GELITA AG

GELITA feiert Jubiläum am Standort Memmingen

GELITA Werk Memmingen, Außenansicht. Foto: GELITA/ Kickner
Schaltwarte zur Steuerung und Überwachung der Verarbeitungsanlage. Foto: GELITA/ Kickner

Der Hersteller von Kollagenproteinen produziert diese für pharmazeutische und gesundheitliche Anwendungen. Dabei bezieht sich GELITA stark auf Qualität und nachhaltige Produktion. Das Werk in Memmingen feiert nun sein 40-jähriges Bestehen.

von Tamina Andrasch, Online-Redaktion

Die GELITA AG ist ein weltweit führender Hersteller von Kollagenproteinen und hat sich auf die Gewinnung des Vorprodukts Ossein aus Frischknochen spezialisiert. 1974 übernahm GELITA das Werk von Pfeffer, einem Hersteller von Gelantine und Leim. Nach der Übernahme wurde die Produktion komplett neu aufgebaut. 1976 nahm das Werk den Betrieb auf. Seitdem wurden Anlagen, Prozesse und Abläufe kontinuierlich modernisiert und optimiert. So hat sich das Werk in den letzten 40 Jahren zu einem modernen und automatisierten Industriebetrieb gewandelt. In seinem Werk in Memmingen sind insgesamt 74 Mitarbeiter tätig.

Knochengelatine verleiht Haltbarkeit und Stabilität

Gelatine und Kollagenpeptide bestehen aus Kollagenproteinen, die aus natürlichen tierischen Rohstoffen gewonnen werden. Diese Rohstoffe sind Nebenprodukte der Fleischerzeugung wie Rinderhaut, Schweineschwarten und Knochen. Das GELITA Werk in Memmingen hat sich bei der Produktion vor allem auf die Verarbeitung von Frischknochen spezialisiert. Dabei wird in mehreren Schritten das Vorprodukt Ossein aus den frischen Knochen extrahiert. An anderen Standorten wird dies dann in Gelatine für pharmazeutische Anwendungen weiter verarbeitet. Die besondere Kollagenstruktur der Knochengelatine sorgt für Haltbarkeit und Stabilität. So werden die pharmazeutischen Wirkstoffe durch die Gelatinekapseln vor Sauerstoff und Licht geschützt.

Kollagenpeptide stimulieren menschliche Zellen 

Weiterhin werden aus dem Ossein bestimmte Kollagenpeptide hergestellt, die im menschlichen Körper Zellen stimulieren. Die Zellen werden angeregt, Kollagen zu produzieren. „Sie tragen zum Erhalt der Gesundheit und der Mobilität bis ins hohe Alter bei. So stellt das Ossein, das in Memingen gewonnen wird, die Basis für äußerst hochwertige Produkte dar“, so Michael Treppner, Global Vice President Marketing und Communication. Kollagen ist das am häufigsten vorkommende Protein im menschlichen Körper. Es sorgt für eine straffe Haut, belastbare Gelenke und starke Knochen und enthält keine Allergene. „Die positive Wirkung der Kollagenpeptide auf Haut, Gelenkknorpel und den Knochenaufbau ist durch klinische Studien belegt“, erläutert Treppner weiter.

„Nur Ware in Topualität"

Um die Qualität und Frische der eingesetzten Rohstoffe zu gewährleisten, hat GELITA in Memmingen ein eigenes Logistikunternehmen gegründet, die Rohlog GmbH. Dort sind weitere 44 Mitarbeiter beschäftigt. „Qualität fängt bei GELITA bereits beim Abholen der Rohwaren an. So stellen wir sicher, dass nur Ware in Topqualität verarbeitet wird“, erläutert Thomas Zettl, Werksleiter in Memmingen.

Mit Blick auf die Nachhaltigkeit

Im Hinblick auf die Nachhaltigkeit prüft das Unternehmen kontinuierlich, wie es die Folgen seines Wirkens auf die Umwelt reduzieren kann. So wurde beispielsweise der Verbrauch an Gas reduziert. Biofilter reinigen die beim Entfetten von Frischknochen entstehende Abluft. Dadurch wird eine Geruchsbelästigung vermieden. Der jährliche CO2-Ausstoß reduzierte sich um 196 Tonnen. Des Weiteren wurden Prozesse entwickelt, um auch aus den Restprodukten vermarktbare Produkte herstellen zu können. So fallen bei der Herstellung von Ossein Mineralien, Fette und Proteine an, die nicht gelierfähig sind. Michael Teppner hierzu: „Wir verwerten die eingesetzten Rohwahren zu einhundert Prozent. Dies entspricht unserer ethischen Verantwortung. Wir leisten damit einen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften der Lebensmittelindustrie und der Landwirtschaft.“ Weitere Optimierungsmaßnahmen sind bereits in der Umsetzung.

