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Bereits im Herbst 2010 signalisierte Vodafone, dass das Westallgäu als eine der ersten Regionen mit der neuen Internet-Übertragungstechnologie LTE ausgestattet werden sollte. Die Wirtschafts- und Entwicklungsleitstelle Westallgäu (WEST) hatte Vodafone auf die lückenhafte Versorgung mit Kabel-Lösungen aufmerksam gemacht. Dem schnellen Start der Technik standen allerdings die fehlende Freigabe durch die Bundesnetzagentur und auch fehlende technische Erfahrungen mit der neuen Technologie im Weg. Daher kam es zu Verzögerungen. Inzwischen ist der Sender Scheidegg aber seit einigen Monaten in Betrieb und weitere Standorte sollen schon bald folgen.
WEST wird zum „Internet-Paten“ der Region
„Wir sind nicht der Netzbetreiber. Wir legen keine Kabel und können auch keine technische Unterstützung anbieten. Das ist Aufgabe des Fachhandels“, stellt Mag. Marco Fehr von der WEST fest. Die Bedeutung des Internets gerade auch für die lokale Wirtschaft haben er und die anderen WEST-Mitarbeiter aber sehr früh erkannt. Daher wurde die WEST zum „Internet-Paten“ der Region. Und deshalb sieht sich Fehr auch weiterhin in der Pflicht, sich zu engagieren und zu informieren. So hat er von Vodafone die Informationen über den weiteren LTE-Ausbau erhalten.
Versorgung weiter Teile des westlichen Landkreises ab September
Bereits ab September sollen von Wildberg (Gemeinde Weißensberg) aus weite Teile des westlichen Landkreises versorgt werden. „Im vierten Quartal will Vodafone dann Sender in Seltmans und Hergatz in Betrieb nehmen“, meint Fehr. Damit werden Teile von Maierhöfen, Gestratz, Grünenbach und Opfenbach mitversorgt. Im ersten Quartal 2012 sollen dann weitere Standorte in Röthenbach und Oberreute folgen. Schon jetzt versorgt der Sender in Scheidegg auch 80 Prozent der Einwohner von Weiler-Simmerberg und auch Scheffau.
Teures Satelliten-DSL ist unzuverlässig in der Region
Gute Erfahrungen mit der neuen Technologie hat Mario Schwendinger gemacht. Der Besitzer einer Skischule war am Standort Scheidegg bislang auf teures Satelliten-DSL angewiesen. Bei Starkregen oder Schneefall hat dies aber nicht zuverlässig funktioniert. „Mit LTE habe ich nun keine Probleme. Ich surfe extrem schnell im Internet und kann Daten auch sehr schnell versenden“, sagt Schwendinger. Mehrere Arbeitsplätze hat er mit Hilfe der Vodafone-Hardware angeschlossen.
Paracelsus-Klinik in Scheidegg profitiert durch schnelles Internet
Bis zu 200 PCs können schon bald in der Paracelsus-Klinik in Scheidegg auf das schnelle Internet per LTE zugreifen. Denn der Klinikbetreiber lässt das bereits vorhandene LTE-Signal in seine Haustelefonanlage einspeisen. In den Patientenzimmern ist dann der Anschluss mittels Netzwerkkabel möglich. Die Nachfrage ist groß, weiß Verwaltungsdirektor Matthias Schindler: „Etwa 20 bis 30 Prozent unserer Patienten reisen mit dem eigenen Laptop an.“ Bislang stehen in der Klinik nur zwei Terminals zur Verfügung, die über eine teure Sonderleitung mit dem Internet verbunden sind. „Standard-DSL ist hier viel zu langsam“, klagt Schindler, der froh ist, bald mit Hilfe von LTE Abhilfe schaffen zu können.
Verbindung kostenlos testen lassen
Wer nicht sicher ist, ob am eigenen Standort LTE verfügbar ist, kann dies kostenlos testen lassen. Der Vodafone-Shop in der Lindenberger Hauptstraße bietet diesen Service an. Auf diese Weise wird auch ermittelt, ob beispielsweise eine Außenantenne für den LTE-Empfang erforderlich ist. In Sendernähe ist dies nicht der Fall. Dort reicht die in den Empfänger integrierte Antenne aus.