B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

 / 
B4B Nachrichten  / 
Allgäu Batterie realisiert Großspeicher für Adelholzener Alpenquellen
Energiewende

Allgäu Batterie realisiert Großspeicher für Adelholzener Alpenquellen

So sieht der von Allgäu Batterie realisierte Speicher von Adelholzener aus. Foto: Adelholzener Alpenquellen
So sieht der von Allgäu Batterie realisierte Speicher von Adelholzener aus. Foto: Adelholzener Alpenquellen

Der Haldenwanger Energiespezialist hat für den Getränkehersteller im Chiemgau einen großen Batteriespeicher errichtet. Wie die Anlage Lastspitzen abfängt.

Die Adelholzener Alpenquellen GmbH hat an ihrem Standort in Bad Adelholzen einen neuen Batteriespeicher in Betrieb genommen. Gebaut wurde er zusammen mit der Allgäu Batterie GmbH & Co. KG aus Haldenwang und der Battr Energy AG. Der Speicher verbindet die Photovoltaikanlagen des Getränkeherstellers mit dessen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.

Nach Angaben von Adelholzener ist er mit einer Leistung von 1.472 Kilowatt und einer Kapazität von 4.576 Kilowattstunden der größte Batteriespeicher im Chiemgau. Das Projekt gehört zur Standortstrategie „Perspektive 2040“, mit der das Unternehmen seine CO₂-Emissionen schrittweise senken will. Wie viel Adelholzener in den Speicher investiert hat, ist nicht bekannt.

Solarstrom vollständig nutzbar

Gespeist wird der Speicher mit Solarstrom aus den Photovoltaikanlagen auf den des Unternehmens. An sonnigen Tagen erzeugen sie laut dem Getränkehersteller bis zu 9.000 Kilowattstunden. Einen Teil dieses Stroms konnte der Betrieb bisher nicht sofort verbrauchen. Diesen Überschuss nimmt nun der Speicher auf und gibt ihn bei Bedarf wieder ab. „Jede Kilowattstunde Strom, die wir selbst erzeugen und speichern können, erhöht unseren Eigenversorgungsgrad und macht unsere Energieversorgung flexibler“, sagt Peter Lachenmeir, Geschäftsführer der Adelholzener Alpenquellen.

Wie der Speicher Lastspitzen abfängt

Der Speicher fängt außerdem Lastspitzen ab, also kurze Phasen mit besonders hohem Strombedarf. Laut Allgäu Batterie steigt der Bedarf am Standort, weil Adelholzener die Produktion zunehmend elektrifiziert. Zu Spitzenzeiten reiche der bestehende Netzanschluss deshalb oft nicht mehr aus. Der Speicher lädt sich in Phasen mit geringem Verbrauch auf und gibt den Strom bei hohem Bedarf zusätzlich zum Netzstrom ab. Dadurch spare sich das Unternehmen eine teure Erweiterung des Netzanschlusses, gleichzeitig ließen sich die Netzentgelte senken, wenn der Betrieb Strom gezielt außerhalb der Hochlastzeiten aus dem Netz bezieht. Adelholzener selbst rechnet mit niedrigeren Energiekosten und einem geringeren Druck auf das örtliche Stromnetz.

Alexander Diepolder, Geschäftsführer von Allgäu Batterie, sieht den Speicher als einen Teil des Gesamtsystems: „Entscheidend ist, dass Erzeugung, Speicherung, Ladeinfrastruktur und Verbrauch im Alltag zuverlässig zusammenspielen.“

E-Lkw im Werksverkehr

Der Speicher versorgt auch die Ladeinfrastruktur am Standort. Dazu gehört eine Schnellladestation des Herstellers Alpitronic mit zwei Ladepunkten, die zusammen bis zu 400 Kilowatt Ladeleistung besitzen. Dort laden zwei Elektro-Lkw, die seit Kurzem den Shuttleverkehr in der Region übernehmen, der bisher mit Diesel-Lkw lief. Das Unternehmen erwartet dadurch jährlich rund 30.000 Liter weniger Diesel und etwa 80 Tonnen weniger CO₂.

Weitere Ausbaustufen sind geplant. Künftig soll das System auch Strom an der Börse einkaufen, wenn die Preise niedrig sind. Für das kommende Jahr plant Adelholzener zudem ein Parkhaus mit 60 Ladepunkten für die Beschäftigten.

Artikel zum gleichen Thema