EMAS-Urkunde

BKH Kempten für vorbildliches Umweltmanagement ausgezeichnet

Freude über die EMAS-Urkunde, die das vorbildliche Umweltmanagement im BKH Kempten dokumentiert. Foto: Georg Schalk
Das Bezirkskrankenhaus (BKH) Kempten hat zum ersten Mal die EMAS-Urkunde für vorbildliches Umweltmanagement bekommen. Von der Validierung der Klinik sollen auch die Gebiete Hygiene und Arbeitssicherheit profitieren.

„Der Erhalt der Landschaft und der Natur sowie der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen spielen im Allgäu eine besondere Rolle. Ich finde wichtig, dass wir als Krankenhaus einen Teil dazu beigetragen“, erklärte der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Markus Jäger bei der Verleihung der Urkunde. Die erfolgreiche Validierung bringe die Klinik auch auf dem Gebiet der Hygiene und der Arbeitssicherheit weiter, so Jäger. EMAS ist ein freiwilliges Instrument der Europäischen Union. Es soll Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Branche dabei unterstützen, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. Die Abkürzung steht für „Eco-Management and Audit Scheme“, bekannt auch als „Öko-Audit“.

Rund 40 EMAS-zertifizierte Unternehmen und Institutionen in Schwaben

Stefan Sprinkart, Regionalgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) im Allgäu, überbrachte die Auszeichnung und gratulierte der Klinik zum Erfolg. Unter rund 40 Unternehmen und Institutionen in Schwaben mit einer EMAS-Zertifizierung sind laut Sprinkart aktuell sechs aus dem Gesundheitswesen, die nach EMAS zertifiziert sind. Dazu zählen das Klinikum Kempten, mit dem das BKH Kempten eng zusammenarbeitet, sowie die beiden Bezirkskrankenhäuser Günzburg und Kaufbeuren. Alle drei BKH tragen auch den Titel „Green Hospital“, den der Freistaat ihnen verliehen hat. „Der Umweltgedanke hat bei uns einen besonderen Stellenwert“, betonte der Regionalleiter Süd der Bezirkskliniken Schwaben, Wilhelm Egger. Das BKH Kaufbeuren als ältester Standort der Bezirkskliniken, hat schon seit mehr als 15 Jahren ein betriebliches Umweltmanagement samt erfolgreicher Auditierung. 

Mitarbeiter können Verbesserungspotenziale aufzeigen

Ziel der Zertifizierung ist eine ganzheitliche, umfassende Betrachtung des Umweltgedankens in einem Unternehmen. Dabei sollen die Mitarbeiter einbezogen werden. Im Fall des BKH Kempten hat beispielsweise Personalratsvorsitzende Lisa Birke darauf hingewiesen, dass Trinkmilch nicht direkt aus dem Allgäu bezogen wird, sondern von einer Firma aus dem europäischen Ausland. „Das ist doch paradox, im Milchland Allgäu keine Trinkmilch zu bekommen“, gab ihr Regionalleiter Egger Recht. Das Problem wurde aufgegriffen und behoben: Jetzt kommt die Milch aus der Region und nicht mehr aus dem Ausland.  

Eineinhalb Jahre dauernder Zertifizierungsprozess

Die Beurteilung hat ein staatlich zugelassener, unabhängiger Gutachter übernommen. Er hat der Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik ein energetisch sehr umweltbewusstes, nachhaltiges Konzept bescheinigt. Außerdem stellte er fest, dass im täglichen Klinikbetrieb Rechts- und Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. Dem war ein betriebsinternes Verfahren vorausgegangen. In diesem Rahmen wurden Zahlen, Daten und Fakten unter anderem zum Energieverbrauch, den Müllmengen und der Beschaffung umweltgerechter Materialen erhoben. So wurde erkannt, wo noch Optimierungs-Möglichkeiten bestehen und welche weiteren Umweltziele festgelegt werden sollen. In den Prozess, der eineinhalb Jahre gedauert hat, waren Vertreter aller Berufsgruppen eingebunden. 

