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Berufsverbot für Straathof: Folgen für schwäbische Zuchtanlage?
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Verwaltungsgericht Magdeburg | Aktionsbündnis Stoppt den Saustall

Berufsverbot für Straathof: Folgen für schwäbische Zuchtanlage?

 Welche Konsequenzen das Berufsverbot gegen Adriaan Straathof haben wird, ist noch nicht absehbar. Foto: Rolf Handke/pixelio
Welche Konsequenzen das Berufsverbot gegen Adriaan Straathof haben wird, ist noch nicht absehbar. Foto: Rolf Handke/pixelio

Der Landkreis Jerichower Land in Sachsen-Anhalt hat gegen den Schweineproduzenten Adrianus Straathof ein Tierhaltungsverbot verhängt. Ob der Fall Auswirkungen auf den strittigen Reichertsweiler Hof in Donauwörth haben wird, ist unklar.

von Martina Lakotta, Online-Redaktion

Die Behörden in Sachsen-Anhalt haben gegen Adrianus Straathof, einem der größten Schweinezüchter Europas, ein Tierhaltungsverbot verhängt. Das vom Landkreis Jerichower Land verhängte Berufsverbot gilt bundesweit, allerdings nur für Straathof persönlich. Seine Firmen sind von der Entscheidung der Behörden demnach also nicht betroffen. Noch ist der Bescheid nicht rechtskräftig. Die Anwälte des niederländischen Ferkelproduzenten haben Widerspruch eingelegt und Klage eingereicht. Nun liegt es an dem Magdeburger Verwaltungsgericht, zu prüfen, ob der Bescheid der Behörden rechtmäßig ist. Das bestätigte uns ein Sprecher des Verwaltungsgerichts Magdeburg.

Auswirkungen des Tierhaltungsverbots gegen Adrianus Straathof unklar

Zwar wurde gegen den Niederländer ein Tierhaltungsverbot verhängt – doch ob und wie sich das auf seine Unternehmen auswirken wird ist noch nicht absehbar. Die Konsequenzen die Bescheid des Landratsamtes für Straathof im Genauen und Einzelnen haben wird, seien laut Sprecher des Magdeburger Gerichts also noch offen. Auch, ob das Berufsverbot Auswirkungen auf den Reichertsweiler Hof in Donauwörth haben wird, ist demnach noch nicht absehbar.

Adrianus Straathof produziert auch im Landkreis Donau-Ries Ferkel

In den Hof im Landkreis Donau-Ries ist Straathof vor zwei Jahren als Partner eingestiegen. Als damals bekannt wurde, dass der Niederländer gemeinsame Sache mit dem Landwirten Wolfgang Strehle machen wolle, war der Widerstand groß. Mehr als 8.000 Unterstützer unterzeichneten die Petition der Grünen an Landrat Stefan Rößle, um die Erweiterung der Mast-Anlage zu verhindern. Allerdings ohne Erfolg: Die Straathof-Strehle GmbH betreibt 11 Ställe in Donauwörth. Rund 3.000 Muttersäue werden dort zur Ferkelproduktion untergebracht. Im Jahr werfen die Säue zweieinhalb Mal bis zu elf Ferkel.

Aktionsbündnis „Stoppt den Saustall“ protestiert gegen Adrianus Straathof

Straathof wurden in der Vergangenheit des Öfteren Verstöße gegen das geltende Tierschutzgesetz vorgeworfen. Anstelle sich an die Genehmigungen zu halten, würde Straathof jedoch lieber die verhängten Strafen zahlen, wie es beispielsweise der Dillinger Kreisverband der Grünen formulierte. Auch das Aktionsbündnis „Stoppt den Saustall“ steht dem Reichertsweiler Hof kritisch gegenüber. Seit Monaten protestieren die Tierschützer gegen die Massentierhaltung: Da der Reichertsweiler Hof der größte Massenzuchtbetrieb in ganz Bayerisch-Schwaben ist, stellen die Verantwortlichen des Aktionsbündnisses beispielsweise in Frage, wie das Veterinäramt Donauwörth die veterinärmedizinische Betreuung schulter können soll. Auch die enorme Menge an Gülle, die in solchen Anlagen entsteht, sowie die artfremde Tierhaltung werden von Gegnern kritisiert. 

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