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Wie das Allgäu zur „Heimat für Hightech“ wird
25. KI & Data Science Stammtisch

Wie das Allgäu zur „Heimat für Hightech“ wird

Initiatoren und Ehrengäste der Veranstaltung: 1. Reihe von links: Bernd Stapfner, Alfred Geißler, Dr. Julia König, Dr. Fabian Mehring, Dr. Irene Bader, Cornelius Nöß und Reinhard Musch. 2. Reihe von links: Dr. Stefan König, Alexander Hold, Christian Schoch und Karl-Heinz Wagner. Foto: Dominik Berchtold
Initiatoren und Ehrengäste der Veranstaltung: 1. Reihe von links: Bernd Stapfner, Alfred Geißler, Dr. Julia König, Dr. Fabian Mehring, Dr. Irene Bader, Cornelius Nöß und Reinhard Musch. 2. Reihe von links: Dr. Stefan König, Alexander Hold, Christian Schoch und Karl-Heinz Wagner. Foto: Dominik Berchtold

Wie können das Allgäu und Bayerisch-Schwaben Vorreiter im Bereich Künstlicher Intelligenz werden? Mit dieser zentralen Frage beschäftigt sich der KI & Data Science Stammtisch und zeigt: Das Ziel liegt in greifbarer Nähe.

Ende Juni fand der mittlerweile 25. KI & Data Science Stammtisch Allgäu statt. Die von der Ehrenmüller GmbH ins Leben gerufene Veranstaltung findet seit 2017 mehrmals im Jahr statt, dieses Mal bei der DMG Mori Pfronten GmbH. Rund 100 Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft seien zum 25. Jubiläum bei DMG Mori zusammengekommen, um sich auszutauschen, zu vernetzen und sich gemeinsam die Frage zu stellen: Wie kann die Region zum Wegbereiter für Künstliche Intelligenz werden – oder ist sie das vielleicht schon?

Kann der Freistaat eine „Heimat für Hightech“ werden?

Neben der Möglichkeit zu einem themenbezogenen Austausch bot das Rahmenprogramm auch Anwendungsbeispiele aus der Praxis sowie eine Keynote. So beschäftigte sich etwa Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring in seinem Talk „Heimat für Hightech: Bayerns Weg ins KI-Zeitalter“ mit dem Potenzial der Region und plädierte dafür, eine aktive Rolle bei der Gestaltung der Zukunft einzunehmen: „KI und digitale Innovationen bewirken aktuell die große industrielle Revolution unserer Zeit. Sie verändern unsere Art zu arbeiten und zu leben und entscheiden darüber, wo künftig Wohlstand entsteht und Macht konzentriert wird. In Bayern wollen wir nicht nur passiv von der Seitenlinie aus zusehen, wie Player aus den USA und Asien den Wohlstand der Zukunft untereinander verteilen. Stattdessen strecken wir uns nach der Decke, um die digitale Transformation aktiv und nach unseren Vorstellungen mitzugestalten.“ Netzwerktreffen wie der KI & Data Science Stammtisch Allgäu seien für dieses Ziel entscheidend, da sie aufzeigen würden, wie aus der Theorie Praxis wird.

Messbarer Mehrwert im Mittelstand durch KI

Wie eine solche digitale Transformation für den bayerisch-schwäbischen Mittelstand aussehen könnte, zeigten hingegen Joachim Klaus von der Allgäuer Überlandwerk GmbH und Tim Stachel von der Scaltel GmbH & Co. KG. Klaus demonstrierte, wie eine von Ehrenmüller entwickelte KI-Anwendung dem Energieversorger dabei hilft, Großspeicher effizient in das AllgäuNetz zu integrieren. Stachel gab wiederum Einblicke in die bereits etablierte Rolle Künstlicher Intelligenz innerhalb moderner IT-Infrastruktur. Beide Praxisbeispiele hätten verdeutlicht, wie sich bereits heute ein wirtschaftlich messbarer Mehrwert durch die Technologie erzielen lasse.

Wie kann Europa mit den USA und Asien mithalten?

Dr. Julia König, Gründerin und Geschäftsführerin von Ehrenmüller, machte deutlich, worauf es ankommt, wenn die EU im KI-Wettrennen mithalten will: nicht einzelne, große Modelle wie die von OpenAI und Anthropic, sondern kleine, auf Unternehmen spezialisierte Modelle. König erklärt: „Wir werden in Europa nicht erfolgreich sein, wenn wir auf die Entwicklung einzelner großer KI-Modelle setzen. Entscheidend ist, dass KI in der Breite der Wirtschaft ankommt und möglichst viele Unternehmen die Chancen dieser Technologie nutzen können. Dazu benötigen sie spezialisierte, datensouveräne Modelle, die einen direkten Mehrwert für ihr Unternehmen liefern.“

Dieser Einschätzung war nicht nur ausschlaggebend für die Gründung ihres KI-Start-ups, welches bis heute mehr als 200 KI-Projekte, darunter für AGCO Fendt und Alois Müller, erfolgreich umgesetzt habe. Sondern ihr liegt auch der Wunsch zugrunde, ein Netzwerk zu schaffen, das diese Vision vorantreibt. Daraus ist letztendlich der KI & Data Science Stammtisch Allgäu entstanden.

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