Panne in München

Größe spielt Allgäu Airport bei der Flugsicherheit in die Karten

Der Allgäu Airport. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Zum Ferienstart stand der Flughafen München stundenlang still. Eine Sicherheitspanne sorgte für ausgefallene Flüge und eine Evakuierung. Mehr Gäste gleich mehr Risiko? Wir haben beim Flughafen Memmingen nachgefragt, wie es hier zur Ferienzeit aussieht.

Am vergangenen Wochenende starteten in Bayern die Sommerferien und damit für viele der Sommerurlaub. Da wird es auch an den Flughäfen voll. Einen stundenlangen Ausfall wie in München befürchtet der Flughafen Memmingen aber nicht. Das liegt an der Logistik vor Ort.

Regierung von Oberbayern für Sicherheit zuständig

„Der Flughafen Memmingen ist nicht mit dem Flughafen München vergleichbar. Das Terminal ist viel kleiner und überschaubarer“, heißt es vom Flughafen Memmingen aus. Im Fall der Fälle spielt die Größe des Terminals dem Flughafen also in die Karten. Die Passagiere könnten nach der Kontrolle vergleichsweise schnell zurück vor die Sicherheitskontrolle geführt werden, wenn alles nach Protokoll läuft.

Weiter stellt der Airport klar: „Für die Sicherheitskontrolle am Flughafen Memmingen ist analog München die Regierung von Oberbayern verantwortlich. Wir können dazu keinerlei Auskünfte geben.“ Das betrifft auch die Kosten für die Flugsicherheit vor Ort.

Passagiere tragen Kosten für Flugsicherheit

Die Luftsicherheitsgebühren müssen die Luftfahrtunternehmen entrichten. Das Bundesministerium gibt dazu klare Angaben, wie viel pro Passagier zu berechnen ist. Die Luftfahrtunternehmen wiederum stellen diese Gebühren ihren Passagieren in Rechnung. Der Preis kann zwischen zwei und zehn Euro liegen. In Memmingen beträgt die Gebühr dieses Jahr 4,10 Euro, 2017 lag der Preis noch bei 4,55 Euro. Zum Vergleich: In München werden 7,34 Euro 2018 fällig. Währende der sechs Wochen Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg werden 225.394 Passagiere erwartet. Damit belaufen sich die Kosten für die Flugsicherheit auf über 450.000 Euro in dieser Zeit.

Keine besonderen Vorkehrungen in der Ferien

Im Vorjahr nutzten 174.232 Passagiere den Flughafen Memmingen. Das entspricht einem Wachstum von 29 Prozent für 2018. Besondere Vorkehrung trifft der Allgäu Airport deswegen aber nicht. „Unsere Flüge sind meist über das gesamte Jahr hervorragend ausgelastet, sodass es keinerlei besonderer Vorkehrungen bedarf. Das Team ist immer bestens vorbereitet und kennt die verkehrsreichsten Tage im Jahr. Einzig und allein die Urlaubsregelungen werden in der Hochsaison strenger gehandhabt. Es bekommen primär nur Mitarbeiter mit schulpflichtigen Kindern Urlaub. Dies betrifft Mitarbeiter die direkt mit dem Flugbetrieb zu tun haben“, so der Airport.

Um den Ablauf am Flughafen zur Hochsaison so reibungslos wie möglich zu halten, gibt der Flughafen Memmingen ein paar Tipps:

  • Kalkulieren Sie eine längere Anreisezeit aufgrund von Stau, Unfällen und Baustellen ein
  • Seien Sie rechtzeitig vor Ihrem Abflug am Flughafen – der Check-in ist zwei Stunden vor Abflug geöffnet
  • Achten Sie auf die Anzeigen und Durchsagen am Flughafen
  • Achten Sie auf die Vorschriften für die Mitnahme von Handgepäck, insbesondere bei Flüssigkeiten
  • Seien Sie rechtzeitig am Gate
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Regierung von Oberbayern für Sicherheit zuständig

„Der Flughafen Memmingen ist nicht mit dem Flughafen München vergleichbar. Das Terminal ist viel kleiner und überschaubarer“, heißt es vom Flughafen Memmingen aus. Im Fall der Fälle spielt die Größe des Terminals dem Flughafen also in die Karten. Die Passagiere könnten nach der Kontrolle vergleichsweise schnell zurück vor die Sicherheitskontrolle geführt werden, wenn alles nach Protokoll läuft.

Weiter stellt der Airport klar: „Für die Sicherheitskontrolle am Flughafen Memmingen ist analog München die Regierung von Oberbayern verantwortlich. Wir können dazu keinerlei Auskünfte geben.“ Das betrifft auch die Kosten für die Flugsicherheit vor Ort.

Passagiere tragen Kosten für Flugsicherheit

Die Luftsicherheitsgebühren müssen die Luftfahrtunternehmen entrichten. Das Bundesministerium gibt dazu klare Angaben, wie viel pro Passagier zu berechnen ist. Die Luftfahrtunternehmen wiederum stellen diese Gebühren ihren Passagieren in Rechnung. Der Preis kann zwischen zwei und zehn Euro liegen. In Memmingen beträgt die Gebühr dieses Jahr 4,10 Euro, 2017 lag der Preis noch bei 4,55 Euro. Zum Vergleich: In München werden 7,34 Euro 2018 fällig. Währende der sechs Wochen Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg werden 225.394 Passagiere erwartet. Damit belaufen sich die Kosten für die Flugsicherheit auf über 450.000 Euro in dieser Zeit.

Keine besonderen Vorkehrungen in der Ferien

Im Vorjahr nutzten 174.232 Passagiere den Flughafen Memmingen. Das entspricht einem Wachstum von 29 Prozent für 2018. Besondere Vorkehrung trifft der Allgäu Airport deswegen aber nicht. „Unsere Flüge sind meist über das gesamte Jahr hervorragend ausgelastet, sodass es keinerlei besonderer Vorkehrungen bedarf. Das Team ist immer bestens vorbereitet und kennt die verkehrsreichsten Tage im Jahr. Einzig und allein die Urlaubsregelungen werden in der Hochsaison strenger gehandhabt. Es bekommen primär nur Mitarbeiter mit schulpflichtigen Kindern Urlaub. Dies betrifft Mitarbeiter die direkt mit dem Flugbetrieb zu tun haben“, so der Airport.

Um den Ablauf am Flughafen zur Hochsaison so reibungslos wie möglich zu halten, gibt der Flughafen Memmingen ein paar Tipps:

  • Kalkulieren Sie eine längere Anreisezeit aufgrund von Stau, Unfällen und Baustellen ein
  • Seien Sie rechtzeitig vor Ihrem Abflug am Flughafen – der Check-in ist zwei Stunden vor Abflug geöffnet
  • Achten Sie auf die Anzeigen und Durchsagen am Flughafen
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  • Seien Sie rechtzeitig am Gate
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