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Tigra feiert seinen 40. Geburtstag in Oberndorf
Jubiläum

Tigra feiert seinen 40. Geburtstag in Oberndorf

Der Firmensitz von Tigra in Oberndorf am lech. Foto: Tigra
Der Firmensitz von Tigra in Oberndorf am lech. Foto: Tigra

In den vergangenen 40 Jahren ist viel passiert. Aus einem Betrieb mit zehn Mitarbeitern ist ein Globalplayer geworden. Ein Rückblick.

Ein großer Tag der Freude für Tigra in Oberndorf am Lech. Das Unternehmen ist ein weltweit agierender Lieferant von Schneideinsätzen aus Hartmetall und weiterer harter bis ultraharter Werkstoffe für Holz- und Metallbearbeitungswerkzeuge. Nun feiert es sein 40-jähriges Jubiläum. Bei sommerlichen Temperaturen hielt das Unternehmen mit seiner Belegschaft und deren Familien, Freunden, zahlreichen Kunden und Ehrengästen einen Festakt ab.

So sah die Tigra-Jubiläumsfeier aus

Vor der großen Feier auf Tigras Werksgelände in Oberndorf konnten sich alle Besucher den Herstellungsprozess und die einzelnen Fertigungsschritte bei einer Betriebsbesichtigung näher aufzeigen lassen. Vom gepressten bis zum fertig geschliffenen Hartmetallteil wurden die verschiedenen Produktionsschritte und -technologien anhand laufender Maschinen und Anlagen nähergebracht und erläutert, wichtige und interessante Maschinendaten per Beschilderung ausgehängt.

Nach dem Firmenrundgang wurden die rund 700 Besucher in den anschließenden Ansprachen im Festzelt von den beiden Geschäftsführern, Helge und Sohn Bernd Motzer, herzlich willkommen geheißen und erfuhren viele Informationen über die Unternehmensentwicklung und die Bedeutung und den Einsatz von Hartmetall. 

Ein Rückblick auf die Firmenhistorie von Tigra 

Alles begann 1983. Helge Motzer und Dr. Harald Feld gründeten die Firma Tigra in Meitingen-Waltershofen nördlich von Augsburg. Das Büro mit anfänglich 10 Mitarbeitern befand sich in einer ehemaligen Wirtschaft und die ersten Teile wurden in einer ehemaligen Autohalle gefertigt. 1995 zog das Unternehmen ins neugebaute Firmengebäude an den heutigen Firmenstandort nach Oberndorf am Lech. Schon nach wenigen Jahren hatte Helge Motzer das ehrgeizige Ziel ausgesprochen, die Tigra zum weltweit führenden Lieferanten für geschliffene Schneidsätze in der Holzbearbeitung voranzubringen, was bereits 2006 erfüllt und seither ausgebaut wurde. In seiner Ansprache im Festzelt erinnerte Helge Motzer auch an sein weiteres ambitioniertes Ziel, die Schwelle von 100 Millionen DM Jahresumsatz eines Tages zu knacken. Diesen Meilenstein erreichte das Unternehmen bereits 2021 auch durch den unermüdlich hohen Einsatz und die Freude seiner Mitarbeiter. Investitionen in Millionenhöhe in Fertigungshallen und Maschinen und Anlagen sorgten darüber hinaus für stetiges Wachstum. Die Firma Tigra hat inzwischen neben ihrem Produktionsort in Oberndorf weitere Niederlassungen in den USA, China und Brasilien und beliefert mehr als 1100 Kunden in über 80 Ländern.

Hier kommen Tigra-Produkte zum Einsatz

Bekannte Möbelfirmen wie Segmüller, Ikea oder die Marke mit dem roten Stuhl setzen Tigras Schneidstoffe für die Herstellung ihrer Möbel, die mit Tigra-Produkten gesägt, gehobelt, gebohrt und profiliert wurden, ein. Bacardi, Jack Daniel’s oder Glenfiddich reifen in Eichenfässern, die mit Schneiden von Tigra gehobelt wurden. VW, Audi, BMW, Daimler, Opel und weitere Automarken setzen auf Werkzeuge aus Hartmetall oder Diamant von Tigra zur Fertigung von Felgen, Motoren, Kohlefasereinlagen und mehr. Und auch im Flugzeugbau nutzen Airbus, Boeing und andere Flugzeugbauer zur Fertigung ihrer Flieger Produkte aus Oberndorf.

Das sagt der Firmengründer zum Tigra-Jubiläum 

„Auch wenn Tigras Produkte für den Anwender nicht in Erscheinung treten, steckt Tigra, beispielsweise mit Hartmetall-Sägezähnen auf Kreissägeblättern oder mit scharfen Messern in Elektrohandhobeln, doch so hinter manchem Fertigprodukt,“ sagt Bernd Motzer. Er dankte außerdem seiner Mannschaft für ihr außerordentliches Mitwirken insbesondere in den vergangenen Jahren, als die Tigra durch die Coronakrise und den Ukrainekrieg auf die Probe gestellt wurde. „Die Coronamaßnahmen hatten zur Folge, dass man nur noch wenig unternehmen konnte, und so begannen die Menschen weltweit - nach der ersten Schockstarre-, in ihre eigenen vier Wände zu investieren“, erklärt Bernd Motzer. Nur durch Mehrarbeit wie Überstunden, Wochenend- und Feiertagsschichten konnte die Auftragsflut bewältigt werden.

Von links: Bernd Motzer, Helge Motzer und Dr. Harald Feld. Foto: Tigra
Von links: Bernd Motzer, Helge Motzer und Dr. Harald Feld. Foto: Tigra

Tigra arbeitet im Krisen-Modus

Nach Corona folgte der Krieg in der Ukraine mit all seinen negativen Auswirkungen. Insbesondere die Strom- und Energiekosten schnellten vehement in die Höhe, was für Tigra mit einem Stromjahresverbrauch von über acht Millionen Kilowattstunden spürbare Konsequenzen zur Folge hatte. Um wenigstens einen Teil des Stromverbrauchs künftig deckeln zu können, investiert das Unternehmen derzeit in großem Stil in einen eigenen Solarpark. Der Spatenstich soll bereits in Kürze erfolgen.

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