B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

 / 
B4B Nachrichten  / 
Hochschule Ulm baut Bioreaktor
Anzeige

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform
Hochschule Ulm

Hochschule Ulm baut Bioreaktor

 Baum mit Ohr. Foto: Petra Hegewald / pixelio.de

Die Hochschule Ulm arbeitet derzeit an einem langwierigen Projekt mit der Universitätsklinik Ulm an einem gänzlich neuen Bioreaktor-System. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Heßling soll ein Bioreaktor-System mit optischer Online-Überwachung für das Wachstum von menschlichem Gewebe entwickelt werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung  steckt rund 423.000 Euro in die Förderung des Projekts. Dabei geht es um den Ersatz von Knorpelgewebe im Hals- und Kopfbereich, beispielsweise wenn Knorpelgewebe von Ohrmuscheln, Nase oder Luftröhre durch einen Unfall oder Krankheit zerstört sind. Idealerweise besitzt das fertige Ersatzgewebe die gleichen Eigenschaften wie das ursprüngliche und wird vom Körper vollkommen toleriert. Das gelingt am ehesten, wenn man das Knorpelgewebe aus körpereigenen Zellen des Patienten nachzüchtet. Dieses Tissue Engineering geschieht in einem mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgten Bioreaktor. Der Bioreaktor ist mit einem dreidimensionalen Gerüst bestückt, auf dem die Zellen wachsen, sich vermehren und einen stabilen Gewebeverband bilden können.

Online-Analytik optimiert Prozesse

Während des tage-bis wochenlangen Prozesses gilt es, das Milieu keimfrei und stabil zu halten. Mit den kommerziellen Bioreaktoren, wie sie für die Gewinnung von Gelenkknorpel eingesetzt werden, ist eine zerstörungsfreie Überwachung und Qualitätskontrolle nicht möglich. Hier setzt das Projekt von Professor Heßling an. Das neue Bioreaktor-System soll eine kontrollierte und optimierte Herstellung von Knorpelgewebe erlauben. Dabei sollen Knorpelqualität und Zelldifferenzierung anhand von Spektraldaten zerstörungsfrei beurteilt werden und mit Hilfe einer speziellen Online-Analytik das Wachstumsmilieu der Zellen kontinuierlich erfasst und anhand dieser Daten optimiert werden. Gerade für die Nachzüchtung von Knorpelgewebe der Luftröhre ist dieser Ansatz besonders wichtig, weil hier neben Knorpelzellen auch Epithelzellen, die für ihre Vermehrung andere Bedingungen benötigen, in den Zellverband einwachsen müssen.

Mit dem Projekt zur Promotion

Die für die Entwicklung des Systems erforderlichen Tests mit entsprechendem Zellmaterial werden in der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Nicole Rotter an der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums Ulm durchgeführt werden. Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms Forschung an Fachhochschulen gefördert. Beantragt wurden die Mittel für die Förderlinie „Ingenieurnachwuchs 2013“, da Professor Heßling gemeinsam mit dem Universitätsklinikum zwei seiner bewährten Mitarbeiter zur Promotion führen will.

Artikel zum gleichen Thema