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Riwa und RealityMaps digitalisieren die Stadtplanung
Kooperation

Riwa und RealityMaps digitalisieren die Stadtplanung

Eine neue Sensorik der beiden Unternehmen soll Kommunen künftig bei der Stadtplanung entlasten. Foto: Riwa / RealityMaps
Eine neue Sensorik der beiden Unternehmen soll Kommunen künftig bei der Stadtplanung entlasten. Foto: Riwa / RealityMaps

Ziel der Kooperation der zwei Technologieunternehmen ist es, die kommunale Stadtplanung durch 3D-Geodaten und KI-basierte Analysen zu modernisieren und damit zu beschleunigen. Über die Zusammenarbeit.

Die Riwa GmbH aus Kempten hat sich mit der Münchener RealityMaps GmbH zusammengeschlossen, um Kommunen bei der Verarbeitung räumlicher Daten zu unterstützen. Im Kern gehe es darum, 3D-Geodaten zu erheben, die anschließend KI-basiert ausgewertet werden. Diese Informationen sollen lokale Behörden unter anderem bei Bauvorhaben oder Klimaanpassungsstrategien entlasten.

Erfassung von 3D-Geodaten aus der Luft

Die Basis der Kooperation bilde ein Verfahren, bei dem Sensoren das jeweilige Gemeindegebiet überfliegen. Während eines einzigen Durchgangs sammele die Technik dabei unterschiedliche Aufnahmetypen, darunter Schrägbilder, Wärmesignaturen oder multispektrale Informationen. Aus diesem Rohmaterial entstünden anschließend hochauflösende 3D-Geodaten.

Entsprechende Einsätze aus der Luft fanden laut der Unternehmen etwa bereits in der bayerischen Gemeinden Forchheim statt. Dort sei inzwischen der vollständige technologische Kreislauf im Betrieb.

KI-gestützte Analysen für Bau- und Klimastrategien

Im nächsten Schritt werten Computerprogramme das gesammelte Bildmaterial KI-basiert aus. Diese Software soll in der Lage sein, versiegelte Flächen zu berechnen, einzelne Bäume zu erkennen oder Wärmeinseln im städtischen Raum zu lokalisieren. Diese abgeleiteten Werte könnten den regionalen Verwaltungen anschließend als Grundlage für Bauleitplanung oder Maßnahmen im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung dienen.

Direkte Einspeisung in bestehende Arbeitsumgebungen

Ein weiterer technischer Aspekt der Dienstleistung bestehe darin, die generierten Ergebnisse ohne Medienbrüche in den Arbeitsalltag der Ämter zu integrieren. Die 3D-Geodaten sowie die Befunde der Algorithmen würden dafür in die bestehenden Geoinformationssysteme, kurz GIS, von Riwa übermittelt, welche bereits in diversen Rathäusern der Region etabliert seien. Da für die Erstellung unterschiedlicher Fachkataster lediglich eine einzige Überfliegung vorgenommen werden müsse, reduziere sich zudem der generelle Aktualisierungsaufwand gegenüber bisherigen Methoden. „Mit der Bereitstellung der RealityMaps-Technologie erweitern wir unser Portfolio um eine neue Dimension der Datentiefe und -qualität. Kommunen können damit fundierte Entscheidungen schneller und auf einer deutlich verbesserten Datenbasis treffen“, erklärt Reinhard Kofler, seit September 2025 Geschäftsführer von Riwa.

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