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GP Joule baut Stellen ab – auch Standort Buttenwiesen betroffen
Erneuerbare Energien

GP Joule baut Stellen ab – auch Standort Buttenwiesen betroffen

Heinrich Gärtner, Mitgründer und CTO von GP Joule. Foto: GP Joule
Heinrich Gärtner, Mitgründer und CTO von GP Joule. Foto: GP Joule

Der Energieversorger reagiert mit Stellenabbau auf schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen und politische Unsicherheiten. So geht es jetzt mit den Projekten in der Region weiter.

Das Unternehmen GP Joule hat personelle Einschnitte vorgenommen, die auch den Standort Buttenwiesen betreffen. Wie das Unternehmen in einer Stellungnahme mitteilt, wurden bereits im vergangenen Jahr gruppenweit rund 140 Stellen abgebaut. Aktuell kommen weitere 30 betriebsbedingte Kündigungen bei der GP Joule Wärme GmbH & Co. KG hinzu. Elf der betroffenen Mitarbeitenden haben einen Bezug zur Region rund um Buttenwiesen, darunter auch fünf Werkstudierende.

Gründe für den Stellenabbau

Als Gründe nennt das Unternehmen die angespannte wirtschaftliche Lage sowie Unsicherheiten im Energiesektor. „Wie viele andere Unternehmen in Deutschland belastet auch uns die aktuelle wirtschaftliche Lage und die im Energie-Bereich derzeit unstete Regulatorik, insbesondere die Verzögerungen bei den Infrastrukturprogrammen der Bundesregierung“, heißt es in der Stellungnahme. Der Schritt sei GP Joule nach eigenen Angaben „außerordentlich schwergefallen“, da man die betroffenen Mitarbeitenden sehr schätze.

Wärmesparte bleibt strategisch zentral

Trotz der Einschnitte sieht sich das Unternehmen weiterhin solide aufgestellt. Insbesondere im Bereich der erneuerbaren Wärmeversorgung erkennt GP Joule langfristiges Potenzial. Wärmenetze auf Basis erneuerbarer Energien ermöglichten stabile und planbare Kosten und seien unabhängig von den zuletzt stark schwankenden Preisen für fossile Energieträger.

„Die erneuerbare Wärmeversorgung ist wichtig für das gesamte Energiesystem. Ohne die Wärmewende wird die Energiewende immer nur Stückwerk bleiben“, sagt Heinrich Gärtner laut Unternehmensangaben.

Anpassungen auch bei Gesellschafterstruktur

Parallel zu den Personalmaßnahmen hat GP Joule auch strukturelle Veränderungen vorgenommen. Innerhalb der Gruppe wurden Gesellschafteranteile neu gewichtet: Heinrich Gärtner will sich künftig stärker auf den Ausbau einer nachhaltigen Energieversorgung konzentrieren, während CEO Ove Petersen weiterhin die übrigen Geschäftsbereiche der Gruppe leitet. Die GP Joule Wärme bleibt Teil der Unternehmensgruppe.

Projekte in der Region laufen weiter

Auswirkungen auf laufende Projekte in der Region soll es nicht geben. Die Umsetzung der Wärme- und Windprojekte rund um Buttenwiesen werde weiterhin mit hoher Priorität vorangetrieben, so das Unternehmen. Nach Abschluss der Maßnahmen beschäftigt die GP Joule Gruppe nach eigenen Angaben rund 800 Mitarbeitende. Davon entfallen 157 auf den Standort Buttenwiesen und 38 auf Augsburg.

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