich immer, uns auch die Auszeiten zu nehmen – das gelingt mal mehr und mal weniger. Wir haben trotz schnellen Wachstums zum Glück eine gute Struktur aufgebaut, in der wir auch auf die Eigenverantwortung unserer Mitarbeiten bauen. Mein Unternehmen ist so aufgestellt, dass es auch ohne mich gut läuft.

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Meine Kinder sind drei und fünf Jahre alt und halten mich ganz schön auf Trapp – damit ist der Feierabend und das Wochenende stets gut ausgefüllt. Außerdem reise ich sehr gerne mit meiner Familie, hier kann ich wirklich sehr gut abschalten. Ich muss an dieser Stelle jedoch auch betonen, dass mir mein Beruf und mein Unternehmen sehr viel Freude bereiten – deshalb muss ich mich gar nicht so viel erholen.

Auf welches Brot aus Ihrem eigenen Laden könnten Sie beim Abendbrot niemals verzichten? 

Es fällt mir schwer, mich auf ein einziges Brot festzulegen – ein gutes Abendbrot lebt ja auch von der Abwechslung. Bei uns zuhause findet man stets zwei oder drei verschiedene Sorten. Ich liebe unser Dinkel Gold, dazu ein Vollkornbrot und das Pomodoro mit getrockneten Tomaten oder das Stavros mit Oliven – ich könnte jedoch unser ganzes Sortiment hier aufzählen. Vielleicht kann die Frage besser so beantwortet werden: Unser Verkaufsschlager ist die Steinofenkruste. Diese scheint demnach gerne von den Augsburgern zum Abendbrot gegessen zu werden.

Süße oder salzige Backwaren, wofür schlägt Ihr Herz?  

Mein Herz schlägt für alle Backwaren: Ich backe mit Liebe gutes Brot und kann dennoch meine Hände nicht von den süßen Verführungen lassen.

Ganz spontan in 30 Sekunden: drei tolle Persönlichkeiten aus Bayerisch-Schwaben – und weshalb genau die?

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An erster Stelle möchte ich Mirela Wollner, erste Vorsitzende der Hospizgruppe Bobingen, nennen. Mit ihr gemeinsam haben wir eine Spendenaktion gestartet, bei der es um die Finanzierung von Schmetterlingsgräbern in Bobingen ging. Der Tod ist ein Thema, das in unserer Gesellschaft zu oft verdrängt wird. Mirela und ihr Team helfen den Sterbenden und Hinterbliebenen mit ihrer Begleitung.

Außerdem sehe ich Anja Dördelmann, Vorstand Herzstück Horgau eG, als eine wichtige Persönlichkeit unserer Region. Mit vielen Mitstreitern hat sie es geschafft, ein Projekt von Menschen für Menschen zu starten, um regionalbiologischen Produkten eine Absatzplattform zu bieten – das ist meiner Meinung nach ein wichtiger Beitrag, um das Ernährungssystem zu revolutionieren.

Auch wenn es platt klingen mag, möchte ich meine Ehefrau Christiane Heuck in dieser Aufzählung nennen. Sie ist einer der Schlüssel für unseren Erfolg. Wenn sie nicht wäre, gäbe es das Cumpanum in seiner Form sicher nicht. Sie hat ihre eigene Karriere pausiert und unterstützt mich in allen Belangen. Auch wenn sie es sicherlich nicht immer leicht mit mir hat, schaffen wir es, jede strukturelle Entscheidung, sowohl unternehmerisch als auch familiär, gemeinsam zu treffen.

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