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Im Juli 2026 wurde der Solarpark Reichertsweiler nahe Donauwörth im Landkreis Donau-Ries offiziell eröffnet. Gleichzeitig nahm die Molkerei Gropper ihre neue Energiezentrale in Betrieb. Bei der Feier waren unter anderem Staatsminister Dr. Fabian Mehring sowie Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft anwesend. Gropper beschreibt das Projekt als wichtigen Schritt für die regionale Energiewende.
Die neue Anlage besteht aus dem Solarpark Reichertsweiler und einer Energiezentrale am Standort der Molkerei Gropper in Bissingen im Landkreis Dillingen. Beide Systeme sind technisch miteinander verbunden. Die Energiezentrale arbeitet mit einem intelligenten Steuerungskonzept. Dazu gehören eine KI-gestützte Steuerung, eine Wasseraufbereitungsanlage und zwei Batteriespeichersysteme. Alle Komponenten sind digital vernetzt. Die Molkerei Gropper möchte damit auf eine vollständig integrierte Energieversorgung setzen.
Der Solarpark steht auf einer Fläche von 16 Hektar. Insgesamt sind vor Ort 27.552 Photovoltaikmodule installiert, die rund 19 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Diese Strommenge entspricht dem Bedarf von etwa 5000 Haushalten. Das sind fast die Hälfte aller Haushalte in Donauwörth. Die Molkerei Gropper ist der alleinige Abnehmer des erzeugten Stroms. Der Strom wird direkt im Unternehmen genutzt.
Der erzeugte Solarstrom reduziert den Einsatz von Erdgas im Betrieb. Er wird unter anderem für einen Elektrokessel zur Dampferzeugung verwendet. Auch gasbetriebene Blockheizkraftwerke werden dadurch entlastet. Dadurch werden bereits jährlich rund 4000 Tonnen CO₂ eingespart. Durch den Einsatz eines Batteriespeichers steigt die Einsparung weiter an. Insgesamt sollen so bis zu 5000 Tonnen CO₂ pro Jahr vermieden werden.
Parallel zum Solarpark wurde am Standort der Molkerei eine neue Energiezentrale errichtet. Sie verdreifacht die Energieversorgung am Betrieb. Ein Elektro-Dampfkessel arbeitet vollständig mit erneuerbarem Strom. Alle Anlagen sind über die KI-gestützte Steuerung verbunden.
Bayerns Staatsminister für Digitales, Fabian Mehring, betont den Einfluss des Solarparks auf die regionale Nachhaltigkeit. „Solche Investitionsentscheidungen sind eine Win-win-Situation, weil sie die berechtigten Interessen von Ökonomie und Ökologie unter einen Hut bringen und unseren Standort zukunftsfest machen“, so Mehring.
Auch die Molkerei Gropper betont die Bedeutung der neuen Anlagen für die eigene Entwicklung. „Die Eröffnung des Solarparks ist ein wichtiger Meilenstein, um die Molkerei Gropper noch zukunftsfähiger aufzustellen“, erklärt Inhaber und Geschäftsführer Heinrich Gropper. „Die KI-gestützte Steuerung ermöglicht einen effizienten und verlässlichen Betrieb.“
Der Energiepark Reichertsweiler vereint mehrere Partner. Neben Heinrich Gropper gehören auch Wolfgang Strehle vom Reichertsweiler Hof, die Raiffeisen-Volksbank Ries und Ingenia Projects zum Projekt. Der Reichertsweiler Hof stellte die Flächen bereit. Die Finanzierung übernahm die Raiffeisen-Volksbank Ries. Ingenia Projects war als Generalunternehmer für den Bau verantwortlich.