Neue Technologien aufspüren

Verborgene Kapazitätsreserven zu erschließen und Rohstoffe noch nachhaltiger zu verwerten, das hat sich Zettl diese Ziele gesetzt. So sollen weitere Arbeitsplätze geschaffen werden. Neben der Intensivierung der Produktion ist auch geplant, nachgelagerte Produktionsschritte nach Memmingen zu holen. So könnten zum Beispiel auch hochwertige Kollagenpeptide selbst produziert werden.

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GELITA Werk Memmingen, Außenansicht. Foto: GELITA/ Kickner
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von Tamina Andrasch, Online-Redaktion

Die GELITA AG ist ein weltweit führender Hersteller von Kollagenproteinen und hat sich auf die Gewinnung des Vorprodukts Ossein aus Frischknochen spezialisiert. 1974 übernahm GELITA das Werk von Pfeffer, einem Hersteller von Gelantine und Leim. Nach der Übernahme wurde die Produktion komplett neu aufgebaut. 1976 nahm das Werk den Betrieb auf. Seitdem wurden Anlagen, Prozesse und Abläufe kontinuierlich modernisiert und optimiert. So hat sich das Werk in den letzten 40 Jahren zu einem modernen und automatisierten Industriebetrieb gewandelt. In seinem Werk in Memmingen sind insgesamt 74 Mitarbeiter tätig.

Knochengelatine verleiht Haltbarkeit und Stabilität

Gelatine und Kollagenpeptide bestehen aus Kollagenproteinen, die aus natürlichen tierischen Rohstoffen gewonnen werden. Diese Rohstoffe sind Nebenprodukte der Fleischerzeugung wie Rinderhaut, Schweineschwarten und Knochen. Das GELITA Werk in Memmingen hat sich bei der Produktion vor allem auf die Verarbeitung von Frischknochen spezialisiert. Dabei wird in mehreren Schritten das Vorprodukt Ossein aus den frischen Knochen extrahiert. An anderen Standorten wird dies dann in Gelatine für pharmazeutische Anwendungen weiter verarbeitet. Die besondere Kollagenstruktur der Knochengelatine sorgt für Haltbarkeit und Stabilität. So werden die pharmazeutischen Wirkstoffe durch die Gelatinekapseln vor Sauerstoff und Licht geschützt.

Kollagenpeptide stimulieren menschliche Zellen 

Weiterhin werden aus dem Ossein bestimmte Kollagenpeptide hergestellt, die im menschlichen Körper Zellen stimulieren. Die Zellen werden angeregt, Kollagen zu produzieren. „Sie tragen zum Erhalt der Gesundheit und der Mobilität bis ins hohe Alter bei. So stellt das Ossein, das in Memingen gewonnen wird, die Basis für äußerst hochwertige Produkte dar“, so Michael Treppner, Global Vice President Marketing und Communication. Kollagen ist das am häufigsten vorkommende Protein im menschlichen Körper. Es sorgt für eine straffe Haut, belastbare Gelenke und starke Knochen und enthält keine Allergene. „Die positive Wirkung der Kollagenpeptide auf Haut, Gelenkknorpel und den Knochenaufbau ist durch klinische Studien belegt“, erläutert Treppner weiter.

„Nur Ware in Topualität"

Um die Qualität und Frische der eingesetzten Rohstoffe zu gewährleisten, hat GELITA in Memmingen ein eigenes Logistikunternehmen gegründet, die Rohlog GmbH. Dort sind weitere 44 Mitarbeiter beschäftigt. „Qualität fängt bei GELITA bereits beim Abholen der Rohwaren an. So stellen wir sicher, dass nur Ware in Topqualität verarbeitet wird“, erläutert Thomas Zettl, Werksleiter in Memmingen.

Mit Blick auf die Nachhaltigkeit

Im Hinblick auf die Nachhaltigkeit prüft das Unternehmen kontinuierlich, wie es die Folgen seines Wirkens auf die Umwelt reduzieren kann. So wurde beispielsweise der Verbrauch an Gas reduziert. Biofilter reinigen die beim Entfetten von Frischknochen entstehende Abluft. Dadurch wird eine Geruchsbelästigung vermieden. Der jährliche CO2-Ausstoß reduzierte sich um 196 Tonnen. Des Weiteren wurden Prozesse entwickelt, um auch aus den Restprodukten vermarktbare Produkte herstellen zu können. So fallen bei der Herstellung von Ossein Mineralien, Fette und Proteine an, die nicht gelierfähig sind. Michael Teppner hierzu: „Wir verwerten die eingesetzten Rohwahren zu einhundert Prozent. Dies entspricht unserer ethischen Verantwortung. Wir leisten damit einen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften der Lebensmittelindustrie und der Landwirtschaft.“ Weitere Optimierungsmaßnahmen sind bereits in der Umsetzung.

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Verborgene Kapazitätsreserven zu erschließen und Rohstoffe noch nachhaltiger zu verwerten, das hat sich Zettl diese Ziele gesetzt. So sollen weitere Arbeitsplätze geschaffen werden. Neben der Intensivierung der Produktion ist auch geplant, nachgelagerte Produktionsschritte nach Memmingen zu holen. So könnten zum Beispiel auch hochwertige Kollagenpeptide selbst produziert werden.

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