Validierung des BKH gilt bis Juli 2020

Die Validierung der „ökologischen Visitenkarte“ des BKH gilt bis Juli 2020 und muss dann erneuert werden. Zusätzlich findet ab sofort jedes Jahr eine Überwachung durch einen externen Auditor statt. So wird gewährleistet, dass das Umweltmanagement keine einmalige Sache, sondern ein dauerhafter, fortwährender Prozess ist, bei dem stets nach Verbesserungen gestrebt wird.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
EMAS-Urkunde

BKH Kempten für vorbildliches Umweltmanagement ausgezeichnet

Freude über die EMAS-Urkunde, die das vorbildliche Umweltmanagement im BKH Kempten dokumentiert. Foto: Georg Schalk
Das Bezirkskrankenhaus (BKH) Kempten hat zum ersten Mal die EMAS-Urkunde für vorbildliches Umweltmanagement bekommen. Von der Validierung der Klinik sollen auch die Gebiete Hygiene und Arbeitssicherheit profitieren.

„Der Erhalt der Landschaft und der Natur sowie der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen spielen im Allgäu eine besondere Rolle. Ich finde wichtig, dass wir als Krankenhaus einen Teil dazu beigetragen“, erklärte der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Markus Jäger bei der Verleihung der Urkunde. Die erfolgreiche Validierung bringe die Klinik auch auf dem Gebiet der Hygiene und der Arbeitssicherheit weiter, so Jäger. EMAS ist ein freiwilliges Instrument der Europäischen Union. Es soll Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Branche dabei unterstützen, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. Die Abkürzung steht für „Eco-Management and Audit Scheme“, bekannt auch als „Öko-Audit“.

Rund 40 EMAS-zertifizierte Unternehmen und Institutionen in Schwaben

Stefan Sprinkart, Regionalgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) im Allgäu, überbrachte die Auszeichnung und gratulierte der Klinik zum Erfolg. Unter rund 40 Unternehmen und Institutionen in Schwaben mit einer EMAS-Zertifizierung sind laut Sprinkart aktuell sechs aus dem Gesundheitswesen, die nach EMAS zertifiziert sind. Dazu zählen das Klinikum Kempten, mit dem das BKH Kempten eng zusammenarbeitet, sowie die beiden Bezirkskrankenhäuser Günzburg und Kaufbeuren. Alle drei BKH tragen auch den Titel „Green Hospital“, den der Freistaat ihnen verliehen hat. „Der Umweltgedanke hat bei uns einen besonderen Stellenwert“, betonte der Regionalleiter Süd der Bezirkskliniken Schwaben, Wilhelm Egger. Das BKH Kaufbeuren als ältester Standort der Bezirkskliniken, hat schon seit mehr als 15 Jahren ein betriebliches Umweltmanagement samt erfolgreicher Auditierung. 

Mitarbeiter können Verbesserungspotenziale aufzeigen

Ziel der Zertifizierung ist eine ganzheitliche, umfassende Betrachtung des Umweltgedankens in einem Unternehmen. Dabei sollen die Mitarbeiter einbezogen werden. Im Fall des BKH Kempten hat beispielsweise Personalratsvorsitzende Lisa Birke darauf hingewiesen, dass Trinkmilch nicht direkt aus dem Allgäu bezogen wird, sondern von einer Firma aus dem europäischen Ausland. „Das ist doch paradox, im Milchland Allgäu keine Trinkmilch zu bekommen“, gab ihr Regionalleiter Egger Recht. Das Problem wurde aufgegriffen und behoben: Jetzt kommt die Milch aus der Region und nicht mehr aus dem Ausland.  

Eineinhalb Jahre dauernder Zertifizierungsprozess

Die Beurteilung hat ein staatlich zugelassener, unabhängiger Gutachter übernommen. Er hat der Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik ein energetisch sehr umweltbewusstes, nachhaltiges Konzept bescheinigt. Außerdem stellte er fest, dass im täglichen Klinikbetrieb Rechts- und Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. Dem war ein betriebsinternes Verfahren vorausgegangen. In diesem Rahmen wurden Zahlen, Daten und Fakten unter anderem zum Energieverbrauch, den Müllmengen und der Beschaffung umweltgerechter Materialen erhoben. So wurde erkannt, wo noch Optimierungs-Möglichkeiten bestehen und welche weiteren Umweltziele festgelegt werden sollen. In den Prozess, der eineinhalb Jahre gedauert hat, waren Vertreter aller Berufsgruppen eingebunden. 

Validierung des BKH gilt bis Juli 2020

Die Validierung der „ökologischen Visitenkarte“ des BKH gilt bis Juli 2020 und muss dann erneuert werden. Zusätzlich findet ab sofort jedes Jahr eine Überwachung durch einen externen Auditor statt. So wird gewährleistet, dass das Umweltmanagement keine einmalige Sache, sondern ein dauerhafter, fortwährender Prozess ist, bei dem stets nach Verbesserungen gestrebt wird.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben