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Die Rudolf Hörmann GmbH & Co. KG hat den Spatenstich ihres Großprojekts Athene gefeiert. Mit dem symbolischen Spatenstich beginnt nun der Bau des neuen Holzclusters am Unternehmenssitz in Buchloe. Geplant ist ein Produktionsstandort, an dem künftig sämtliche Schritte der Holzverarbeitung gebündelt werden. Der neue Standort entsteht westlich der Werner-von-Siemens-Straße in Buchloe im Ostallgäu. Auf rund zwölf Hektar Fläche sollen künftig Sägewerk, Brettschichtholzproduktion, Abbundbereich und Energieversorgung miteinander verbunden werden.
Ziel des Projekts ist es, alle Prozessschritte vom Rundholz bis zum montagefertigen Holzbauteil an einem Standort zu vereinen. Dadurch sollen kürzere Transportwege entstehen und Abläufe effizienter gestaltet werden. Gleichzeitig will das Unternehmen die langfristige Versorgung sichern.
Zum offiziellen Baustart kamen Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft nach Buchloe. Unter den Gästen waren unter anderem Bürgermeister Robert Pöschl, Landrat Bernd Stapfner, Mitglieder des Stadtrats sowie Partnerunternehmen. Geschäftsführer Michael Hörmann bezeichnete das Projekt als wichtigen Schritt für die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. „Mit Athene schaffen wir die Grundlage, unsere Wertschöpfung im Holzbau künftig noch stärker zu integrieren und strategisch weiterzuentwickeln“, erklärt Michael Hörmann.
Nach Angaben des Unternehmens soll das Projekt die Bedeutung des Standorts Buchloe stärken. Im Fokus steht dabei der Baustoff Holz als nachhaltiger Rohstoff. Das soll laut Unternehmen regionale Wertschöpfung, moderne Bauweisen und langfristige CO₂-Bindung miteinander verbinden.
Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf der künftigen Rohstoffversorgung. Hörmann will neben klassischen Holzqualitäten auch Schwachholzsortimente effizient verarbeiten.
Im Mittelpunkt des ersten Bauabschnitts steht eine rund 210 mal 160 Meter große Haupthalle. Die Produktionsfläche umfasst etwa 33.000 Quadratmeter. Dort soll gesägtes Holz künftig vollautomatisch verleimt und abgebunden werden.
Am neuen Standort sollen außerdem Spezialbauteile in größeren Dimensionen gefertigt werden. Geplant sind besonders lange, breite oder hohe Konstruktionen, die bisher nicht realisierbar waren.
Teil des Holzclusters ist auch ein umfassendes Energiekonzept. Vorgesehen sind Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Blockheizkraftwerke und eine intelligente Steuerung. Die Energiesteuerung übernimmt die firmeneigene Softwarelösung EnopAI. Mithilfe KI-basierter Prognosen und mathematischer Optimierungsmodelle soll der Energieeinsatz viertelstundengenau geplant und gesteuert werden können.
Die Produktion von Brettschichtholz soll ab Mitte 2027 im ersten Ausbauschritt beginnen. Die vollständige Inbetriebnahme des Gesamtwerks inklusive Sägewerk ist für 2028/29 geplant. Parallel dazu sucht Hörmann bereits Fachkräfte für den neuen Standort. Gesucht werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Produktion, Technik und Anlagensteuerung.