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Handwerkskammer Schwaben wirbt für Meisterbrief
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Berufliche Bildung

Handwerkskammer Schwaben wirbt für Meisterbrief

 Meisterfeier 2021 Jahresbestmeister
Die Meisterfeier. Bild: HWK Schwaben.
Von Ellen Köhler

Endlich gibt es wieder eine klassische Meisterfeier bei der Handwerkskammer für Schwaben (HWK).  Die Handwerkskammer ehrt insgesamt 567 Meister. Welches Potenzial der Meisterbrief mit sich bringt.

Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner war die Freude und Erleichterung richtig anzumerken, als er in der gut gefüllten Bigbox in Kempten zahlreiche Gäste begrüßen konnte. „Uns ist es wichtig, dass diese Veranstaltung unter der gebotenen Vorsicht stattfinden kann. Es muss einen würdigen Rahmen für Ihre großartigen Leistungen geben, die Sie unter schwierigen Bedingungen zum Abschluss gebracht haben“, sagte Wagner.

Bemerkenswerter Anstieg des Anteils der Meisterinnen

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In 16 Handwerken hatten 86 Damen und 481 Herren ihre Meisterprüfung abgelegt. Sie erhielten aus den Händen von HWK-Präsident Hans-Peter Rauch und seiner beiden Stellvertreter Paul Brugger und Konrad Rebholz die Meisterbriefe. Deutlich angestiegen ist im Vergleich zu den Vorjahren der Anteil der Meisterinnen.

Das Kapital der Fähigkeiten ist keinem Kurs unterworfen 

Die HWK-Schwaben hatte auf der Einladung mit dem Slogan geworben „Die sichersten Wertpapiere gibt es immer noch im Handwerk“ und spannte mit dieser Aussage den Bogen zum Wertpapier Meisterbrief. Das griff HWK-Präsident Rauch in seiner Festansprache auf: „Ihr kostbarstes Kapital sind Ihre Fähigkeiten und die sind keinem Kurs unterworfen. Sie haben jetzt vielfältige Möglichkeiten diese einzusetzen und erfolgreich zu sein. Ihr Meisterbrief ist in der Regel nicht nur wertbeständig, sondern wirft durch Ihren Fleiß und Ihr Können eine hohe Rendite ab.“

Lob durch den HWK Präsidenten

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Rauch gratulierte seinen jungen Kolleginnen und Kollegen und sagte: „Aus eigener Erfahrung weiß ich, was eine Meisterausbildung schon unter ‚normalen‘ Bedingungen bedeutet. Unter Coronabedingungen sind Ihre Leistungen noch viel höher zu bewerten! Dazu gratuliere ich Ihnen ganz herzlich! Ich bin stolz auf Sie!“

Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung 

In seiner Festrede ging der Präsident auch auf die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung ein. Bachelor und Meister seien zwar formal gleichwertig, doch auf der Kostenseite herrsche immer noch kein Gleichgewicht. Er lobte zwar, dass der Bund seit dem letzten Jahr höhere Zuschüsse für den Meisterkurs, die Prüfung und das Meisterstück zur Verfügung stelle, doch im Sinne der Gleichwertigkeit sei noch Luft nach oben: „Ein Studium ist kostenfrei und daher muss eine Meisterausbildung zumindest noch kostengünstiger werden. Zwei Parteien, die derzeit über eine Regierungsbildung verhandeln, haben dies in ihren Wahlprogrammen stehen. Wir werden sie daran erinnern,“ versicherte Rauch. Positiv wertete er, dass der Freistaat Bayern den Meisterbonus im Jahr 2019 von Euro 1.500 auf Euro 2.000 angehoben habe.

Meister haben hervorragende Zukunftsperspektiven

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Bei den jungen Meisterinnen und Meistern warb Rauch auch für die Selbständigkeit. „Aus eigener Erfahrung sage ich Ihnen, dass es wunderbar ist, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und sein eigener Chef zu sein. Seien Sie mutig und denken Sie darüber nach, ob dies eine Option für Sie wäre“. Er zitierte aus einer Untersuchung, die feststellt, dass in Schwaben pro Jahr rund 400 Übernahmegründer auf 500 bis 600 übernahmefähige Betriebe treffen. „Da haben Sie hervorragende Chancen! Da haben Sie die Wahl!“ Dass das Handwerk ein festes berufliches Fundament biete, zeige sich auch in der brandneuen Konjunkturumfrage der Handwerkskammer für Schwaben. Rund 90 Prozent der schwäbischen Handwerksbetriebe bewerten ihre Geschäftslage mit gut und befriedigend. Die Entscheidung der schwäbischen Meisterinnen und Meister 2021 nannte Rauch „eine sichere Investition in die Zukunft“.

 

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