HWK Ulm fordert Ausnahme-Regelungen

Dieselverbot verunsichert 19.000 Handwerksbetriebe in Ulm

Symbolbild. Foto: Rainer Sturm / pixelio.de
Viele Kfz-Fahrer sind vom drohenden Dieselverbot verunsichert – so auch das Handwerk. Gerade hier müssten ganze Fahrzeugflotten ausgetauscht werden. Für die Handwerkskammer Ulm besteht deshalb klarer Handlungsbedarf seitens der Politik.

Die Handwerksbetriebe im Gebiet der Handwerkskammer Ulm sehen in den Ergebnissen des Dieselgipfels einen ersten Schritt. Einig waren sich alle, die Stickoxid-Belastung in Ballungszentren zu reduzieren. Auch von einer Nachrüstung der Fahrzeuge war die Rede.  Die Handwerker brauchen für die Zukunft jedoch Planungssicherheit. So müssen die Mitgliedsbetriebe wissen, wie es mit ihren Fahrzeugen ab Januar 2018 konkret weitergeht. Auch nach dem Gipfel gibt es immer noch offene Fragen. Für den Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm, Dr. Tobias Mehlich, steht fest, dass es für das Handwerker Ausnahmen geben muss.

„Nach wie vor ist unklar, ob die Handwerker ihren Fuhrpark erneuern müssen“

„Die Diskussion um Dieselfahrverbote verunsichert unsere rund 19.000 Handwerksbetriebe. Nach wie vor ist unklar, ob die Handwerker ihren Fuhrpark erneuern müssen. Das haben sie zuletzt erst 2015 mit der damaligen Umstellung auf die Euro-5-Norm gemacht. Die Investitions-Zyklen für neue, oft sondergefertigte Fahrzeuge, sind in Handwerksbetrieben auf acht Jahre und länger ausgerichtet. Nach zwei Jahren nun wieder den Fuhrpark auszutauschen, ist unwirtschaftlich und macht beim Verbraucher erneut Druck auf die Handwerkerpreise“, so Mehlich.

Verbraucher und Handwerker brauchen Planungs- und Rechtssicherheit

Wenn es zu Diesel-Fahrverboten komme, müsse es Ausnahmeregelungen für das Handwerk geben. „Das ist unser klarer Wunsch an die Politik. Mit dem Ergebnis des gestrigen Diesel-Gipfels ist ein Anfang gemacht. Aber sowohl die Verbraucher als auch die Handwerker brauchen Planungs- und Rechtssicherheit“, so Mehlich kürzlich. Weiter fügt er an, dass es nicht sein kann, dass Fahrzeuge durch Fahrverbote entwertet werden. „Es müssen diejenigen zu ihrer Verantwortung stehen, die für die de facto Entwertung von Diesel-Fahrzeugen verantwortlich sind. Und das sind eindeutig nicht die Verbraucher und nicht die Handwerksbetriebe“, so Mehlich.

Mehlich spricht sich für Handwerker-Ausnahme aus

Für ihn stellt sich außerdem die Frage, mit welchen Fahrzeugen ein Handwerker künftig den Kunden oder seine Baustelle erreichen soll. Fahrverbote blockierten die Versorgung der Bevölkerung in der Fläche. Daher brauche es, laut Mehlich, eine Handwerker-Ausnahme und zwar zugunsten des Verbrauchers. Die Vollversammlung der Handwerkskammer Ulm spricht sich für eine Förderung alternativer Antriebsarten, wie beispielsweise Elektrofahrzeuge im Handwerk aus. Die Wende in der Verkehrspolitik könne für die Betriebe zwischen Jagst und Bodensee nur mit Handwerker-Ausnahmen und planbaren Übergangsfristen umgesetzt werden.

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„Nach wie vor ist unklar, ob die Handwerker ihren Fuhrpark erneuern müssen“

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Wenn es zu Diesel-Fahrverboten komme, müsse es Ausnahmeregelungen für das Handwerk geben. „Das ist unser klarer Wunsch an die Politik. Mit dem Ergebnis des gestrigen Diesel-Gipfels ist ein Anfang gemacht. Aber sowohl die Verbraucher als auch die Handwerker brauchen Planungs- und Rechtssicherheit“, so Mehlich kürzlich. Weiter fügt er an, dass es nicht sein kann, dass Fahrzeuge durch Fahrverbote entwertet werden. „Es müssen diejenigen zu ihrer Verantwortung stehen, die für die de facto Entwertung von Diesel-Fahrzeugen verantwortlich sind. Und das sind eindeutig nicht die Verbraucher und nicht die Handwerksbetriebe“, so Mehlich.

Mehlich spricht sich für Handwerker-Ausnahme aus

Für ihn stellt sich außerdem die Frage, mit welchen Fahrzeugen ein Handwerker künftig den Kunden oder seine Baustelle erreichen soll. Fahrverbote blockierten die Versorgung der Bevölkerung in der Fläche. Daher brauche es, laut Mehlich, eine Handwerker-Ausnahme und zwar zugunsten des Verbrauchers. Die Vollversammlung der Handwerkskammer Ulm spricht sich für eine Förderung alternativer Antriebsarten, wie beispielsweise Elektrofahrzeuge im Handwerk aus. Die Wende in der Verkehrspolitik könne für die Betriebe zwischen Jagst und Bodensee nur mit Handwerker-Ausnahmen und planbaren Übergangsfristen umgesetzt werden.

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