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Am Stammsitz des Prüftechnikherstellers Maha in Haldenwang haben die Bauarbeiten für eine neue Forschungshalle begonnen. Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben mehr als eine Million Euro in die Entwicklung von Prüftechnik für Fahrerassistenzsysteme (ADAS) schwerer Nutzfahrzeuge. Der Baustart erfolgte am 17. August. In der neuen Halle will Maha Technologien entwickeln, mit denen sich Fahrerassistenzsysteme von Lastwagen und Omnibussen überprüfen lassen.
Für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge hat Maha mit dem MAST 2.0 bereits einen entsprechenden ADAS-Prüfstand entwickelt. Die erste Installation in Deutschland soll im Oktober 2026 bei TÜV Süd in Ulm in Betrieb gehen. Zuvor will Maha das System im September auf der Automechanika in Frankfurt einem internationalen Fachpublikum präsentieren.
Mit der neuen Forschungshalle in Haldenwang soll die Technologie nun auf schwere Nutzfahrzeuge übertragen werden. Lkw und Omnibusse stellen aufgrund ihrer Abmessungen, der verbauten Sensorik und unterschiedlicher Prüfabläufe andere Anforderungen an die Prüftechnik.
Hintergrund der Entwicklung ist die zunehmende Verbreitung von Fahrerassistenzsystemen in Nutzfahrzeugen. Dazu gehören beispielsweise Notbrems-, Spurhalte- und Abbiegeassistenten. Einige dieser Systeme sind inzwischen gesetzlich vorgeschrieben.
Bislang lässt sich im Rahmen der regelmäßigen Fahrzeugüberwachung laut Maha allerdings nur eingeschränkt feststellen, ob die sicherheitsrelevanten Systeme über die gesamte Lebensdauer eines Fahrzeugs zuverlässig funktionieren. Mit der neuen Prüftechnik will das Unternehmen hier ansetzen.
„Wir sehen in der Entwicklung des ADAS-Prüfstands für schwere Nutzfahrzeuge einen wichtigen Meilenstein in unserer Firmengeschichte“, sagt Maha-Geschäftsführer Peter Geigle. Das Unternehmen sei davon überzeugt, dass Fahrerassistenzsysteme auch bei schweren Nutzfahrzeugen geprüft werden müssten.
Mit dem Bau der Forschungshalle setzt Maha zugleich seine Investitionen am Stammsitz in Haldenwang fort. Nach dem Rekordgeschäftsjahr 2025/26 hatte das Unternehmen angekündigt, verstärkt in den Standort, neue Produkte sowie die eigene Forschung und Entwicklung zu investieren. Die neue Halle ist Teil dieser Strategie und soll die Forschungsinfrastruktur des Unternehmens im Bereich der Fahrerassistenzsysteme erweitern.